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Recover My Files

31.01.2007 | 08:30 Uhr |

Recover My Files stellt verloren geglaubte Dateien wieder her. Die Installation und etliche Schlampigkeiten haben uns im Test allerdings ziemlich genervt.

Das erste, was nach dem Einlegen der Programm-CD startet, ist ein Registrierungsdialog. Allerdings kann man sich die Adressübergabe an BHV mit Klicks auf „OK“ und „Ja“ sparen. Danach sollten die Programme Recover My Files und Explorer View (zeigt Dateiinhalte im Windows Explorer an) installiert werden. Zunächst aber stiften zwei sich überlagernde Dialogfenster Verwirrung: Das obere – der Setup-Assistent von Explorer View – verlangt einen Aktivierungsschlüssel und droht, dass sich ohne diesen Schlüssel mit Recover My Files (!) keine Dateien wiederherstellen lassen. Darunter wartet der wenig hilfreiche Setup-Assistent des Datenrettungs-Tools. Hier sind Programmverknüpfungen für den Desktop und das Startmenü nicht ausgewählt – macht aber nichts, das Setup-Programm installiert sie trotzdem. Anschließend kommt auch hier der gleiche Hinweis auf den Aktivierungsschlüssel. Man muss es halt vorher wissen: Der „Aktivierungsschlüssel“ ist als „Seriennummer“ auf die Installations-CD gedruckt, die im Laufwerk liegt.

Nach den Hürden der Installation erwartet den Benutzer ein übersichtlicher Assistent, in dem man zwischen schneller und kompletter Suche wählen kann. Eine komplette Suche ist erforderlich, falls keine vollständigen Verzeichnisinformationen mehr vorhanden sind. Je nach Verzeichnisumfang kann – so der Hersteller - eine Suche zwischen 20 Minuten und zehn Stunden dauern. Diese Zeit veranschlagt das Programm auch für die anderen Funktionen: das Wiederherstellen von Ordnerstruktur und Dateinamen in noch nicht formatierten Partitionen sowie die Rekonstruktion nach einer Formatierung.

Die Suche kann man auf bestimmte Laufwerke und Dateitypen beschränken. Gefundene Dateien listet das Programm auf, einige Inhalte lassen sich sogar anzeigen. Zu jeder Datei vermerkt das Programm, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass sie sich restaurieren lässt. Mit „Dateien speichern“ werden die markierten Dateien und Ordner wiederhergestellt – allerdings nur auf ein anderes Laufwerk.

Und dann gab es noch einiges, was uns auf die Schnelle negativ aufgefallen ist: Die Hilfe-Funktion hat noch ein paar englische Originaltexte drin. Der Hilfe-Bildschirm bleibt on top, auch wenn er den Fokus verliert. Die Suchen-Funktion der Hilfe hat keine Inhalte. Im Such-Assistent hören Anweisungen mitten im Satz auf: "Wählen Sie das zu durchsuchende Laufwerk und/oder Ordner, indem Sie"
Dateien können nach Dateitypen wiederhergestellt werden. Allerdings fehlen Dateitypen, etwa von Open Office oder Thunderbird. Stattdessen hat das Programm gänzlich exotische Typen in der Liste: Bentley Microstation, GUE Map Datei, Family Search, Ichitaro, Nascar Racing - klingt alles sehr willkürlich.

Fazit: Dateien und Ordner stellt das Programm soweit möglich zuverlässig wieder her. Explorer View ist eine nette Zugabe. Die Installation sowie einige andere Programmteile sind schon fast eine Zumutung.

Alternative: PC Inspector File Recovery ( www.fsguard.com ) stellt Dateien kostenlos wieder her.

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 3,0
Bedienung (35%): Note 3,5
Dokumentation (5%): Note 3,5
Installation/De-Installation (5%): Note 5,0
Systemanforderungen (5%): Note 2,0

GESAMTNOTE: 3,3

Anbieter:

Get Data

Weblink:

www.bhv.de

Preis:

60 Euro

Betriebssysteme:

Windows 2000, XP

Plattenplatz:

ca. 20 MB

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