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Motorola Rokr E8

10.09.2008 | 07:30 Uhr |

Für ein Musikhandy packt Motorola ein erstaunlich billiges Headset zum Lieferumfang, der Rest ist Standard.

Solange der neueste Vertreter aus Motorolas Rokr-Serie nicht angeschaltet ist, erinnern Oberflächenbeschaffenheit und Farbe an poliertes Lavagestein. Die Frontseite ist nahezu spiegelglatt, nur die winzigen Plastiknoppen der Tasten heben sich leicht daraus hervor. Auch wenn das Design herausragend ist: man sollte nicht vergessen, dass Nokia im ähnlich großen Business-Smartphone E71 zusätzlich eine Volltastatur, Wlan, GPS und 3G-Funk untergebracht hat.

Wenn man sich die Rückseite, die aus griffigem Kunststoff besteht, allerdings genauer anschaut, bekommt man einen Schreck. Sogar beim Schmuckstück Rokr E8 greift der Hersteller auf die Billiglösung zurück und bohrt für die Kameralinse einfach ein Loch in den Akkudeckel. Staub und Krümel können so ungehindert in Gehäuseinnere gelangen. Der Rest ist dagegen bestens verarbeitet. Auf der rechten Geräteseite befinden sich der Anschluss für das Ladekabel und eine Tastensperre, die gleichzeitig als Powerknopf dient. Auf der Oberseite thront der 3,5-Millimeter-Eingang für die Kopfhörer. Beide Anschlüsse liegen gut geschützt unter Plastikklappen.

Das Display des E8 ist mit einer Diagonale von 2 Zoll außerordentlich klein. Immerhin bietet es die Standardauflösung von 320x240 Pixeln, alle Bildschirminhalte werden sehr hell und scharf angezeigt. Die glatte Fläche mit den Zifferntasten unter dem Mini-Display ist komplett berührungsempfindlich. Deren Bedienung ist ungewöhnlich konzipiert, aber schnell gelernt. Eine kräftige Vibrationsbestätigung für jeden Tastendruck ersetzt ohne Probleme das herkömmliche physische Feedback. Leider ist das dabei entstehende Geräusch deutlich wahrnehmbar. Abschalten lässt es sich leider nicht. Im Player- oder Kameramodus werden jeweils andere Symbole zur Bedienung eingeblendet. Zusätzlich soll der halbrunde Steuersensor, das so genannte Omega-Wheel, bei der Bedienung des Rokr E8 behilflich sein. Wenn man mit dem Daumen darüber streicht, kann man in den Menüs schnell von A nach B navigieren. Das geht aber entweder zu schnell oder zu langsam. In den Einstellungen gibt es leider keine Möglichkeit, die Sensibilität anzupassen. Das Resultat: Mit den einfachen Richtungstasten ist man viel schneller in den Menüs unterwegs.

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