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Roccat Kone Pure Optical im Test

30.08.2013 | 11:33 Uhr |

Roccats neuste Gaming-Maus verfügt über einen optischen Sensor, der vor allem eine bessere Präzision bieten soll. Wir haben das neuste Modell der Kone-Serie im Test und verraten Ihnen, wie sich die Maus im Gegensatz zur Laser-Variante unterscheidet.

Zum fünfjährigen Jubiläum des Unternehmens erfüllt Roccat die Wünsche vieler Fans und bringt nun eine neue Variante der beliebten Kone-Maus auf den Markt, die anstatt auf einen Laser-Sensor auf einen optischen Abtaster setzt: Viele Gamer schwören bei dieser eigentlich schon etwas älteren Technik auf eine höhere Präzision und damit bessere Kontrolle. Neben dem Sensor hat die Roccat Kone Pure Optical aber noch zahlreiche weitere Features an Bord.

Ausstattung und Technik: Optischer Sensor

Zentrale Rolle bei der neuen Maus spielt natürlich der optische Sensor, der Pro-Optic R3. Dieser löst in maximal 4000 DPI auf und lässt sich in insgesamt sieben DPI-Stufen in Echtzeit regeln. Hier noch ein Schmankerl vom Datenblatt: Der Sensor verarbeitet 12000 Bilder und 10,8 Megapixel in der Sekunde! Für die nötige Rechenpower sorgt ein vergleichsweise potenter 72 MHz starker ARM-basierter Mikrocontroller (MCU). Im Gegensatz zu einem Laser-Sensor nimmt eine optische Maus den Untergrund im weitesten Sinne auf: Eine Leuchtdiode beleuchtet die Unterlage, das zurückgeworfene Licht verarbeitet eine kleine Kamera. Aus diesen Bildinformationen errechnet der Signalprozessor die Bewegungsgeschwindigkeit sowie -richtungen.

In der Praxis soll ein optischer Sensor also gefühlt präziser arbeiten. Der Laser-Sensor hingegen tastet Oberflächen weitaus feiner ab, was den Einsatz auf glatteren Böden erlaubt. Hinzu kommt aber, dass das sogenannte "Angle Snapping" bei Laser-Mäusen Bewegungen begradigt – bei vielen Modellen lässt sich diese Technik jedoch abschalten oder modifizieren. Beide Techniken haben also ihre Vor- und Nachteile, hier bestimmt also eher das persönliche Gefühl. Casual-Gamer dürften den Unterschied aber kaum erkennen.

Tasten und Onboard-Speicher

Seitenansicht mit Daumentaste und -ablage.
Vergrößern Seitenansicht mit Daumentaste und -ablage.
© Roccat

Ihnen stehen bei der Roccat Kone Pure Optical insgesamt sieben Tasten zur Verfügung, die sich allesamt frei in der Treiber-Software programmieren lassen. Beispielsweise lassen sich auch ganze Makros und Shortcuts auf nur einer Taste speichern. Im Übrigen handelt es sich bei den Schaltern der Maustasten um hochwertige und langlebige Omron-Switches, die Eingaben präzise erkennt und taktil zurückmeldet. So dürfen Sie sicher sein, dass Sie die Taste auch wirklich gedrückt haben. Auch beim 2-Wege-Scrollrad handelt es sich um eine besondere Komponente mit dem Namen "Titan Wheel", das besonders robust und zuverlässig sein soll.

Die Easy-Shift-Technik erlaubt in Kombination mit kompatiblen Roccat-Tastaturen wie der Isku eine Doppelbelegung der Tasten, um noch mehr Kombinationen flott zu betätigen. Des Weiteren dürfen Sie auf der Maus auch bis zu fünf verschiedene Profile speichern, die beispielsweise verschiedene Tastenbelegungen und Beleuchtungs-Optionen enthalten. Hierfür steht ein dicker 576 KB Onboard-Speicher bereit.

