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Quad Core Doppelpack - Intel Core 2 Extreme QX9775 & Skulltrail-Board D5400XS

08.02.2008 | 17:31 Uhr |

Mehr Prozessor-Power im Desktop geht nicht: Intels Skulltrail-Plattform erlaubt den parallelen Einsatz von zwei Quad-Core-CPUs und vier Grafikkarten. Damit ist die Plattform eine würdige Basis für die PC-WELT Höllenmaschine 3. Für diesen Vorab-Test haben wir die Skulltrail-Hauptplatine Intel D5400XS mit den zwei 3,2-GHz-Vierkernern Core 2 Extreme QX9775 bestückt.

Zu den Besonderheiten der Skulltrail-Plattform gehören die beiden Nvidia-Chips namens Nforce 100 MCP. Sie bringen 32 zusätzliche PCI-Express-Datenleitungen sowie SLI-Unterstützung mit: Damit kann Intel auf der hauseigenen Skulltrail-Hauptplatine D5400XS vier 16x-PCI-Express-Steckplätze unterbringen und diese auch jeweils 16fach elektrisch ansteuern. Da die beiden Nforce 100 MCP im Dauerbetrieb recht heiß werden, versieht Intel die zwei Nvidia-Chips mit einem Kühlkörper samt Lüfter - ursprünglich war eine passive Kühllösung für die MCPs geplant.

Obwohl Quad SLI, also der parallele Betrieb von vier Nvidia-Grafikkarten im SLI-Modus technisch möglich wäre, will Nvidia die Grafikkartentreiber nicht für den Intel-Chipsatz freigeben. Laut Aussage von Nvidia ist Quad SLI aber möglich, wenn zwei Grafikkarten zum Einsatz kommen, die jeweils zwei Nvidia-Grafikchips beherbergen. AMD sperrt sich hingegen nicht und will im Catalyst-Treiber Crossfire mit bis zu vier Grafikkarten freischalten.

Intels Skulltrail-Plattform basiert auf dem Server-Chipsatz 5400, Codename Seaburg , der zwei Prozessor-Steckplätze für den Sockel 771 unterstützt. Beim 5400-Chipsatz der Skulltrail-Plattform arbeitet der Front Side Bus allerdings mit 400 (effektiv 1600) MHz. Den voll gepufferten DDR2-Speicher (FB-DIMM) bindet er ebenfalls mit 400 MHz ins System ein. Fully Buffered Speicher kostet allerdings dreimal so viel wie herkömmliches DDR2-800, was die Plattformkosten in die Höhe treibt.

Skulltrail-Hauptplatine Intel D5400XS

Die D5400XS-Hauptplatine von Intel im E-ATX-Format (305 x 330 Millimeter) sieht für jeden der vier FB-DIMM-Steckplätze einen eigenen Speicherkanal vor. Sowohl die Speichertaktraten wie auch die RAM-Spannung lassen sich im Bios der D5400XS manipulieren - ideal fürs Übertakten. Die maximale Ausbaustufe beträgt 8 GB Fully Buffered PC800- oder PC667-DDR2-SDRAM (4 x 2 GB). Es ist allerdings nicht ganz billig, die D5400XS mit 2-GB-Modulen komplett zu bestücken: PC800-Speicheriegel mit 2 GB sind momentan noch nicht erhältlich und vier PC677-Module mit insgesamt 8 GB Kapazität schlagen derzeit mit mindestens 400 Euro zu Buche.

Neben den vier 16x-PCI-Express-Steckplätzen, die allerdings nur den Standard PCI-Express 1.1 erfüllen, besitzt die Intel D5400XS noch zwei PCI-Steckplätze gemäß Version 2.3. Wie Sie in der nebenstehenden Abbildung erkennen, liegen die PCI-Slots in unmittelbarer Nachbarschaft der beiden primären PCI-Express-Steckplätze. Sind letztere mit breiten Zwei-Slotblech-Grafikkarten wie beispielsweise der Geforce 8800 GTX oder GTS bestückt, lassen sich die PCI-Steckplätze überhaupt nicht nutzen.

Immerhin bietet die D5400XS-Hauptplatine noch einen Anschluss für zwei IDE-Laufwerke sowie üppige sechs SATA-300-Port inklusive zwei eSATA-Buchsen. Hinzu kommen zehn USB-2.0-Ports, zwei Firewire-Anschlüsse und eine 10/100/1000-MBit-Netzwerkbuchse. Bereits im Chipsatz integriert ist ein HD-Audiochip für 7.1-Raumklang mit einem optischen S/PDIF-Ausgang und den fünf üblichen Klinkenstecker-Buchsen.

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