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Samsung MMDOE56G5MXP-0VB

17.03.2009 | 20:38 Uhr |

Preisalarm: Pfeilschnelle Solid State Drives waren bisher sündhaft teuer. Mit dem 256-GB-Modell Samsung MMDOE56G5MXP-0VB hatten wir nun erstmals eine MLC-SSD mit sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis im Test.

Maximum: Die Samsung MMDOE56G5MXP-0VB bietet mit 256 GB nicht nur die höchste Kapazität aller bisher getesteten Solid State Drives, sondern klotz auch bei der Ausstattung. Satte 128 MB Pufferspeicher bietet die Flash-Speicher-Festplatte mit SATA/300-Schnittstelle - viermal so viel wie die bisherige Spitzenreiterin in dieser Wertungskategorie, die Samsung MCCOE64G5MPP-0VA . Zudem erreicht das 256-GB-Modell von Samsung Praxis-Transferraten, die neue Maßstäbe für SSDs mit der Technik Muli Level Cell (MLC) setzten. Das komplette Maxi-Paket bietet Samsung obendrein zum Mini-Preis an.

Preis: SSDs mit MLC-Flashspeicher sind deutlich günstiger zu haben als Varianten, die auf die Technik Single Level Cell (SLC) setzen. Das untere Preisende der MLC-SSDs mit circa 2,50 Euro pro Gigabyte markierten bisher Einsteiger-Modelle wie die G.Skill FM-25S2S-128GB , die Standard-Technik verwenden und dadurch im Alltagseinsatz kaum schneller sind als herkömmliche 2,5-Zoll-Laufwerke. Für MLC-SSDs wie beispielsweise die Intel X25-M SSDSA2MH080G1 , die im Praxiseinsatz spürbare Tempovorteile gegenüber klassischen Scheibendrehern bieten, mussten Sie hingegen mindestens das Doppelte pro Gigabyte anlegen.

Samsung offeriert mit der MMDOE56G5MXP-0VB nun Top-Tempo zum Einsteigerpreis: Die nutzbare Kapazität des 256-GB-Modells beträgt nach NTFS-Formatierung 238,7 GB. Damit kostet das Gigabyte bei einem Straßenpreis von aktuell knapp 650 Euro nur 2,72 Euro. Das ist sehr günstig. Auf der anderen Seite hat eine Festplatte, für die Sie den Gegenwert eines guten Mittelklasse-PCs berappen müssen, natürlich einen stolzen Preis. Dafür holen Sie sich aber auch einen ausgesprochen robusten, geräuschlosen und Strom sparenden Massenspeicher in Ihr Notebook oder Ihren High-End-PC, der in der Praxis zwei bis dreimal so schnell Daten verarbeitet als ein ferromagnetisches Laufwerk.

Hausgemacht: Neuer Controller (oben), fetter Cache (darunter) und schnelles MLC-Flash (rechts)
Vergrößern Hausgemacht: Neuer Controller (oben), fetter Cache (darunter) und schnelles MLC-Flash (rechts)
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Ausstattung: Samsung verbaut in der MMDOE56G5MXP-0VB komplett eigene Technik. Die Solid State Drive arbeitet mit 16 Flash-Speicherchips des Typs Samsung 846 K9MDGZ8U5M SCK0, die eine Kapazität von jeweils 16 GB aufweisen. Sechs Flash-Chips beherbergt die Vorderseite der SSD-Platine, zehn die Rückseite. Der SATA/300-Controller ist eine Neuentwicklung von Samsung und trägt die Bezeichnung Samsung S3C29RBB01-YK40. Der Cache-Baustein zur Datenpufferung besteht aus dem 128 MB großem DDR-SDRAM-Chip Samsung K4X1G323PD-8GC6 .

Der Energieverbrauch der 256-GB-Festplatte im Bereitschaftszustand ist laut Samsung mit 0,15 Watt der drittniedrigste Wert aller bisherigen Testteilnehmer. Beim Zugriff soll sich die Samsung MMDOE56G5MXP-0VB deutlich stromhungriger zeigen: Mit 1,5 Watt hat das Samsung-Modell den viertschlechtesten Wert aller bisher getesteten SSDs. Den Vergleich zu herkömmlichen 2,5-Zoll-Festplatte muss die Samsung-SSD aber nicht scheuen - die Scheibendreher benötigen in der Spitze bis zu 6 Watt. Die mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen (Mean Time Between Failures, MTBF) liegt laut Hersteller bei einer Million Stunden. Für eine SSD ist das wenig, andere Modelle bieten 1,5 oder sogar 2 Million Stunden. Für klassische Scheibendreher der 2,5-Zollklasse sind übrigens 0,6 Millionen Stunden ein gängiger Wert.

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