Leistungsstark und leicht
Platz 4: Lenovo Thinkpad X300
Im System-Benchmark Sysmark 2007 schaffte das Lenovo Thinkpad X300 79 Punkte: Die bei Lesezugriffen extrem schnelle Solid-State-Platte beschleunigt das Subnotebook vor allem bei Büro-Programmen. Insgesamt bietet das Lenovo Thinkpad X300 eine Rechenleistung wie man sie bei Standard-Notebooks für rund 600 bis 700 Euro findet.
Die Solid-State-Platte im Thinkpad X300 ist schnell, robust, sparsam und leise. Sie hat aber einen großen Nachteil: Sie fasst nur 64 GB. Da muss man Daten eventuell öfters auf DVD wegbrennen – dafür bringt das X300 einen integrierten Brenner mit. Der ist eine Spezialanfertigung mit nur sieben Millimetern Bauhöhe – Notebook-Laufwerke sind üblicherweise 12,7 (Slim-Line-Format) oder 9,5 Millimeter (Ultra-Slim-Line) hoch. Ein Modem fehlt dem X300 zwar: Dafür kommt man per Gigabit-LAN, 11n-WLAN, Bluetooth oder über ein UMTS/HSDPA-Modem ins Internet. Bei den Schnittstellen hat das Thinkpad X300 nicht viel zu bieten – ein Tribut an das flache Gehäuse: Immerhin besitzt es drei USB-Ports und hinten einen VGA-Ausgang. Man vermisst aber einen Expresscard-Steckplatz und einen Docking-Anschluss. Trotzdem gibt es auch beim X300 die Ausstattungs-Highlights, die viele Anwender an den Thinkpad-Notebooks schätzen – zum Beispiel die im Displayrahmen integrierte Tastaturbeleuchtung und die Thinkvantage Tools.
Das Thinkpad X300 wiegt nur 1,52 Kilogramm. Es ist damit eines der leichtesten 13,3-Zoll-Notebooks. Im Akkubetrieb regelt das Thinkpad die Displayhelligkeit automatisch auf weit unter 100 cd/m2: Das lässt sich aber im Bios-Setup ändern. Wir stellen für den Akkutest standardmäßig 100 cd/m2 ein: Damit schaffte das X300 4:13 Stunden ohne Netzstrom bei einer sehr geringen Leistungsaufnahme von knapp über 10 Watt.
Das entspiegelte Display erreichte eine durchschnittliche Helligkeit von über 200 cd/m2 – damit ist es auch für den Einsatz unter freiem Himmel geeignet. Überdies war das Display angenehm gleichmäßig ausgeleuchtet. Farb- und Graustufendarstellung waren ordentlich, nur das Kontrastverhältnis lag mit 95:1 recht niedrig. Der Lüfter läuft beim Einschalten des Notebooks kurz hochtourig an. Ansonsten hört man ihn bei maximal 0,4 Sone fast nie.
Die Tastatur ist 28,5 Zentimeter breit – fast so groß wie in einem Standard-Notebook. Auch die Tasten haben Standardgröße. Die Tastatur ist sehr stabil eingebaut, die Tasten geben ein deutliches Druck-Feedback – das Schreiben auf dem Thinkpad X300 ist ein echter Genuss. Der Mauszeiger lässt sich per Trackpoint oder Touchpad steuern. Unbequem: Der Ein-/Ausschalter für das WLAN-Modul sitzt schlecht erreichbar auf der Rückseite des Gehäuses.


