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Gigabyte Radeon HD5670 1024MB im Test

08.07.2010 | 11:11 Uhr |

Die Gigabyte Radeon HD5670 1024MB lockt mit einem günstigem Preis und DirectX-11-Unterstützung. Der Test klärt, ob die Grafikkarte Schnäppchenpotential hat.

Anschlussfreudig: Die Gigabyte Radeon HD5670 1024MB besitzt je einen DVI-, HDMI- und VGA-Ausgang
Vergrößern Anschlussfreudig: Die Gigabyte Radeon HD5670 1024MB besitzt je einen DVI-, HDMI- und VGA-Ausgang
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Besonderheit: Die Gigabyte Radeon HD5670 ist das bisher einzige Modell im Testfeld, dass keine zusätzliche Stromversorgung benötigt. Da die Grafikkarte auf dem AMD-Grafikprozessor ATI Radeon HD 5670 basiert, konnte sie auch mit dem bisher niedrigsten Stromverbrauch punkten. Zudem ist das Gigabyte-Modell mit einer Länge von 17 Zentimetern auch die bis dato kürzeste Grafikkarte im Test.

Multimedia-Leistung: Die Gigabyte Radeon HD5670 wandelte ein 1080p-Video im H.264-Format (Container: MKV) genauso schnell für die iPhone-Wiedergabe um wie Karten auf Basis des AMD-Grafikchips ATI Radeon HD 5770. Für die Transcodierung eines MPEG-2-Videos benötigte das Gigabyte-Modell hingegen etwas länger als die 5770-Konkurrenz. 1080p-Videos in den Formaten Divx (AVI) und VC-1 (WMV) konnte die Gigabyte Radeon HD5670 allerdings nicht via Grafikchip fürs iPhone herunterrechnen, weil der ATI Stream entweder das Komprimierungs- oder das Container-Format (noch) nicht unterstützt. Dafür decodierte der Videoprozessor der Gigabyte Radeon HD5670 nahezu im Alleingang hoch aufgelöste Videos und entlastete so die CPU fast vollständig. Nur bei der Wiedergabe eines 1080p-Divx-Videos war der Prozessor mit 8 Prozent ein wenig gefordert.

Spiele-Leistung: Die Gigabyte Radeon HD5670 bot in der 1680er-Auflösung bei allen Spieletests unter Direct X 9 und 10 durchschnittliche Bildwiederholraten von über 30 Bildern pro Sekunde. Flüssige Bildraten unter DirectX 11 waren hingegen mit dieser Auflösung nicht möglich. Der synthetischen Leistungstest "Unigine Heaven Benchmark" ruckelte selbst bei mittlerer Bildqualität (1xAA, 4xAF, shaders: high, Textures: high, Tesselation: aus) deutlich.

Ausstattung: Die Video-Ausgänge der Gigabyte Radeon HD5670 decken mit DVI, HDMI und VGA die wichtigsten Monitor-Anschlüsse ab. Zudem besitzt das Gigabyte-Modell zwei Crossfire-Buchsen, so dass Grafikkartenverbunden mit mehreren Karten nichts im Wege steht. Deprimierend ist hingegen der Lieferumfang der Gigabyte Radeon HD5670: Abgesehen von der Treiber-CD und einer einseitigen Betriebsanleitung herrscht im Verpackungskarton gähnende Leere.

Umwelt & Gesundheit: Die Gigabyte Radeon HD5670 war die bis dato sparsamste Grafikkarte im Test. Allerdings ist das keine große Kunst, da sie sich bisher nur mit Grafikkarten messen musste, die leistungsstärkere und damit stromhungrigere Grafikprozessoren wie den ATI Radeon HD 5770 und den Nvidia Geforce GTS 250 einsetzen. Zudem war die Gigabyte Radeon HD5670 mit maximal 1,4 Sone die bisher leiseste Grafikkarte im Test, was diesmal nicht nur auf den gedrosselten Grafikprozessor, sondern auch auf die gelungene Kühler-Lüfter-Kombination zurückzuführen ist.

PC-WELT-Preis-Leistungs-Sieger: Gigabyte Radeon HD5670 1024MB
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Fazit: Die Gigabyte Radeon HD5670 ist ein gelungener Kompromiss. Sie bietet eine solide Multimedia-Leistung und stellt Gelegenheitsspieler zufrieden, die maximal einen 22-Zoll-Bildschirm ansteuern wollen und auf DirectX-11-Grafikpracht verzichten können. Gleichzeitig verbraucht Sie wenig Strom und arbeitet für eine Grafikkarte recht leise. Die ausgewogene Vorstellung und der günstige Anschaffungspreis machen die Gigabyte Radeon HD5670 zum Preis-Leistungs-Sieger von PC WELT unter den Grafikkarten bis 200 Euro.

Alternativen: Für 40 Euro Aufpreis bekommen Sie mit der HIS Radeon HD 5770 IceQ 5 eine Grafikkarte, die auch DirectX-11-Spiele in guter Bildqualität ruckelfrei darstellen kann.

Alle Testergebnisse zur Gigabyte Radeon HD5670 1024MB finden Sie im Artikel "10 Grafikkarten im Test" in PC WELT, Ausgabe 8/2010. Bereits erschienene PC-WELT-Ausgaben lassen sich im Heftarchiv der PC-WELT als ePaper herunterladen.

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