Praxistest: Nokia 5500

In der silberfarbigen Box liegt erwartungsgemäß ein betont robustes Handy, bei dem wuchtiges Hartplastik, Gummi und neuerdings auch eine Metallumrandung auf der Frontseite das optische Konzept dominieren. Kein Wunder, schließlich müssen wahre Outdoor-Handys auch gegen derbe Stöße und Spritwasser geschützt sein. Auffällig sind dabei die leichte Taillierung auf Höhe der Steuertasten sowie der farbliche abgesetzte Streifen (beim Testgerät knallgelb), der sich einmal komplett um das Display zieht. Ansonsten wurde das 5500 eher schlicht gehalten, denn weder beim Tastaturlayout noch bei der Gestaltung des Steuerblocks griffen die Macher großartig in die Trickkiste - wozu auch, schließlich steht beim 5500 eher Funktionalität im Vordergrund.
Um vor agressivem Wasser wirksam geschützt zu sein, lagern der Akku, die SIM-Karte sowie der Wechselspeicherkarten-Slot unter einer Gummischutzlasche. Grundsätzlich eine praktikable Lösung, die allerdings zwei Schönheitsfehler hat. Erstes Problem: Um den Deckel zu entfernen, muss man den Verschluss um 90 Grad drehen, was ohne Hilfsmittel nahezu unmöglich ist. In der Praxis hat sich eine 1 Cent-Münze als probater Dietrich erwiesen. Zweites Problem: Nach mehrmaligem Öffnen leiert die Gummilasche so stark aus, dass sie an der Unterseite nicht mehr bündig mit der Oberschale abschließt - also ausgerechnet über der Stelle, wo alle Anschlüsse liegen! Wer mit dem Finnen waghalsigere Schwimmexperimente durchführen möchte, dürfte am Handy nicht lange Freude haben. Das ist allerdings auch der einzige Schwachpunkt im Bereich Verarbeitung, denn ansonsten ist der Sportler tadellos in Schuss: er steckt selbst größere Fallhöhen mit einem müden Lächeln weg.

Oberhalb der insgesamt sechs Steuertasten plus Joypad liegt ein 262K-TFT-Display, das dank der gehobenen Auflösung von 208 x 208 Pixel sehr kontraststark und farbintensiv abbildet. Bei einer Größe von nur 3,0 x 3,0 cm kommen die Schriftzeichen allerdings eher mickrig rüber. Wie es sich für ein Outdoor-Handy ziemt, gehören einige Zugaben zum Gesamtpaket dazu. Neben einem hochwertigeren Headset mit einem externen Clip zum Steuern der Musik-Player-Funktionen, liegen auch ein USB-Kabel sowie ein Gürtelclip bei. Wer also mit dem Nokia 5500 joggen und dabei seine musikalischen Fähigkeiten nutzen möchte, ist vom Start weg bestens gerüstet, zumal auch eine 64 MB große microSD-Karte samt Adapter in der Verpackung liegen ? das reicht immerhin für rund 16 Lieblingslieder.

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