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Praxistest: Samsung SGH-D900

06.10.2006 | 09:30 Uhr

Gemäß dem neuen Schlankheitswahn des Herstellers erreichte uns Samsungs SGH-D900 in einer flachen Verpackung. Der Lieferumfang ist weniger dünn: Neben Handy, Akku und Netzteil findet der Käufer ein Datenkabel, ein Stereoheadset und jede Menge Lektüre. Am Rande liegt eine CD-ROM mit Samsungs Software PC Studio, eine Speicherkarte haben die Koreaner ihrem Handy leider nicht spendiert.

Lieferumfang / Verarbeitung

12,9 Millimeter misst das D900 in Tiefenrichtung und musste viel Sport treiben, um so schlank zu werden ? übrig blieben ausschließlich Muskeln! Was in der Tiefe fehlt, geht in die Breite: mit 104x51mm Fläche würde sich jeder Stachelrochen über das Handy freuen, wenn er nur Ohren zum Telefonieren hätte. Aufgeschoben liegt das D900 beim Telefonieren gut in der Hand und am Ohr und passt mit lediglich 93 Gramm Gewicht in jede noch so enge Hemd- und Hosentasche. Trotz guter Materialwahl und wirklich sauberer Verarbeitung geht vom SGH-D900 aber bei weitem nicht der Coolness-Faktor aus, den der Ultraslim-Pionier Motorola mit seinem neuen Slider RIZR versprüht. Der Slider wird auf Aluminiumschienen geführt und gleitet sanft und elegant auf und zu, ein Federmechanismus unterstützt den Vorgang ab der Hälfte der Strecke. Der Akkudeckel in Ultraslim-typischer Einzelbauweise wird in Kopfrichtung vom Handy abgezogen und sitzt stramm an seinem Platz, wenn man ihn wieder aufs Gehäuse drückt. Samsung versteht es, seine Geräte so herzustellen, dass selbst unter gut dosiertem Druck nahezu keine Knarzgeräusche zu provozieren sind.

240x320 Pixel und 262.144 Farben gehören zum guten Ton des Multimedia-Handybaus. Auch beim D900 erscheinen Bilder und Texte gestochen scharf und Fotos äußerst brilliant. Leider wird die Ablesbarkeit bei Sonneneinstrahlung deutlich verringert: die Schutzscheibe über dem Display ist nicht entspiegelt und die Anzeigekomponente nicht transflektiv ausgelegt. Ärgerlich: nach vier Wochen bemerkten wir auf dem Display unseres Testmusters einen ersten Pixelfehler. Beim Tastaturdesign orientiert sich Samsung am SGH-D820: Die Zifferntasten liegen zwar planar auf gleicher Höhe mit dem Slidergehäuse, lassen sich aber dank unterschiedlicher Materialwahl ausgezeichnet erfühlen. Bei extrem kurzen Tastenhub bietet jeder Drücker einen klaren und knackigen Duckpunkt. Direkt unterhalb des Displays findet man eine breit angelegte Funktionstastenfläche, die großzügig bemessene Softkeys und Telefonietasten sowie eine gut zugängliche Löschentaste (C) und einen schmalen 5-Wege-Navkey aufweist. Display- und Tastaturbeleuchtung lässt keinen Frust aufkommen: alle Zifferntasten sind gleichmäßig illuminiert, auch die am äußeren Rand liegenden Tasten werden konsequent mit Licht versorgt.

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