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Acer Aspire 7738G im Test

05.02.2009 | 09:00 Uhr |

Quad-Core-CPU und 17,3-Zoll-Display: Das Acer Aspire 7738G tritt als PC-Ersatz an. Wie gut das Notebook das schafft, klärt unser Test.

Wer ein Notebook sucht, dessen Leistung in die Nähe eines aktuellen High-End-PCs kommt, muss sich bei 17-Zoll-Laptops umschauen. Sie haben genug Platz für leistungsstarke Komponenten, die viel Abwärme produzieren. Acer beispielsweise steckt den Quad-Core-Prozessor in das Aspire 7738G mit 17,3-Zoll-Display. Außerdem ist die Mittelklasse-Grafikkarte Nvidia Geforce GT240M an Bord - beste Voraussetzungen also für ein rechenstarkes Notebook. Ganz billig ist das Ganze aber nicht - rund 950 Euro kostet das Acer Aspire 7738G: Dabei bringt das Notebook nicht einmal teurere Komponenten wie ein Blu-Ray-Laufwerk mit.

Tempo des Acer Aspire 7738G
Beim Tempo-Test enttäuschte das Acer Aspire 7738G nicht: Es schaffte gute 129 Punkte im Leistungstest Sysmark 2007. Dieser Test zeigt aber auch, dass die meisten aktuellen Anwendungen nicht von einer Quad-Core-CPU profitieren. Das Acer Aspire 7738G ist daher nicht schneller als ein Notebook mit einem leistungsstarken Dual-Core-Prozessor - zum Beispiel dem Core 2 Duo P8700.
Für Spiele ist das Acer Aspire 7738G gut gerüstet: Auch anspruchsvolle Spiele mit DirectX-9-Effekten bewältigt es flüssig in der maximalen Display Auflösung von 1600 x 900 Bildpunkten - zum Beispiel World in Conflict mit 42 Bildern pro Sekunde. Für DX10-Spiele muss man die Auflösung aber reduzieren - bei 1360 x 768 Bildpunkten lief World in Conflict mit 25 Bildern pro Sekunde.
Ein Nachteil der hohen Rechenkraft: Der Lüfter im Acer Aspire 7738G ist sehr aktiv. Er springt schon bei geringer Systemlast an, unter voller Last hört man ihn mit 1,4 Sone schon deutlich.

Ausstattung des Acer Aspire 7738G
Die Ausstattung des Acer Aspire 7738G ist ordentlich, würde aber den hohen Preis nicht rechtfertigen. Denn 500-GB-Festplatte und DVD-Brenner bekommen Sie auch in deutlich günstigeren 17-Zoll-Notebooks wie das Medion Akoya E7212 zeigt. Bei den Schnittstellen bietet das Acer Aspire 7738G unter anderem vier USB-Anschlüsse. Ein e-SATA-Port für schnelle externe Festplatten fehlt allerdings - und lässt sich auch nicht nachrüsten, da dem Notebook ein Expresscard-Schacht fehlt. Fürs Netzwerk ist das Acer Aspire 7738G dagegen bestens gerüstet: Es bietet Gigabit-LAN, 11n-WLAN sowie Bluetooth.

Display des Acer Aspire 7738G
Der 17,3 Zoll große Bildschirm zeigt 1600 x 900 Bildpunkte - die übliche Auflösung bei dieser Displaygröße. Er ist recht hell, sehr gleichmäßig ausgeleuchtet und zeigt kräftige Farben - mit einem leichten Stich ins Rote. Auch Hauttöne bekommt das Acer Aspire 7738G ganz gut hin und eignet sich deshalb als Notebook für Film- und Foto-Wiedergabe. Enttäuschend für ein Notebook mit großem Display war aber der sehr geringe stabile Blickwinkel.

Tastatur des Acer Aspire 7738G
Die Tasten des Acer Aspire 7738G scheinen über der Tastatur zu schweben. Das sieht hübsch aus, doch die glatte Tastenoberfläche und der recht flache Hub werden nicht jedem Anwender liegen. Der Tastenanschlag ist dagegen angenehm deutlich. In der Tastatur sitzt ein vierspaltiger Ziffernblock.

Akkulaufzeit des Acer Aspire 7738G
Acer packt einen üppigen Akku mit 71 Wattstunden ins Aspire 7738G. Das erhöht das Gewicht: Das Aspire 7738G ist mit 3,34 Kilogramm selbst für ein großes Notebook nicht leicht. Die Akku-Laufzeit fällt mit 3,5 Stunden noch ganz ordentlich aus. Trotzdem ist das Aspire 7738G nicht für unterwegs gemacht - vor allem weil die Rechenleistung des Quad-Core-Prozessors im Akkubetrieb auf der Strecke bleibt.

Fazit
Das Acer Aspire 7738G bietet sattes Rechentempo und ein ordentliches Display. Mit diesem Notebook kann man einen leistungsstarken PC gut ersetzen - besonders günstig ist es aber nicht.

Alternativen: Wer ein günstiges Notebook für den Schreibtisch sucht, aber kein hohes Tempo benötigt, greift zum Dell Inspiron 17 .

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