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Portrait Professional Studio 11 im Test

24.03.2013 | 10:00 Uhr |

Kleine Änderungen, große Wirkung: Nach diesem Prinzip arbeitet Portrait Professional Studio 11. Die Software dient dazu, Gesichtern in Fotos mehr Attraktivität zu verleihen.

Mit der Software lassen sich gezielt kleine Korrekturen an einzelnen Gesichtspartien vornehmen. So können Sie eine Nase verkürzen und schmaler machen, die Augen aufhellen und vergrößern oder den Hals optisch ein kleines Stück verlängern. Sie können Hautunreinheiten glätten und den Farbton beispielsweise der Wangen oder der Haut insgesamt ändern. Die Software umfasst eine ganze Reihe von Presets, mit deren Hilfe sich Gesichter in allen Aspekten dem gängigen Schönheitsideal ein Stück näherbringen lassen. Sie können aber auch jedes einzelne Merkmal von Hand frei verändern.

Die Korrekturen bleiben jedoch stets innerhalb realistisch empfundener Grenzen: Pinocchio-Nasen oder Giraffenhälse lassen sich mit der Software nicht erzeugen. Im Gegenteil: Einem Betrachter eines fertig bearbeiteten Bildes dürfte es oft schwerfallen, auf den ersten Blick zu benennen, wo das Gesicht manipuliert wurde, und ob überhaupt. In der Vorher-/Nachher-Ansicht, wie die Software sie während der Bearbeitung bietet, sind die Unterschiede gleichwohl deutlich auszumachen.

Vorbildliche Bedienerführung

Portrait Professional Studio 11 kann unabhängig von anderer Bildbearbeitungssoftware verwendet werden, arbeitet aber auch als Plug-in für Photoshop, Lightroom oder Aperture. Vorbildlich ist die Bedienerführung: Nach dem Öffnen eines Fotos sucht die Software darin nach Gesichtern, von denen Sie anschließend eines nach dem anderen zur Bearbeitung auswählen können. Damit die Korrektur einzelner Gesichtspartien gelingt, sieht die Software Markierungen für Augen, Wimpern, Nase, Kinn und andere Gesichtsmerkmale vor. Die integrierte Gesichtserkennung setzt diese Markierungen teilweise bereits automatisch und zeigte dabei im Test eine erstaunliche Treffsicherheit. Wo Sie Markierungen von Hand anbringen oder optimieren müssen, helfen Musterfotos, die Punkte und Linien korrekt zu setzen. Zeigt sich im Laufe der Bearbeitung, dass eine Markierung nicht korrekt angebracht wurde, lässt sie sich jederzeit korrigieren, ohne dass die bisherigen Bearbeitungsergebnisse an anderen Stellen verlorengehen.

Neben dem Optimieren der Gesichtsmerkmale kann Portrait Professional Studio 11 auch den Haaren einen neuen Look geben: Die Haare lassen sich glätten, tönen, mit Strähnchen anreichern und auf Wunsch auch komplett umfärben.

Gegenüber den Vorgängerversionen stechen die umfangreicheren Möglichkeiten, Haar- und  Hauttöne zu ändern, heraus. Auch der Workflow bei der Bearbeitung von Fotos, auf denen mehrere Gesichter zu sehen sind, wurde vereinfacht, und die Gesichtserkennung samt teil-automatischer Markierung hat sich in unserem Test als noch präziser erwiesen.

Fazit zum Test der Bildbearbeitung Portrait Professional Studio 11

Um einen echten Quantensprung zur Vorversion handelt es sich bei Portrait Professional Studio 11 nicht. Um Gesichter schöner und attraktiver zu machen, gibt es freilich kaum eine in der Leistungsfähigkeit vergleichbare Software.

Anbieter

Anthropics

Voraussetzungen (Herstellerangaben)

Prozessor / Arbeitsspeicher

1 GHz / 512 MB

Plattenplatz

68 MB

Betriebssysteme

Windows XP, Vista, 7

Kopierschutz verhindert Kopie auf Festplatte / DVD:

ja/nein

Ausstattung und Funktionen (50 %)

Gewichtung

Note

Ladbare Dateiformate

4 %

JPG, JPE, JFIF, TIF, RAW-Formate zahlreicher Kameras, bei Verwendung als Photoshop-Plug-in zusätzlich die von der Bildbearbeitung unterstützten Formate

2,00

Speicherbare Dateiformate

4 %

JPEG

4,00

Ansichten (Miniaturen, Vorschau, mehrere Bilder)

2 %

alle notwendigen

1,00

Schnellkorrektur-Modus vorhanden

2 %

ja

1,00

Manuelle Korrektur von Helligkeit / Kontrast / Farbstufen / Bildschärfe

4 %

ja/ja/ja/nein

2,00

Mal- und Auswahlwerkzeuge

2 %

nein

6,00

Bearbeitungswerkzeuge (etwa Rote-Augen-Korrektur, Retuschefunktionen)

4 %

alle für Porträtkorrektur notwendigen

1,00

Rückgängigmachen von Arbeitsschritten (Anzahl)

4 %

ja/alle

1,00

Montage- / Collage-Möglichkeiten

2 %

nein/nein

6,00

Bildverwaltung integriert

4 %

nein

6,00

Personensuche über Gesichtserkennung

2 %

nein

6,00

Ändern der Augenfarbe

4 %

ja

1,00

Ändern der Haarfarbe

4 %

ja

1,00

Ändern der Kopfform

4 %

ja

1,00

Korrektur von Porträts von Brillenträgern

2 %

ja

1,00

Verwendung als Standalone-Software/Photoshop-kompatibles Plugin

2 %

ja/ja

1,00

Ausstattung und Funktionen Summe

50 %

Zwischennote

2,40

Leistung und Zuverlässigkeit (35%)

Qualität der Schnellkorrektur / Retusche

4 %

gut

2,00

Freistellen von Personen / Objekten

4 %

nicht möglich

6,00

Entfernen von Objekten

4 %

nicht möglich

6,00

Ergebnis Personensuche mit Gesichtserkennung

3 %

nicht möglich

6,00

Ergebnis Ändern der Augenfarbe

5 %

sehr gut

1,00

Ergebnis Ändern der Haarfarbe

5 %

sehr gut

1,00

Ergebnis Ändern der Kopfform

5 %

sehr gut

1,00

Ergebnis Porträtkorrektur bei Brillenträgern

5 %

befriedigend (deformierte Brille kann wiederhergestellt werden)

3,00

Leistung und Zuverlässigkeit Summe

35 %

Zwischennote

2,97

Bedienung und Dokumentation (15%)

Bedienelemente selbsterklärend / deutsch

3 %

ja/ja

1,00

Handhabung (persönliche Meinung des Testers)

3 %

sehr einfach

1,00

Kosten für Hilfe von einem Mitarbeiter

2 %

Beratung über Standard-Festnetzrufnummer

2,00

Hilfefunktion / gedruckte Bedienungsanleitung

3 %

ausführlich/vorhanden

2,00

Menüs für Einsteiger / Fortgeschrittene / Profis

3 %

nein/ja/nein

2,00

Hilfe im Internet / Anleitung verfügbar / deutsch

1 %

ja/ja/ja

1,00

Bedienung und Dokumentation Summe

15 %

Zwischennote

1,53

Testnote

gut

2,47

Preisurteil

noch preiswert

Preis (UVP des Herstellers)

99,90 Euro

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