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Power Producer 4 Next-Gen

27.12.2006 | 08:30 Uhr |

Mit dem Power Producer 4 Next-Gen lassen sich HD-DVDs und Blu-ray-Disks erstellen. Wie gut das der Power Producer bewerkstelligt, zeigt unser Test.

Bereits die Installationsroutine besticht durch einen übersichtlichen Aufbau, im Test zeigten sich keine Fallstricke. So ist die Aufforderung zur Registrierung zu verschmerzen. Auch die Software selbst zeigt sich sehr bedienerfreundlich. Das Start-Fenster ist aufgabenorientiert gestaltet. Im unteren Bereich des Fensters wird die jeweilige Funktion anschaulich erklärt. Zum Erstellen einer eigenen Scheibe wählt man „Movie-Disc produzieren“. Etwas verwirrend: Um Diashows zu erstellen, muss man ebenfalls diese Aufgabe wählen. Nach Auswahl des Speichermediums - die aktuelle Version unterstützt neben CD- und DVD-Formaten auch Blu-ray (mit Zertifizierung) und beschreibt HD-DVDs - lassen sich Video-Dateien und Bilder in üblichen Formaten importieren. Alternativ kann Material von Camcordern aufgezeichnet werden.

Der Video-Import von einer HDV-Kamera klappte im Test reibungslos. Zuschneiden, Zusammenführen und Teilen von Clips erledigt Power Producer selbst, für weitere Arbeiten ist Power Director 5 Express zuständig. Damit lassen sich Helligkeit, Kontrast, Farbton und Sättigung anpassen, verwackelte Aufnahmen stabilisieren oder Effektvorlagen auf das Ausgangsmaterial anwenden. Die Integration des Schnittprogramms in Power Producer ist gut gelungen. Das 16:9-Format wird in der aktuellen Version von Power Producer durchgängig unterstützt. Nun sind auch Menüs im Breitbild-Format machbar. Man kann sogar 16:9- und 4:3-Material gemeinsam auf einer Disc unterbringen. Für kreative Menüs stehen zahlreiche gute Vorlagen bereit. Eigene Bilder und Hintergrundmusik lassen sich einbinden, ebenso Video-Clips.

Das Encoding – auch von HD-Material – erfolgt allerdings nur im MPEG-2-Format. Dafür leistete der Encoder im Test gute Arbeit: Das erzeugte Video-Material zeigte keine sichtbaren Artefakte. Die Right-to-Disc-Funktion, die Videos direkt von der angeschlossenen Kamera auf eine Disc bannen soll, enttäuschte im Test etwas: Manchmal reagierte die Software extrem träge oder behauptete, das Eingangssignal des DV-Camcorders wäre nicht mit dem Ausgabeformat kompatibel. Auch die Camcordersteuerung funktionierte teilweise nicht. Power Producer kann auch Datenträger kopieren und Diskimages anlegen.

Fazit: Power Producer 4 Next-Gen ist ein gutes, leicht bedienbares Authoring-Programm, das technisch auf der Höhe der Zeit ist. Die Arbeit damit macht aber nur auf schnellen bis sehr schnellen PCs Spaß.

Alternative: My DVD 8 Premier ( www.roxio.de ) bietet mehr Möglichkeiten zur Menü-Erstellung, erstellt aber weder Blu-ray-Disks noch HD-DVDs.

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 2,0
Bedienung (35%): Note 1,0
Dokumentation (5%): Note 1,5
Installation/De-Installation (5%): Note 1,5
Systemanforderungen (5%): Note 4,0

GESAMTNOTE: 1,7

Anbieter:

Cyberlink

Weblink:

www.cyberlink.de

Preis:

60 Euro

Betriebssysteme:

Windows 2000, XP, Vista

Plattenplatz:

ca. 400 MB

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