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Qnap QG-103N QGenie im Test

08.05.2015 | 16:25 Uhr |

Der Qnap QG-103N QGenie ist ein mobiler NAS-Speicher für die Hosentasche. Bei einer Größe eines Apple IPod bietet es die Funktionen einer Netzwerk-Speicherplatte. Allerdings ist der interne Speicher lediglich 32 GB groß.

Qnap will mit dem QG-103N QGenie einen flexiblen mobilen Datenspeicher platzieren, der als Datenzentrale für alle mobilen Geräte eines oder mehrerer Nutzer dient. Dabei soll der Speicher durch das installierte eigene Betriebssystem – ebenfalls QGenie genannt – mehr bieten als etwa mobile WLAN-Festplatten. Die Verbindung zu den mobilen Geräten läuft über die kostenlose App QFile, die für Apple- und Adroid-Geräte verfügbar ist. Mobil ist der Speicher jedenfalls: Mit Abmessungen von lediglich rund 11 x 6 x 1,8 Zentimeter (H x B x T) und einem Gewicht von nur etwa 120 Gramm lässt sich der Qnap QG-103N QGenie bequem überall hin mitnehmen und nutzen. Die Bauhöhe von fast zwei Zentimeter liegt hauptsächlich an der integrierten klobigen Ethernet-Schnittstelle.
 
Schnittstellen: WLAN, Ethernet, USB 3.0 plus SDXC
 
Neben der Ethernet-Schnittstelle besitzt der Qnap QG-103N QGenie einen Einschub für SD-Karten (kompatibel mit SDXC) und eine USB-Schnittstelle nach dem Standard 3.0. Der maximale Speicherausbau über die Schnittstellen liegt dabei bei zwei TB. Die Stromversorgung sichert ein interner Akku mit 3000 mAh. Der Akku versorgt dabei nicht nur das NAS-System selbst mit der nötigen Energie. Im Bedarfsfall dient das Qnap QG-103N QGenie auch als Energieversorger für angeschlossene mobile Geräte wie ein Apple- oder Android-Smartphone. Bei geladenem Akku läuft das Qnap QG-103N QGenie laut Hersteller rund zehn Stunden. In unseren Tests waren es tatsächlich rund acht Stunden. Neben der Speicherfunktion kann das Qnap QG-103N QGenie auch als WLAN-Router für die Verbindung ins Internet dienen. Es lassen sich 20 Geräte synchronisieren, wobei acht gleichzeitig auf den Qnap QG-103N QGenie zugreifen können.
 
In Sachen Geschwindigkeit sollte man keine Wunderdinge erwarten. Schnell bekommt man Daten nur über die USB-3.0-Schnittstelle auf den integrierten 32-GB-SSD-Speicher. Deutliche Tempolimits zeigen sich bei der Ethernet-Schnittstelle, die lediglich Fast Ethernet mit 100 MBit/s bietet. Noch langsamer ist die Übertragung per WLAN nach dem 802.11n-Standard.
 
Einfache Konfiguration und Nutzung
 
In der Praxis hinterlässt der Qnap QG-103N QGenie einen ausgereiften Eindruck. Die Einstellungen und Statusmeldungen sind über den kleinen Bildschirm einsehbar. Die Konfiguration, Bedienung und Nutzung des Qnap QG-103N QGenie geht damit schnell und einfach über die Bühne.
  Fazit: Der NAS-Speicher Qnap QG-103N QGenie hinterlässt im Test einen guten Eindruck. Es bietet viele Funktionen, lässt sich einfach bedienen und bequem mobil einsetzen. Gleichzeitig gibt es wegen der verbauten Netzwerk-Schnittstellen Limitierungen hinsichtlich der Übertragungsraten. Zudem stellt sich die Frage, warum man einen mobilen NAS-Speicher mit lediglich 32 GB nutzen soll. Jedes moderne Apple- oder Android-Smartphone mit SD-Einschub und optionale WLAN-Festplatten bieten deutlich mehr Speicher sowie ähnliche Funktionalität. Der Preis von rund 125 Euro geht in Ordnung.

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