26.09.2008, 12:00

Thomas Rau

Rechenstarkes Leichtgewicht

Samsung Q210 Aura P8400 Terence

Samsung packt beim Q210 Aura P8400 Terence die Power einer Centrino-2-CPU und einer Geforce-Grafikkarte in ein nur zwei Kilogramm schweres Subnotebook. Wie sehr die Akkuleistung darunter leidet, klärt unser Test.
Viele Experten sehen Subnotebooks mit 12-Zoll-Display als Auslaufmodell: Netbooks wie der Eee PC könnten ihnen den Rang ablaufen – sie sind leichter und vor allem deutlich günstiger als die Subnotebooks, die sich vor allem an Geschäftsanwender richten. Doch die Netbooks haben einen großen Nachteil: ihre schwache Rechenleistung. Leistungsfähige Subnotebooks wie das Samsung Q210 Aura P8400 Terence bringen hohes Tempo und geringe Gewicht deutlich besser unter einen Hut. Statt eines speziellen Stromspar-Prozessors wie dem Intel Atom oder einer Ultra-Low-Voltage-CPU setzt Samsung mit dem Core 2 Duo P8400 einen Standard-Notebookprozessor ein, wie er auch in größerern Laptops zu finden ist.

Verarbeitung: Auf den ersten Blick gefällt das Design des Samsung Q210 Aura P8400 Terence. Auffällig ist die schwarze Glanzlackierung auf Deckel und Handballenablage – dieses Designmerkmal zieht sich übrigens durch alle neuen Samsung-Produkte, zum Beispiel auch LCD-TVs. Auf der dunklen Glanzoberfläche hinterlässt allerdings jeder Fingerabdruck seine Spuren: Ständiges Säubern mit dem beigelegten Microfasertuch ist also angesagt.
Tempo: Im Sysmark 2007 erreicht das Samsung Q210 Aura P8400 Terence 122 Punkte. Damit hält es locker mit den schnellsten Centrino-2-Notebooks mit und ist derzeit das schnellste Subnotebook in unserer Top 10. Bei der Grafikkarte setzt Samsung auf Nvidias neues Einsteigermodell Geforce 9200M GS. Die 3D-Leistung reicht für anspruchsvollere, ältere Spiele aus: Bei Far Cry erreichte das Q210 in der maximalen Auflösung 1280 x 800 Pixel spielbare 38 Bilder pro Sekunde. Auch F.E.A.R. meisterte das Notebook bei hoher Detailstufe mit 32 Bildern pro Sekunde. Für aktuelle Spiele ist das Q210 aber definitiv zu langsam: Bei World in Conflict schaffte es selbst bei mittleren Details nur 9 Bilder pro Sekunde.

Ausstattung: Die Hardware-Ausstattung des Samsung Q210 liegt auf dem Niveau eines großen Notebooks: 320-GB-Festplatte, DVD-Brenner, GBit-LAN, 11n-WLAN und Bluetooth – hier müssen Sie keine Kompromisse machen. Für einen externen Monitor bietet das Subnotebook einen HDMI-Ausgang, außerdem drei USB-Ports und einen Kartenleser. Modem, Firewire-Port und TV-out gibt's nicht.
Mobilität: Fast 4,5 Stunden hält das Samsung Q210 im Akkubetrieb durch – das ist hervorragend. Trotz Standard-Notebook-Prozessor und 3D-Grafikkarte nimmt es dabei nicht mehr Leistung auf, als die meisten Subnotebooks mit integrierter Grafik. Die Waage zeigt zwei Kilogramm für das Q210 an – an sich leicht, für ein Subnotebook aber ziemlich schwer.

Ergonomie: Draußen kann man auf dem spiegelnden Display des Q210 nur etwas erkennen, wenn man im Schatten sitzt oder der Himmel bewölkt ist. Zwar liegt in der Mitte die Helligkeit mit 230 cd/m2 sehr hoch, zu den Seiten fällt sie allerdings deutlich ab. Farben und Hauttöne gelingen dem Q210 aber durchaus gut. Der Lüfter arbeitet sehr oft, stört die Konzentration aber kaum.

Handhabung: Beim Touchpad fanden wir den Abstand zwischen Touchpad-Feld und –Tasten recht groß – die Bedienung erfordert so einige Fingerakrobatik und ermüdet auf Dauer. Die Tastatur ist stabil eingebaut, die Tasten bieten einen spürbaren Druckpunkt. Samsung nutzt nicht die gesamte Gehäusebreite für die Tastatur: Deshalb fallen einige Tasten schmaler aus, als auf einer Standardtastatur, zum Beispiel die Cursor-Tasten, die rechte Hochstell-Taste sowie die Leertaste. Unsere Testschreiber kamen aber gut damit zurecht.
Fazit: Das Samsung Q210 P8400 Terence verbindet hohe Rechenleistung und lange Akkulaufzeit in einem kleinen, leichten Gehäuse. Für den Business-Einsatz ist es nur bedingt geeignet, doch wer die Leistung eines großen Notebooks in einer leichten und ansehnlichen Verpackung sucht, liegt mit dem Samsung-Subnotebook richtig.

Alternativen: Das Lenovo Thinkpad X300 empfiehlt sich für Geschäftsanwender durch das bessere Display, die ergonomischere Tastatur und die stabilere Verarbeitung – außerdem ist es 500 Gramm leichter.
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