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Ricoh Caplio R6

09.07.2007 | 10:00 Uhr |

Weitwinkel-Objektiv, 7,1fach-Zoom und mechanischer Bildstabilisator via CCD-Shift - Ricoh spendiert der Caplio R6 einige Schmankerl. Hinzu kommt ein außergewöhnlich großer interner Speicher.

Bildqualität: In Sachen Auflösung schaffte die Ricoh Caplio R6 sehr ungleichmäßige Ergebnisse. So produzierte sie bei kurzer Brennweite in der Bildmitte einen Wirkungsgrad von über 110 Prozent, was auf starke Scharfzeichnung und daraus resultierende Artefakte hindeutet. Zum Bildrand hin verlor sie dann um etwa 30 Prozentpunkte. Bei mittlerer Brennweite verlief die Auflösung recht gleichmäßig - im Schnitt lag der Wirkungsgrad hier bei 84,6 Prozent. Problematisch wurden die Ergebnisse jedoch bei langer Brennweite. Zwar ermittelten wir in der Bildmitte einen hohen Wirkungsgrad von 80 Prozent. Zum Rand hin verlor die Kamera jedoch so stark, dass der Wirkungsgrad am Rand auf unter 50 Prozent sank. Ein- und Ausgangsdynamik waren nur mittelmäßig. Die Kamera könnte also Probleme mit besonders kontrastreichen Motiven bekommen. Außerdem stellten wir bereits bei ISO 200 deutliches Bildrauschen fest, das ab ISO 400 sogar kritisch wurde.

Ausstattung: Um auch bei voll aktiviertem 7,1fach-Zoom wackelfreie Bilder zu bekommen, stattet Ricoh die Caplio R6 mit einem mechanischen Bildstabilisator aus, der mittels CCD-Shift arbeitet. Eine automatische Gesichtserkennung soll ferner bis zu vier Gesichter im Motiv erkennen und darauf scharfstellen beziehungsweise belichten.

Fazit: Die Ricoh-Kamera hatte einige Probleme bei der Auflösung und konnte uns auch mit ihrem Dynamikumfang nicht überzeugen. Außerdem ist sie für ihre Leistung zu teuer.

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