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Praxistest: Blackberry 8100 Pearl

Im Lieferumfang des Pearl findet man neben einem Netzstecker auch zwei Adapter, mit denen man das Smartphone in Australien und Japan mit Strom versorgen kann. Neben einer microSD-Karte mit 128 MByte Kapazität erhält der Kunde ein kabelgebundenes Stereoheadset und ein USB-Datenkabel. Unerfreulich: die 270 Seiten lange Bedienungsanleitung steht nur als PDF-Datei zur Verfügung.

Der Name ist Programm: Die Schale des 8100 glänzt den Nutzer in schwarzem Klavierlack an, der durch edle Chromapplikationen an den Gehäuseseiten durchbrochen wird. Der flache, abgerundete Formfaktor (107x50x15 mm) macht das Handy zum Handschmeichler und lässt es geschmeidig in der Tasche verschwinden, in die es mit nur 88 Gramm Gewicht keine Beulen schlägt. Weniger gut als die Optik gefiel uns die Verarbeitung des Kanadiers. Ein leichter Druck genügt, um den Akkudeckel vom Gehäuserücken zu lösen - hier sollte man also im Alltag ein wenig Vorsicht walten lassen. Obwohl der dünne Deckel nicht besonders vertrauenserweckend scheint und zu allem Überfluss eine Menge Staub und Fusseln ins Geräteinnere gelangen lässt, kann man dem Pearl auch bei festerem Druck keine Knarzgeräusche entlocken.

Das Display zeigt auf 240x260 Pixeln bis zu 65.536 Farben; fürs mobile Office und Multimediaanwendungen reicht das vollkommen aus. Denn wichtiger als Auflösung und Farbtiefe sind Leuchtkraft und Kontrast und davon bietet das 8100 eine gelungene Mischung. Einziger Kritikpunkt: das Display ist nicht transflektiv ausgelegt, was bei bei direkter Sonneneinstrahlung die Ablesbarkeit beeinträchtigt. Die Tastatur ist ein Kompromiss aus Design und Funktion: heraus kommt eine platzsparende Grundtastatur mit 20 Tasten, die eine vollwertige QWERTZ-Tastatur abbilden. Texte lassen sich mit Hilfe von RIMs SureType-Algorithmus eingeben, der Wörter anhand eines lernfähigen Wörterbuchs erkennt und vervollständigt. Ist das gewünschte Wort zu exotisch, tippt man solange, bis der Blackberry das Zielwort nicht mehr kennt und tastet sich dann buchstabenweise weiter vor. Eine Tastenwippe an der rechten Seite kompensiert das legendäre Scrollrädchen älterer Blackberry-Generationen und weicht dem zentralen Bedienelement, dem das Pearl seinen Namen verdankt. Mittig unter dem Display thront ein Trackball, der sehr empfindlich reagiert, zugleich aber eine überraschend präzise und intuitive Steuerung aller Smartphone-Funktionen zulässt. An eine mausähnliche Steuerung sollte man jetzt natürlich nicht denken, denn auch der Trackball kennt nur vier mögliche Bewegungsrichtungen.

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