03.08.2012, 14:33

Friedrich Stiemer

USB-Maus

Razer Taipan Gaming-Maus im Test

Razer Taipan Gaming-Maus im Test. ©Razer

Die Razer Taipan will sich an die Spitze der Gaming-Mäuse schlängeln. Denn sowohl Rechtshänder, als auch Linkshänder sollen mit der Maus zurecht kommen. Gleich zwei verbaute Sensoren sollen außerdem für den optimalen Betrieb sorgen. Im Test muss sich die Maus beweisen.
Der Taipan ist eine Schlangenart aus der Familie der Giftnattern und lebt in küstennahen, tropischen Regionen. Warum Razer seinen neue Gaming-Maus nach der Schlange benennt, können wir nicht genau sagen. Aber der Hersteller hat ein Faible für illustre Namen aus dem vorzugsweise giftigen Tierreich. Die Razer Taipan soll auf jeden Fall beidhändig kompatibel sein - vor allem Linkshänder dürfen sich freuen. Auch der neuste Stand der Technik ist in der Maus verbaut, denn es arbeiten gleich zwei Sensoren, um auch extremste Bewegungen zu erfassen. Unser Test zeigt, wie gut uns die Maus tatsächlich gefallen hat.

Ausstattung der Razer Taipan: Viele Features, spartanischer Lieferumfang

Die Abmessungen der Taipan erweisen sich mit 124 x 63 x 36 Millimetern (L x B x H) als recht schmal, selbst mit nicht allzu großen Händen finden nicht alle Finger Platz auf der Maus. Das liegt aber daran, dass sie beidhändig kompatibel ist - großartige Ablagemöglichkeiten für die Finger sind also einfach nicht möglich. Das 2,1 Meter lange USB-Kabel für die Anbindung an den PC ist mit einem schwarzen Kunststoff-Geflecht ummantelt, um das Kabel robuster gegen Schnitte und Brüche zu machen. Auf Beleuchtung hat Razer ebenfalls nicht verzichtet: Das Mausrad und das Hersteller-Logo leuchten in giftgrün.
Die Taipan ist komplett mit einer gummierten Fläche überzogen. Dies wiederum ermöglicht zwei Bedienweisen, ohne dabei weg zu rutschen: Einmal das Daddeln für Nutzer, die gerne die gesamte Handfläche auflegen (Palm-Grip) oder die nur die Fingerspitzen benutzen, um die Maus zu schubsen (Finger- oder Claw-Grip). Das Material fühlt sich auch griffig an und gibt einem das Gefühl, die Maus voll im Griff zu haben.
Insgesamt verfügt die Razer Taipan über neun Tasten, die sich auch bis auf die linke Maustaste alle frei belegen lassen. Das beleuchtete Mausrad ist ebenfalls mit einer Gummischicht überzogen und rastet im Test auch bei schnellen Drehern sauber ein, als Taste dient das Rad ebenfalls. An beiden Seiten befinden sich jeweils zwei Tasten, damit sowohl Rechts- als auch Linkshänder mit der Taipan zurecht kommen. Die Tasten haben ausnahmslos alle einen angenehmen Druckpunkt, welcher mit einem leisen mechanischen Klick die Eingabe quittiert.
Der Lieferumfang fällt dagegen etwas spärlich aus. Neben einer gedruckten, ausführlichen Anleitung, die leider nur in englisch vorliegt, liefert der Hersteller nur noch zwei Razer-Aufkleber mit - keine unterschiedlichen Gewichte, keine austauschbaren Gleiter, nicht einmal eine Treiber-CD liegt der Giftschlange bei. Stattdessen müssen Sie sich den Treiber von der Hersteller-Seite herunterladen - aber auch ohne Treiber erkennt Windows 7 die Maus ohne Probleme. Um die Voreinstellungen zu ändern, ist aber der sogenannte "Synapse 2.0"-Treiber notwendig.
Gaming-Maus Razer Taipan
Tastenanzahl 9
Frei belegbar Ja
Mausrad 2-Wege
Sensortyp Laser und Infrarot
Maximale Auflösung in dpi 8200
Profil- / Makrofunktion ja / ja
Verbindung USB-Kabel
Weitere Ausstattung keine

Hohe Präzision dank Dual-Sensor

Eine weitere Besonderheit der Razer Taipan ist, dass sie über zwei Sensoren verfügt - einen Laser- und einen Infrarot-Sensor. Die beiden Sensoren sollen in Kombination eine hohe Präzision auf fast allen Untergründen gewährleisten. Die Abtastrate kommt dabei auf insgesamt sehr hohe 8200 DPI. Bei zwei Sensoren liegt der Vorteil auf der Hand: Die Erfassung der Bewegungen auf verschiedenen Untergründen erfolgt genauer und schneller. Razer betont, dass die Sensoren dabei auch wirklich jeden einzelnen Punkt abtasten und den Wert nicht mit einer Software interpolieren, wie es einige Konkurrenten handhaben.

Razer Synapse 2.0: Die Profile aus der Cloud

Wie vorhin schon erwähnt, benötigen Sie das Hersteller-Tool namens Synapse 2.0, um die Tastenbelegung zu konfigurieren oder auch verschiedene Profile zu speichern, selbst die Oberfläche für Ihr eventuelles Razer-Mauspad lässt sich angeben. Auf Spielereien wie verschiedene Farben für die Beleuchtung verzichtet der Hersteller aber. Die Software installiert außerdem auch neue Firmware und Treiber automatisch. Für das alles müssen Sie einmalig Ihre E-Mail-Adresse angeben und sich registrieren.
Der Vorteil ist, dass Sie die Einstellungen in der Cloud gespeichert haben und Ihre Profile an jedem internetfähigen PC abrufen können, selbst für fremde Taipan-Mäuse. Auf der Maus selbst lassen sich nämlich keine Einstellungen speichern, weil dafür kein Onboard-Speicher vorhanden ist. Das hat wiederum den Nachteil, dass Sie immer auf das Internet angewiesen sind, wenn Sie Ihre alten Einstellungen übernehmen wollen.

Fazit zur Razer Taipan: Gaming-Maus mit kleinen Schwächen

Die Razer Taipan hat viele Vorteile für Gamer: Sie ist beidhändig kompatibel, bietet viele frei belegbare Tasten und einen präzisen Dual-Sensor. Dadurch erweist sich die Maus in unserem Test als zuverlässiges Bedienwerkzeug auf verschiedenen Untergründen, selbst bei extremen Bewegungen. Die hohe Abtastrate erlaubt zusätzlich genauste Steuerung. Für den zielsicheren Einsatz ist die Razer Taipan also bestens geeignet.
Negativ aufgefallen ist uns das doch recht schmale Design. Selbst mit recht kleinen Händen können wir die Handfläche nicht auflegen und müssen auf das Steuern mit den Fingern (Finger-Grip) umsteigen. Die Cloud-Speicherung der persönlichen Einstellungen via Synapse 2.0 ist zwar bequem, aber dennoch fehlt uns der interne Speicher. Der Lieferumfang ist sowieso sehr spartanisch: Weder auswechselbare Gleitfüße noch Gewichte befinden sich in der Packung. Insgesamt finden wir den Preis von 79,99 Euro (unverbindliche Preisempfehlung) zu hoch angesetzt für den Mangel an Extras.
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