Die perfekte Kamera

Systemkameras im Test: Platz 1 bis 5

Dienstag den 15.05.2012 um 09:33 Uhr

von Verena Ottmann

Pentax - Q
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© Pentax
Platz 5: Pentax - Q - Die Kleinste im Testfeld

Das Gehäuse der Pentax Q ist besonders kompakt. Sie setzt einen ungewöhnlichen Crop-Faktor von 5,5x ein, was an ihrem Kompaktkamera-Sensor liegt. An der Vorderseite sitzt ein Drehrad mit vier Einstellungsmöglichkeiten, die Sie mit Filtern und Effekten belegen können. Die Arbeitsgeschwindigkeit der Systemkamera gab keinen Anlass zur Klage. Trotz des kleinen Bildsensors war das Rauschverhalten der Systemkamera beeindruckend: Sogar bei hohen ISO-Werten blieben die Bildfehler vernachlässigbar. Die Eingangsdynamik war hoch, die Ausgangsdynamik befriedigend. Bei der Auflösungsmessung schnitt die Pentax Q mittelmäßig ab. Außerdem verzeichnete das Kit-Objektiv im Weitwinkel extrem. Die Helligkeit blieb im gesamten Brennweitenbereich konstant hoch.

Positiv: wenig Bildrauschen, sehr kompaktes Gehäuse
Negativ: Objektiv verzeichnete sehr stark, etwas zu niedrige Ausgangsdynamik
Testnote:  gut  2,41 Preisurteil:  günstig Preis: 699 Euro (unverb.Preisempfehlung des Herstellers)

Samsung - NX11
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© Samsung

Platz 4: Samsung - NX11 - Bedienung übers Objektiv

Von ISO 100 bis ISO 400 produzierte die Samsung NX11 nur wenig Bildrauschen. Ab ISO 800 wurden die Bildfehler dann deutlicher sichtbar. Die Eingangsdynamik war hoch, die Ausgangsdynamik nur ausreichend. Bei der Auflösungsmessung schnitt die Systemkamera im Schnitt befriedigend ab – ihr Wirkungsgrad entspricht einer Auflösung von 6,3 Megapixeln. Zudem verzeichnete das Objektiv im Weitwinkel extrem. Das Display ist dank OLED-Technik scharf und kontrastreich. Eigentlicher Clou bei der Bedienung ist allerdings die iFn-Taste am Objektiv. Sie drücken den Knopf so lange, bis die gewünschte Belichtungsoption angezeigt wird, und ändern den Wert über den Objektivring. Statt Full-HD-Clips lassen sich Videos lediglich mit 1280 x 720 Pixeln und 30 Bildern pro Sekunde aufzeichnen.

Positiv: iFn-Funktion des Objektivs, hohe Eingangsdynamik
Negativ: teils starkes Bildrauschen, nachlassende Auflösung bei kurzer und mittlerer Brennweite
Testnote:  gut  2,37 Preisurteil:  günstig Preis:   499 Euro (unverb.Preisempfehlung des Herstellers)

Panasonic - Lumix DMC-GF3
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© Panasonic

Platz 3: Panasonic - Lumix DMC-GF3 - Mit integriertem Blitz

Das Gehäuse der Panasonic Lumix DMC-GF3 ist trotz integriertem Blitz nicht viel größer als das einer Kompaktkamera. Der Hersteller erreicht dies, indem er wenige mechanische Bedienelemente und ein Touchdisplay einbaut. Die Systemkamera schaffte einen ausreichenden Wirkungsgrad, der umgerechnet nur 4,2 Megapixeln entspricht. Die Auflösung ließ vor allem bei kurzer Brennweite zum Bildrand hin stark nach. Dafür war das Rauschverhalten bei allen ISO-Werten gut, ebenso die Eingangsdynamik. Die Ausgangsdynamik erwies sich als befriedigend, dazu kam ein vor allem im Weitwinkel starker Helligkeitsabfall zum Bildrand. Die Touch-Bedienung funktionierte gut und schnell. Alternativ lässt sich die Kamera über Tasten bedienen. Für die Videofunktion gibt’s einen extra Knopf.

Positiv: kaum Bildrauschen, sehr kompaktes Gehäuse
Negativ: ungleichmäßige Auflösung, starker Helligkeitsabfall am Rand
Testnote: gut  2,36 Preisurteil:  günstig Preis: 549 Euro (unverb.Preisempfehlung des Herstellers)

Olympus - PEN E-P3
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© Olympus

Platz 2: Olympus - PEN E-P3 - Touchdisplay in OLED-Technik

Die Olympus PEN E-P3 erzielte hervorragende Ergebnisse bei den Rauschmessungen. Auch die Eingangsdynamik war sehr hoch, die Ausgangsdynamik dagegen nur ausreichend. Der Wirkungsgrad fiel befriedigend aus, da die einzelnen Messwerte zu weit auseinander lagen. Außerdem waren die Randabdunkelungen des Kit-Objektivs recht stark. Der berührungsempfindliche OLED-Bildschirm löst sehr hoch auf. Die Bedienung funktionierte tadellos – Olympus hat das Menü überarbeitet und die Schrift lesbarer gemacht. Dazu gibt’s einen integrierten Blitz, der auf Knopfdruck weit nach oben klappt, damit das Objektiv keinen Schatten wirft. Der Autofokus der Systemkamera war beeindruckend: Das technikbedingte „Pumpen“ des Kontrast-AF kam bei der E-P3 nicht zum Tragen.

Positiv: sehr wenig Bildrauschen, hohe Eingangsdynamik
Negativ: zu geringe Ausgangsdynamik, sichtbare Randabdunkelung
Testnote:  gut  2,34 Preisurteil: preiswert Preis: 949 Euro (unverb.Preisempfehlung des Herstellers)

Panasonic - Lumix DMC-GX1X
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© Panasonic

Platz 1: Panasonic - Lumix DMC-GX1X - Schnelles Motorzoom-Objektiv

Panasonic bietet seine GX1 als Modell GX1X mit Motorzoom-Objektiv und 14 bis 42 mm Brennweite an. Die nur drei Zentimeter dicke Linse wird nicht mehr durch Drehen des Objektivs, sondern über einen Wippschalter eingestellt. Dadurch lässt sich schneller und gleichmäßiger zoomen. Das Touchdisplay funktionierte einwandfrei. Alternativ lässt sich die GX1X über Knöpfe bedienen. Die mit 414 Gramm leichte Kamera erzielte eine sehr hohe Eingangs- und eine befriedigende Ausgangsdynamik. In Sachen Bildrauschen schnitt sie meist sehr gut ab. Allerdings war die Auflösung nur ausreichend, da der Messwert bei kurzer Brennweite sehr stark abfiel. Im Telebereich war das Ergebnis ebenfalls sehr niedrig, was den mittleren Wirkungsgrad auf 55,3 Prozent oder magere 4,3 Megapixel drückte.

Positiv: sehr wenig Bildrauschen, hoher Dynamikumfang, unterstützt Motorzoom-Objektive
Negativ: ungleichmäßige Auflösung
Testnote:  gut  2,24 Preisurteil:  günstig Preis:   849 Euro (unverb.Preisempfehlung des Herstellers)

Dienstag den 15.05.2012 um 09:33 Uhr

von Verena Ottmann

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