Technische Daten

Roccat Kone Pure Optical

Abmessungen (B x L)

7 x 12 Zentimeter

Tastenanzahl

7

Frei belegbar

Ja

Mausrad

2-Wege

Sensortyp

Optisch

Maximale Auflösung in DPI

4000

Polling-Rate

1000 Hertz

Profil- / Makrofunktion

ja / ja

Onboard-Speicher (Kapazität)

ja (576 KB)

Verbindung

USB-Kabel, 1,8 Meter

Weitere Ausstattung / Besonderheiten

Gesleevtes Kabel, 16,8 Millionen Farben für Beleuchtung

Griffiges und hochgelobtes Design

Am Design hat Roccat im Hinblick auf die Ur-Kone kaum etwas geändert – und das ist auch gut so. Denn die Kone gehört zu den griffigsten und ergonomischsten Mäusen auf dem Markt und erfreut sich seit jeher großer Beliebtheit. Einziger Nachteil ist der Umstand, dass die Maus nur für Rechtshänder geeignet ist. Die Oberfläche ist mit einer griffigen Gummischicht überzogen, die sich in der Praxis auch recht hochwertig anfühlt.

Das Design ist griffig und sehr ergonomisch.
Vergrößern Das Design ist griffig und sehr ergonomisch.
© Roccat

Besonders schwer ist die Kone Pure Optical mit 90 Gramm (inklusive Kabel) nicht, hier lässt sich also flott agieren. Wer auf etwas schwereres Gerät steht, der wird leider enttäuscht. Denn das Gewicht lässt sich nicht wie zum Beispiel bei der Roccat Kone XTD dank mitgelieferter Gewichte variieren. Das mit Stoff ummantelte (gesleevte) Kabel ist schön robust und mit 1,8 Metern lang genug für die meisten Einsatzbereiche.

Treiber-Software und Beleuchtung

Das Roccat-Logo leuchtet auf Wunsch in 16,8 Millionen verschiedenen Farben.
Vergrößern Das Roccat-Logo leuchtet auf Wunsch in 16,8 Millionen verschiedenen Farben.
© Roccat

Bei der Beleuchtung stehen Ihnen streng genommen etwa 16,8 Millionen Farben zur Verfügung, in der Sie das Roccat-Logo auf der Maus erstrahlen lassen können. Wir haben nicht gezählt aber können Ihnen mit Gewissheit sagen, dass sich die Farben wohl nur den in feinsten Nuancen unterscheiden. Dennoch ist die Auswahl beeindruckend, hier dürfte Roccat wohl jeden Geschmack treffen. Die Treiber-Software gewährt die Einstellung der Abtast-Auflösungen (DPI) sowie die Programmierung der Tasten. Das "Roccat Achievements Display" (R.A.D.) zeigt Ihnen außerdem noch detaillierte Angaben wie die zurückgelegte Strecke des Mauszeigers, die Anzahl der Mausklicks und viele weitere. Bei bestimmten Meilensteinen gibt es sogar Trophäen.

Test-Fazit zur Roccat Kone Pure Optical

© Roccat

Die Roccat Kone Pure Optical ist definitiv eine Maus für hartgesottene Gamer: Der Hersteller verbaut hochwertige Komponenten und patzt nicht bei der Verarbeitung. Der optische Sensor tastet überaus präzise ab und hat auch kein Problem mit schnellen Schwenks und abrupten Richtungswechseln. Die freie Programmierung und Beleuchtung erlauben einen hohen Grad an Individualisierung, die Treiber-Software ist gut durchdacht und lässt sich intuitiv bedienen. Hinzu kommt noch die hohe Ergonomie der Maus, die der Hand fast schon schmeichelt.
Leider kommen nur Rechtshänder in den Genuss der Gaming-Maus, das Design macht Linkshändern einen Strich durch die Rechnung. Außerdem lässt sich das Gewicht nicht verändern, was wir bei der Preisklasse eigentlich erwarten. Dennoch lohnt sich definitiv ein Blick, Roccat liefert eine Top-Gaming-Maus zu einem gerechtfertigten Preis von 69,99 Euro (unverbindliche Preisempfehlung) ab. Wer einen Laser-Sensor möchte, der greift dann eben zu einem anderen Kone-Modell.

Allgemeine Daten

Roccat Kone Pure Optical

Gerätekategorie

Peripherie

Hersteller

Roccat

Internetadresse

www.roccat.org

Preis

69,99 Euro

Garantie

24 Monate

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