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Praxistest: Samsung SGH-P310

Samsung fasst sich ein Herz für den männlichen Design-Geschmack: Keine blumigen Verzierungen, kein tiefer Griff in den Farbtopf und keine gewagten Materialexperimente. Das SGH-P310 ist ein gänzlich schwarzes Mobiltelefon, wird von einem glänzenden, silberfarbigen Metallrahmen umrundet und bietet einen extravagant-schlichten Formfaktor, der an einen Pocket-Taschenrechner erinnert.

Das optische Ergebnis sieht, nicht zuletzt dank des komplett überarbeiteten Tastaturlayouts, noch einen Zacken nobler aus als das Vorgängermodell P300. Statt frei stehender Einzeltasten liegen die flachen Tasten direkt nebeneinander, und die Funktion des vierkantigen 4-Wege-Steuerkreuzes wird nunmehr von einem runden Joypad übernommen; Retro-Look ade. Unverständlich bleibt, warum die Mitte des Pads nicht als OK-Taste fungiert, wie man es von vielen anderen Handymodellen gewohnt ist. Ausreichend groß dimensioniert und mit einem einwandfreien Druckpunkt ausgestattet, gelingt das Verfassen von Kurzmitteilungen gut, zumal die Reaktionsgeschwindigkeit der T9-Eingabehilfe deutlich höher liegt als bei manchem Konkurrenten. Allerdings erfordert die ungewohnte 3 x 4-Anordnung eine gewisse Einarbeitungszeit, ehe der Daumen mit schlafwandlerischer Sicherheit über die Knöpfe wandert. Weitere Auffälligkeit: Die beiden oberen Softkeys weichen berührungsempfindlichen Tastsensoren a la LGs Chocolate bzw. Samsungs E900. Die sehen zwar elegant aus, sind aber wegen ihrer schmalen Abmessungen etwas fummeliger zu bedienen und reagieren erst nach einer kurzen Verzögerung.

Bedingt durch die breite Bauweise setzt auch das SGH-P310 auf die ungewöhnliche 3x4-Anordnung der Zifferntastatur. Dem fügt sich das hochauflösende und gut ablesbare TFT-Display im TV-gerechten 4:3-Format, das Samsung auf 240x320 Pixel Auflösung aufstockt. Nahezu 1:1 haben die Macher das rabenschwarze Lederetui übernommen, dessen Rückseite ein Guckloch für die Kameralinse offen lässt. Dieses Klappetui sieht nicht nur nobel aus, es schützt den Funker auch wirkungsvoll vor Kratzern, und sorgt dank eines integrierten 1500mAh starken Lithium-Polymer-Zusatzakkus für eine gehörige Portion Extrastrom.

Dass Samsung ein äußerst hohes Niveau in puncto Verarbeitung erreicht, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Beim SGH-P310 geben sich die Fernöstler keine Blöße: Die Mixtur aus Hartplastik und Metallrahmen wurde überaus präzise gefertigt, ein unfreiwilliger Fall aus Brusthöhe steckt der Koreaner mühelos weg. Wer rund 400 Euro (Straßenpreis) für das Handy auf den Tisch legt, bekommt neben dem Lederetui noch ein optisch passendes Headset, eine PC Suite sowie ein USB-Kabel dazu.

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