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HTC Touch Diamond / o2 Xda Diamond / Mda Compact IV

Auf den ersten Blick wirkt alles sehr edel an dem ultrakompakten Smartphone, dessen Hardware im Moment das maximal Mögliche in der Mobilfunkbranche markiert. Im Praxistest fühlen wird dem HTC Touch Diamond auf den Zahn.

Auf den ersten Blick wirkt alles sehr edel an dem ultrakompakten Smartphone, dessen Hardware im Moment das maximal Mögliche in der Mobilfunkbranche markiert. Zusammengehalten wird das Touch Diamond von einem schwarzen Rahmen aus rostfreiem Stahl. Gerade mal 11,33 Millimeter ist es hoch und damit um das Drittel eines Millimeters flacher als das iPhone. Der Bildschirm besteht aus getemperten Glas unter einer speziellen Plastik-Oberfläche, in welche die Sensoren für die Bedienung mit dem Daumen oder einem Stylus eingelassen sind. Dadurch ist er extrem bruchfest. Nur die Rückseite besteht aus schnödem Plastik. Hier unterscheiden sich die Diamond-Varianten: wo das Original von HTC mit glänzendem Klavierlack in Diamant-Struktur überzogen ist, findet man beim Xda Diamond nur matten, glanzlosen Kunststoff. In Verbindung mit den ergonomisch abgerundeteten Kanten sorgt der aber dafür, das das Smartphone überaus griffig in der Hand liegt.

Sehr erfreulich ist außerdem, dass das Highend-Smartphone von HTC nur 110 Gramm auf die Waage bringt. Zum Vergleich: das iPhone wiegt 135 Gramm. Allerdings ist das Diamond nicht so sauber verarbeitet wie das Apple-Handy. Schnell drängt sich der Verdacht auf, dass an den Übergängen zwischen Rahmen und Rückschale eventuell Staub oder Feuchtigkeit eindringen können. Die vier Bedienknöpfe sind auf einer Wippe angebracht, die beim Drücken ins Gehäuse gepresst wird. Auch dort entsteht der Eindruck, dass Feuchtigkeit hinein kommen könnte. Hinzu kommt, dass der miniUSB-Anschluss völlig ungeschützt offen liegt, da HTC auf eine Kunststoffklappe verzichtet. Immerhin ist es die einzige Gehäuseöffnung, da der Anschluss die Kopfhörer sowie PC- und Ladekabel schluckt.

Der VGA-Touchscreen ist fraglos ein großes Highlight des Diamond. Bei 480x640 Pixeln wirkt die Darstellung so scharf, dass die Buchstaben wie bei einer gedruckten Zeitschrift aussehen. Maximal 65.536 Farben werden angezeigt, eine transflektive Beschichtung garantiert auch bei hellem Außenlicht gute Ablesbarkeit. Ob beim Schreiben, Surfen oder YouTube schauen, die Anzeige des Diamond ist in jeder Situation herausragend. Unter dem Touchscreen findet man einen Navkey, der von vier Tasten flankiert wird. Den sollte man aber nicht für die Navigation durch die Menüs nutzen - Druckflächen und Druckpunkte sind so schwammig, dass man immer erst nach dem zweiten Versuch eine Taste trifft. Mit der Eingabe über den Touchscreen ist man in jedem Fall besser beraten. Die virtuelle Tastatur, die beim Schreiben eingeblendet wird, ist aber etwas unpraktisch, denn sie füllt fast den gesamten Bildschirm aus und verdeckt das zu bearbeitende Textfeld. So wird bei der Einrichtung eines Email-Postfaches das Passwortfeld komplett überdeckt. Dafür gibt es drei verschiedene Bildschirmtastaturen, so dass man bei den Varianten mit den großen Knöpfen auch auf den Stylus verzichten kann.

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