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Intel DP55KG im Test

22.10.2009 | 09:15 Uhr |

Minimalistisch - so kann man die Intel DP55KG beschreiben: Das Mainboard besitzt als einziges des Testfelds keinen IDE-Anschluss. Lesen Sie im Test, was noch aufgefallen ist.

Intel schickt mit dem DP55KG das Referenzboard für den Core i5 ins Rennen. Es kommt als Besonderheit mit einer Bluetooth-Schnittstelle, besitzt allerdings keinen IDE-Anschluss. Wer also seine alte IDE-Festplatte oder einen alten Atapi-Brenner einsetzen möchte, muss sich eine Steckkarte oder einen IDE-auf-SATA-Adapter kaufen.

Handhabung: Auf diesem Gebiet machte uns die Intel DP55KG einige Probleme, denn sie arbeitete nicht mit unseren OCZ-Speichermodulen zusammen. Die Corsair-Riegel machten ihr dagegen keine Probleme. Auch bootete die Platine nicht vom USB-Laufwerk, obwohl die Option in der von uns getesteten Bios-Version zur Verfügung stand. Das Booten vom USB-Stick funktionierte dagegen tadellos, und auch den Stromverbrauch der Intel DP55KG konnten wir positiv bewerten: 89 Watt im Ruhezustand sind sehr wenig, 161 Watt bei Last liegt im Mittelfeld.

Tempo: In unseren Geschwindigkeitstests schnitt die Intel DP55KG unterdurchschnittlich ab. Vor allem bei den PCMark-Vantage-Teilen "Communications" (stresst CPU und Festplatte mit mehreren Tasks gleichzeitig) und "HDD" (prüft die Zusammenarbeit von Board und Festplatte), blieb sie deutlich hinter ihren Konkurrentinnen. Dafür waren die Ergebnisse der Intel DP55KG im Cinebench-Test gut.

Ausstattung: Die Intel DP55KG ist mit zwei 16x-PCIe-Slots bestückt, von denen einer nur die 8fache Bandbreite zur Verfügung stellt. Lassen Sie zwei Grafikkarten im Dual-SLI- oder Crossfire-X-Verbund laufen, verringert sich die Bandbreite beider Slots auf 8fach.

Overclocking: Mit der getesteten Bios-Version können Sie bei der Intel DP55KG die Spannung von CPU und Speicher ändern, und auch für die Speichertimings stehen einige Optionen zur Verfügung.

Fazit: Die Austattung der Intel DP55KG lag trotz Bluetooth-Schnittstelle unterhalb des Durchschnitts. Ihre Geschwindigkeit war okay, die Übertaktungsmöglichkeiten im Bios ordentlich. Ihr größtes Plus liegt im Energiemanagement.

Alternativen: Für etwa den gleichen Preis bekommen Sie die Asus P7P55D Deluxe . Die Platine schlug sich in unseren Tempotests besser und hatte auch hinsichtlich Ausstattung und Overclocking-Optionen mehr zu bieten.

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