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Roccat Renga im Praxistest

31.05.2016 | 14:03 Uhr |

Das ziemlich preiswerte Roccat Renga soll neben höchstem Tragekomfort auch einen studiotauglichen Klang bieten, sodass Gamer voll und ganz in das Spiel eintauchen können. Was das Headset verspricht und tatsächlich auch hält, zeigt der Praxistest.

Das sehr leichte Headset Roccat Renga bietet mit seinen 210 Gramm und seinem ergonomischen Kopfband einen angenehmen Tragekomfort. Es handelt sich um ein Over-Ear-Modell, die Ohren werden also komplett umschlossen. Die halboffene Bauweise der Ohrmuscheln lässt nicht nur Umgebungsgeräusche durchdringen, sondern bietet auch eine gute Belüftung. Das Headset sitzt relativ fest, ohne zu drücken, jedoch ist es aufgrund der Mangelnden Justierung des Kopfbandes kaum für kleine Köpfe geeignet.

TEST-FAZIT: Roccat Renga

Kurzum: Das Roccat Renga ist ein sehr leichtes und luftiges Headset mit einer sehr angenehmen und überzeugenden Klangqualität. Das schlichte Design und auch die verwendeten Materialien gefallen uns sehr gut, auch die Übertragung des Mikrofons hat uns bei einem Headest in dieser Preisklasse überzeugt.

Weniger gut finden wir die starke Einwirkung von Nebengeräuschen – doch wem eine Belüftung der Ohren wichtig ist, der ist hier genau richtig. Das nicht abnehmbare Mikrofon sowie die nicht vorhandenen Einstellungsmöglichkeiten in Bezug auf Equalizer und sonstige Feinheiten fehlen uns, hier müssen Sie auf Drittanbieter ausweichen. Bei einem sehr günstigen Preis von lediglich 50 Euro ist das aber auch nicht zu erwarten. Wer sich solche Features wünscht, muss schon etwas tiefer in den Geldbeutel greifen. Ganz studiotauglich ist das Headset wohl nicht, aber im Hinblick auf den Preis gibt es am Sound kaum etwas zu meckern.

+ sehr angenehmer Klang

+ hoher Tragekomfort

+ gute Preis-Leistung

- Mikrofon nicht abnehmbar

- Grundrauschen und leichter Hall beim Mikrofon

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Design: Kunststoff-Leichtgewicht

Das geringe Gewicht rührt daher, dass das Kunststoffkopfband von zwei leichten Drahtbügeln umgeben ist und auch die Ohrmuscheln aus Kunststoff bestehen. Die Ohrpolster sind durch die weiche Polsterung sehr komfortabel, jedoch könnte die komplette Muschel etwas größer ausfallen. Bis auf das Kabel, welches in einem frischen hellblau hervorsticht, ist das Headset komplett in schwarz gehalten. Unter der Leichtbauweise leidet jedoch die Haptik ein wenig, es könnte sich wertiger anfühlen und kann aufgrund dessen mit namhaften Marken in diesem Punkt nicht mithalten.

Das flexible Kopfband passt sich gut an, für kleinere Köpfe ist das Headset aber weniger geeignet.
Vergrößern Das flexible Kopfband passt sich gut an, für kleinere Köpfe ist das Headset aber weniger geeignet.
© Roccat

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Technik und Steuerung

Am Kabel befindet sich eine Fernbedienung, um mit nur einem Handgriff die Lautstärke zu regeln oder das Mikrofon stummzuschalten. Mit im Lieferumfang befindet sich ein Adapter, der die beiden 3,5-Millimeter-Klinkenanschlüsse zu einem zusammenführt. Dadurch ist es möglich, das Renga an Handys, Tablets oder der Playstation 4 zu betreiben, was Teil der „Future-Ready-Philosophie“ von Roccat ist. Die Installation einer Software ist für die Nutzung des Headsets nicht erforderlich. Mit einer Reichweite von 2,5 Metern ist das kunststoffummantelte Kabel vielseitig einsetzbar.

Das Kabelmikrofon am Renga erlaubt die grundlegende Steuerung des Headsets.
Vergrößern Das Kabelmikrofon am Renga erlaubt die grundlegende Steuerung des Headsets.
© Roccat

Das ausklappbare Mikrofon befindet sich an der linken Ohrmuschel, komplett abnehmbar ist es allerdings nicht. Der Mikrofonarm lässt sich etwas zurechtbiegen, allerdings ist dafür recht viel Kraft vonnöten. Trotz eines gewissen Grundrauschens und einem leicht vernehmbaren Hall ist die Sprachübertragung noch recht gut für den günstigen Preis.

Die halboffene Bauweise der Ohrmuscheln lässt Außengeräusche zu.
Vergrößern Die halboffene Bauweise der Ohrmuscheln lässt Außengeräusche zu.
© Roccat

Klang im Check

Roccat verspricht mit dem Renga ein Headset auf den Markt zu bringen, das studioreifen Sound, glasklare Höhen und Tiefen und dazu noch satte Bässe bietet, um zu 100 Prozent in sein Spiel eintauchen zu können. In der Realität erzeugen die 50-Millimeter-Treiber einen angenehmen Bass, die Höhen und Tiefen wirken sehr klar, was insgesamt einen recht klaren Klang bietet. Der Bass könnte jedoch für noch mehr Spielerlebnis intensiver sein. Eine gute Abschirmung von Nebengeräuschen ist durch die offene Bauweise natürlich nicht gegeben, dem „100-Prozent-Eintauchen“ können wir also nicht zustimmen.

Roccat liefert ein Y-Kabel mit, um das Renga auch an mobilen Endgeräten zu nutzen.
Vergrößern Roccat liefert ein Y-Kabel mit, um das Renga auch an mobilen Endgeräten zu nutzen.
© Roccat

Technische Daten

Roccat Renga

Fernbedienung

Am Kabel

Regler

Lautstärke, Mikrofonstummschaltung

Anschluss, Übertragung

Klinke 3,5 Millimeter, Kabellänge 2,5 Meter

Bauweise

Halboffen

Kabellänge

1,8 Meter

Lautsprecher (Durchmesser)

Stereo (50 Millimeter)

Mikrofon abnehmbar

nein

Lieferumfang

Klinkenkabel, 4-poliger Klinkenstecker

Allgemeine Daten

Testkategorie

Peripherie

Hersteller

Roccat

Internetadresse

www.roccat.org

Preis (unverbindliche Preisempfehlung)

49,99 Euro

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