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Praxistest: Samsung SGH-D840

"Ästhetik bekommt einen neuen Namen" Die Eigenbeschreibung der Koreaner zum SGH-D840 ist zwar reichlich übertrieben, doch zweifellos spielt der Metallslider mit seiner chromglänzenden Hülle ganz vorne in der Liga der Fashion- und Designhandys mit, in der sich vor allem LG mit seinem Megaseller KG800 Chocolate einen Namen gemacht hat.

Der Metallsaum trägt mit Sicherheit seinen Teil dazu bei, dass das SGH-D840 stattliche 100 Gramm auf die Waage bringt - da sich die Masse gleichmäßig auf die gesamte Fläche verteilt, wird damit aber nur die Geschmeidigkeit des Handys perfektioniert. Gezielt gleitet das Oberteil in seinen Führungsschienen auf und zu, in gewohnter Weise gestützt durch einen weichen aber präzise arbeitenden Federmechanismus. Und neben der Materialwahl macht auch das Design den schlanken Slider zu einem technischen Schmuckstück, das man gerne mit sich herumträgt.

Dass das SGH-D840 mit nur 11,9mm Tiefe ultraflach geraten ist und bequem in jede Hemd- und Hosentasche passt, sieht man auf den ersten Blick. Auffällig ist eher die Breite des Gerätes: sanft abgefaste Metallkanten ziehen das mit 51mm ohnehin schon breite Gehäuse optisch zusätzlich auseinander. Abgerundet, extrem flach und breit - Freunde aufgemotzter Sportwagen bekommen ein Handy an die Seite gestellt, das perfekt mit ihrem tiefer gelegten PS-Monster harmoniert. Den Edelslider deswegen als Männerhandy abzustempeln, wird dem metallenen Begleiter allerdings nicht gerecht, denn die sanfte Farbgebung dürfte beiderlei Geschlechter ansprechen. Schade nur, dass der Lieferumfang genauso ultraschmal wie der Slider ausfällt: neben dem obligatorischen Netzteil findet man in der Packung lediglich ein kabelgebundenes Headset und die Bedienungsanleitung. Ein Datenkabel sucht man vergeblich - wer den Slider mit einem PC verbinden möchte, muss entweder auf Bluetooth setzen oder entsprechendes Zubehör kaufen.

Der schöne Schein kommt auch beim SMS-Tippen zum Tragen: die metallisch glänzenden Tasten sind RAZR-ähnlich planar ausgeführt. Die horizontalen Abgrenzungen untersteichen zwar die edle Optik, tragen aber kaum zur Verbesserung der Erfühlbarkeit bei. Und da Samsung komplett auf vertikale Tastaturabgrenzungen verzichtet, gestaltet sich das das "blinde" Tippen von Kurznachrichten als mehr oder minder qualvoll. Auch beim Display muss der Nutzer einen Tribut an das Glanzdesign zahlen, das bei direkter Sonneneinstrahlung mit starken Reflexionen die Ablesbarkeit erschwert. Davon abgesehen überzeugt das Bildschirmchen mit hoher Auflösung (240x320 Pixel), hervorragenden Helligkeits- und Kontrastwerten sowie guter Ablesbarkeit unter seitlichen Blickwinkeln. Die rückseitig verbaute Digitalkamera wird von einer glänzenden, transparenten Abdeckung geschützt. Der Akkudeckel sitzt bombenfest an seinem Platz und auch die Integrität des Gehäuses kommt ohne breite Spalte zwischen den Gehäusebauteilen aus. Staub und Schmutz haben beim SGH-D840 fast keine Chance, in bewegliche Teile oder gar unter die Displayabdeckung zu gelangen. Dafür bleibt das Luxusproblem aller Hochglanzhandys auch dem SGH-D840 nicht erspart: bereits nach kurzer Benutzung ist die Front von deutlich sichtbaren Fingerabdrücken übersät.

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