Playstation 3

Ratchet & Clank - Quest for Booty im Test

Donnerstag den 25.09.2008 um 11:44 Uhr

von Markus Pilzweger

Sony Ratchet & Clank: Quest for Booty (PS3)
Sony Ratchet & Clank: Quest for Booty (PS3)
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© Sony
Fans gepflegter Jump&Run-Spiele kommen an der Ratchet & Clank-Serie kaum vorbei. Der aktuelle Titel "Quest for Booty" ist sowohl als Download als auch als Disc-Verison erhältlich und beginnt dort, wo Ratchtet & Clank: Tools of Destruction aufgehört hat. Ob sich ein Kauf lohnt, klärt unser Test.
Die beiden Spielfiguren Ratchet (ein langohriger Lombax) und sein Roboterkumpel Clank machen bereits seit mehreren Jahren die Konsolenwelt unsicher. Mit Ratchet & Clank: Tools of Destruction feierte die Reihe vor einiger Zeit auch ihren Einstand auf der Playstation 3, der für Fans stimmiger Jump&Run-Titel durchaus gelungen war. Mit "Quest for Booty" ist nun der Nachfolger von Tools of Destruction verfügbar.

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Spielverlauf
Quest for Booty von Insomniac Games setzt dort ein, wo der Vorgänger aufgehört hat: Clank wurde von seltsamen Wesen namens "Zonis" entführt, Ihre Aufgabe ist es nun, den plappernden Blechkameraden wieder aufzuspüren. Dabei werden Sie - bis auf eine kleine Einführungssequenz - sofort und unvermittelt ins Spielgeschehen geworfen. Ein Tutorial für Anfänger gibt es rudimentär, während sich Veteranen sofort zurecht finden. Quest for Booty führt Sie dabei in die Welt der Weltraumpiraten (in Form von Robotern in entsprechender Verkleidung), gegen die Sie sich gleich zu Beginn zur Wehr setzen müssen.

Was folgt ist ein äußerst unterhaltsamer, strikt linearer Spielverlauf, der Sie zu den unterschiedlichsten Örtlichkeiten, abgefahrenen Nebencharakteren und nonstop Action führt. So werden Sie Rum mixen, Piratenlieder spielen und gegen Horden von Gegnern antreten, um schließlich den Drehstern zu finden, der Sie zu Clank führen soll. Dabei wurde der Spielverlauf zugunsten der stetigen Action extrem zurecht gestutzt, so gibt es etwa keinerlei Untermissionen, auch sucht man die spaßigen Arena-Kämpfe des Vorgängers bei Quest for Booty vergebens. Ebenfalls gelitten haben die Aufrüstmöglichkeiten für Waffen, diese lassen sich hier nur maximal zweimal aufwerten. Auch auf Aufgaben wie die Suche nach goldenen Schrauben, die im Vorgänger für fröhliches Tüfteln gesorgt haben, wurde verzichtet.

Übrig geblieben ist ein actionreicher Jump&Run-Titel, den Profis nach vier bis fünf Stunden durchgezockt haben. Dafür wird es dieser Zeit aber kaum langweilig: Es gilt, Gegnerhorden zu plätten und - wie immer - möglichst viele Schrauben (Bolts) einzusammeln, die im Spiel als Währung dienen - etwa für Ausrüstungs- oder Missionsgegenstände.

Grafik
Bereits Tools of Destruction hat gezeigt, was man der Playstation 3 an Grafik entlocken kann, Quest for Booty legt hier noch eine Schippe oben drauf. Die Spielumgebung sprüht vor kleinen Details, von Lags oder Popups keine Spur. Auch die Lichteffekte, beispielsweise in Höhlen, wo Ratchet sich kleiner Leuchtwesen als Fackel bedient, sind überaus gelungen.

Fazit
Ratchet & Clank: Quest for Booty bietet rund 5 Stunden Spielspaß pur, allerdings nur für diejenigen, die nonstop Action wünschen und sich nicht in Nebenaufgaben verlieren wollen. Sicher, die Spielzeit ist kurz, dafür kostet der Titel als Disk-Version auch nur rund 16 Euro . Im Vergleich zu so manchem Vollpreis-Shooter, der kaum mehr Spielstunden auf die Waage bringt, ist Quest for Booty also durchaus sein Geld wert. Schade ist allerdings, dass auf Grund des linearen und missionslosen Designs die Wiederspielbarkeit spürbar leidet. Man hat nach dem erstmaligen Durchspielen schlicht keinen Grund, den Titel erneut einzulegen (außer mit einem höheren Schwierigkeitsgrad, derer es drei gibt).

Spielspaß: 80 Prozent

Donnerstag den 25.09.2008 um 11:44 Uhr

von Markus Pilzweger

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