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Ricoh Aficio GX3050N Gelsprinter

21.11.2006 | 10:28 Uhr |

Der DIN-A4-Drucker arbeitet nicht mit herkömmlichen Tinten, sondern mit einer Art Flüssig-Gel. Aufgrund seiner flotten Arbeitsweise lässt er sich mit Einstiegsfarblasern vergleichen.

Testbericht

Besonderheit: Das Gerät gehört zur zweiten Generation von Ricoh-Modellen, die mit Tinte auf Gel-Basis arbeiten. Die Flüssigkeit sinkt nur wenig in die Papieroberfläche ein und trocknet schnell. Laut Hersteller sollen die Ausdrucke dank verbessertem Pigment-Gel brillanter als noch bei den Vorgängermodellen ausfallen.

Qualität: Unser Test bestätigte, dass die Gel-Tinten weiter entwickelt wurden. Insbesondere die Farben von Bildern und Grafiken leuchteten stärker als beim Vorgänger G700 . Trotzdem blieben sie weiterhin blasser als bei vergleichbaren Geräten. Als störender empfanden wir jedoch das starke Raster und die erkennbaren Streifen auf größeren Farbflächen. An der Buchstabenschärfe hat sich wenig geändert. Sie fiel ordentlich aus.

Tempo: Hier liegt weiterhin die eigentliche Stärke des Geräts, auch wenn sich die Leistung unterschied, je nachdem welche Drucker-Emulation ausgewählt war. Am flottesten arbeitete der Drucker, wenn er mit der Ricoh-eigenen Sprache (RPCS - Refined Printing Command Stream) angesteuert wurde. So ist etwa ein Wert von 1:18 Minuten für unser 10seitiges PDF-Dokument absolute Spitze. Aus dem PCL-6-Treiber heraus verlängerte sich die Arbeitszeit des Druckers für dieselbe Aufgabe auf 2:53 Minuten - ein deutlicher Unterschied, aber trotzdem noch flott. In beiden Fällen ließ sich die Geschwindigkeit des Geräts steigern, wenn in den jeweiligen Treibern die Funktion "Level Color" aktiviert war. Damit werden die Bildanteile eines gemischten Dokuments im Entwurfsmodus, die Texte jedoch mit normaler Deckung gedruckt – eine Hilfe beim Tintesparen, die nicht auf Kosten der Lesbarkeit geht.

Ausstattung: Mit Duplexeinheit, den Anschlüssen USB und Ethernet sowie einem Display ist das Gerät auf den Einsatz im Büro vorbereitet. Praktisch: Der Drucker bietet eine Zählfunktion für Ausdrucke. Sie erfasst farbige und schwarzweiße Dokumente getrennt. Das unterstützt das Überwachen der Druckkosten.

Verbrauch: Mit Standard-Kartuschen kommt eine schwarzweiße Seite auf 2,3 Cent, ein farbiges Blatt auf 12,9 Cent. Manko: Der Inhalt der beiliegenden Patronen reicht nur für rund 400 Seiten.

Fazit: Ein reiner Bürodrucker, der sich dank Ethernet-Anschluss für Arbeitsgruppen eignet. Die flotte Arbeitsweise lässt sich durchaus mit Farblaserdruckern der Einstiegsklasse vergleichen. Das brachte dem Gerät die Tempo-Empfehlung der Redaktion. Aufgrund der Drucktechnik entfällt jedoch eine Wertung in der Topliste.

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