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Power Director 6

25.05.2007 | 08:30 Uhr |

Das Videoschnitt-Programm Power Director von Cyberlink ist nach wie vor einfach zu bedienen und hat in der aktuellen Version 6 viele Verbesserungen erhalten.

Die Installation ist langwierig und erfordert einen PC-Neustart. Apples Quicktime landet ungefragt ebenfalls auf der Platte. Nach nerviger Eingabe einer langen Seriennummer kann es losgehen. Verwirrend: Power Director 6 startet standardmäßig im Funktionskreis „Bearbeiten“. Nach einem Klick auf „Aufzeichnen“ wurde der DV-Camcorder im Test richtig erkannt. Die Steuerung reagierte jedoch manchmal träge und fror sogar ganz ein. Einige Male mussten DV-Gerät und Software neu gestartet werden. Mit einer Firewire-Karte (VIA VT6303) arbeitete Power Director 6 nicht korrekt zusammen. Die Aufnahmen wurden jedes Mal bereits nach einigen Sekunden beendet. Unverständlich: Das voreingestellte Profil nimmt vom DV-Gerät im MPEG-2-Format auf, dies klappt nur mit sehr schnellen PCs in Echtzeit. Abbrüche bei der Aufnahme traten im Test auch mit einem Festplatten-Camcorder auf. Die automatische Szenenerkennung bei der Aufnahme fehlt noch immer. TV-Mitschnitte von Sendungen mit unterschiedlichem Seitenverhältnis – Tagesschau etwa in 4.3, der anschließende Spielfilm in 16:9 – werden von Power Director komplett im ersten Aufnahme-Format dargestellt und damit teils verzerrt.

Bei der Videoverarbeitung ist Power Director 6 schneller geworden. Neu hinzu gekommen ist die Möglichkeit, einen Untertitel-Track in die Timeline einzufügen. Die Bild-in-Bild-Funktionen wurden erweitert und verbessert. Gut: Magic Clean kann jetzt auch Gegenlicht-Aufnahmen verbessern und Videos, die mit unterschiedlichem Weißabgleich oder verschiedenen Kameras aufgenommen wurden, einigermaßen anpassen. Die Anzahl der Übergänge und Effekte hat Cyberlink nochmals erweitert. Verspielte Naturen können nun auch mehrere Effekte kombinieren. Die Bedienung der Software ist nach wie vor einfach: Einzelne Clips zieht man per Drag and Drop auf das Storyboard. Schneiden, Trimmen und Nachvertonen geschieht auf der Timeline.

Gut für Einsteiger: Per Assistent wird aus einen Film-Clip und Hintergrundmusik schnell ein fertiges Video zu Themen wie Geburtstag, Party, Urlaub oder Weihnachten. Passende Titelanimationen, Übergänge und Effekte fügt Power Director automatisch ein. Das Ergebnis lässt sich anschließend manuell nachbearbeiten. Die Qualität der Videos im Test war gut, jeder Clip machte einen ansprechenden Eindruck. Bei den Exportoptionen herrscht kein Mangel: Ob (H)DV-Kassette, DVD, iPod oder PSP - Power Director beherrscht die gängigen Komprimierungsalgorithmen. Zudem ist die Software mit Exportschnittstellen für Youtube und Mediamax ausgerüstet.

Fazit: Ein einfach zu bedienendes Videoschnitt-Programm für Einsteiger und Fortgeschrittene, das durch vielfältige Exportoptionen überzeugt. Camcorder sollten besser unterstützt werden.

Alternative: Magix Video Deluxe 2007/2008 ( www.magix.de ) ist ebenfalls einfach zu bedienen und schneidet in fast allen Bereichen besser ab.

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 2,5
Bedienung (35%): Note 1,5
Dokumentation (5%): Note 2,0
Installation/De-Installation (5%): Note 3,5
Systemanforderungen (5%): Note 3,0

GESAMTNOTE: 2,2

Anbieter:

Cyberlink

Weblink:

www.cyberlink.de

Preis:

80 Euro

Betriebssysteme:

Windows 2000, XP, Vista

Plattenplatz:

ca. 210 MB

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