Praxistest

LG KS20

Schon die aufwändige Verpackung zeigt, dass das KS20 in der Smartphone-Oberliga zu Hause ist. Außen- und Innenseite der Schachtel sind mit einem glänzenden schwarzen Karomuster überzogen, im Innern betont ein roter Akzent den gehobenen Anspruch. Die Ausstattung erreicht aber gerade mal die Standardmarke. Zwar freut man sich über die Möglichkeit, einen 3,5 Millimeter Klinkenanschluss per mitgeliefertem Adapter mit dem eigenem Lieblingskopfhörer bestücken zu können, trotzdem sind Ladegerät, Datenkabel, Kurzanleitung und ausführliche Bedienungsanleitung samt CD-Rom nicht gerade großzügig. Eine microSD-Karte sucht man vergeblich.

Doch die Miene hellt sich wieder auf, wenn der Blick auf das Handy fällt. Beim KS20 wurde ein klavierlackschwarz glänzendes Gehäuse um einen großen Touchscreen herum gebaut. Das minimalistische Design erinnert stark an das modische Prada-Phone und andere Touchscreen-Handys. Eine kantige Linienführung lässt das KS20 allerdings seriöser als Apples iPhone oder Samsungs Qbowl erscheinen. Die geringen Ausmaße von 99,5x58x12,8 Millimetern machen es darüber hinaus portabler als die meisten Touchscreen-Kollegen. Da es dazu noch bestens verarbeitet ist, verströmt es mehr als nur einen Hauch von Verlässlichkeit. Unser Testgerät wurde uns mit einem Vodafone Branding geliefert, was schon durch den Schriftzug unterm Display ersichtlich ist.

Angeschaltet strahlt einen der große 3 Zoll-Bildschirm an, der mit einer Auflösung von 240x320 Pixeln etwas unterversorgt ist, aber noch genug Platz hat, um etwa 12 Zeilen Text im Hochformat darzustellen. Die virtuelle Tastatur, die der Touchscreen anbietet, stellt die einzige Möglichkeit dar, Texte einzugeben. Sie ist außerordentlich klein geraten, so dass an eine Eingabe per Finger oder auch Daumennagel nicht zu denken ist. Der Stylus muss bei längeren Nachrichten also immer gezückt werden. Der kleine Joystick aus gebürstetem Aluminium, der geschickt unter dem Display platziert wurde, hat vor allem eine Funktion: gut aussehen. Benutzen wird man ihn nur selten, da Bildlaufleisten und andere Touch-Bedienelemente meistens schneller zu erreichen sind. Die obligatorische Lautstärkewippe und die Tasten für den Kickstart von Browser und Kamera, die LG an den Seiten platziert, sind ebenfalls schnell und bequem zur Stelle.

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (0)
167788