Ratgeber Bildrauschen

Bildrauschen - Entstehung, Einflüsse und Lösungen

Mittwoch, 10.05.2006 | 14:21 von Verena Ottmann
Jeder hat schon mal falschfarbige Pixel auf Fotos gesehen. Dieses so genannte Bildrauschen kann viele Ursachen haben. Wir haben das Problem untersucht.

Sicher haben Sie schon mal Fotos gesehen, in denen - besonders in den sehr hellen und sehr dunklen Bereichen - bunte Punkte zu sehen sind, die da eigentlich gar nicht hingehörten. Der Fachausdruck für dieses Phänomen ist "Bildrauschen". Es entsteht, wenn nur wenig Licht auf den Bildsensor fällt, sprich bei schlechten Lichtverhältnissen. Dann geben die Photodioden nur eine minimale Energiemenge in Form von Elektronen ab, die die Kamera dennoch als Helligkeitsinformation interpretiert und zu einem – farblich nicht korrekten - Pixel macht.

So entsteht Bildrauschen
Da die Photodioden aber bereits durch Wärme oder auch die Grundspannung des Bildsensors Elektronen absondern, produziert jede Digitalkamera von Haus aus das so genannte Grundrauschen. Dieses fällt bei Tageslicht jedoch nicht so stark auf, da die Energiemenge, die durch das einfallende Licht entsteht, viel höher ist als die, die die zufällig abgegebenen Elektronen produzieren. Sie wird also schlichtweg überdeckt.

Eine weitere Erklärung für Bildrauschen ist die Größe des Bildsensors. Beispielsweise produzieren digitale Spiegelreflexkameras durchweg viel weniger Rauschen als Kompaktkameras. Das liegt daran, dass der Bildsensor bei Letzteren viel kleiner ist. Je kleiner die Fläche des Sensors ist und je mehr Photodioden auf dem Chip enthalten sind (also je höher die Auflösung ist). desto näher liegen die einzelnen Dioden aneinander und desto mehr stören sie sich gegenseitig. Das verstärkt wiederum das Bildrauschen.

Mittwoch, 10.05.2006 | 14:21 von Verena Ottmann
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