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Pixel Image Editor

05.12.2006 | 08:30 Uhr |

Der Pixel Image Editor kann mit Funktionen aufwarten, die man auch von Photoshop kennt. Das Programm ist jedoch noch im Beta-Stadium, was sich leider durch einige Instabilitäten bemerkbar macht.

Auf den ersten Blick sind die Leistungsdaten des Pixel Image Editor erstaunlich: Eine ausgetüftelte Farbverwaltung, die auch den CMYK-Modus beherrscht, die Unterstützung von Ebenen, Kanälen und Pfaden, Bildkorrektur über Histogramm und Gradationskurven lassen an Adobe Photoshop denken. Doch unsere anfängliche Begeisterung ließ nach einigen unmotivierten Abstürzen nach, die uns daran erinnerten, dass die Software sich nach wie vor im Beta-Stadium befindet. Das zeigt sich auch in einigen weiteren Bugs. So lässt sich eine Ebene nur in Schritten von einem Grad rotieren, was zum Problem wird, wenn eine Vorlage minimal schräg im Scanner lag oder ein leicht angeschrägter Horizont begradigt werden sollte. Noch ärgerlicher: Ein Verformungswerkzeug, um beispielsweise perspektivische Verzerrungen zu korrigieren, existiert in der Werkzeugpalette, blieb aber im Test ohne jede Funktion.

Dateien im Photoshop-eigenen PSD-Format konnten wir problemlos öffnen, alle Ebenen-Informationen ließen sich nahtlos weiter verwenden. Allerdings mussten wir in einzelnen Fällen die Ebenen-Modi neu festlegen, da Pixel diese auf „Normal“ zurückgesetzt hatte. Photoshop-Plug-ins lassen sich bislang nicht einbinden. Autor Pavel Kanzelsberger hat eine Plug-in-Unterstützung für eine spätere Version versprochen. Die Palette der Effektfilter ist ausgiebig bestückt, allerdings überwiegend mit Kreativ-Werkzeugen. Dagegen fehlt ein Pendant zur Photoshop-Schärfekorrektur „Unscharf maskieren“. Recht gute Ergebnisse liefern die Optionen zur automatischen Korrektur von Farbe, Kontrast und Tonwerten. Pixel geht dabei recht behutsam zu Werke. Wer solche Anpassungen lieber von Hand vornimmt, findet im Menü „Bild/Einstellung“ die auch von anderen Bildbearbeitungen bekannten Dialoge. Wer gern Bildsammlungen im Web veröffentlicht, kann mit Pixel eine „Web Photo Gallery“ erstellen – möglicherweise. Bei unserem Test führte diese Option leider bei jedem Versuch zum Absturz.

Fazit: Der Pixel Image Editor bietet eine Fülle professioneller Funktionen zur Bildbearbeitung, mangelnde Stabilität und Fehlfunktionen kennzeichnen das Programm jedoch als Beta-Version.

Alternative: Die Freeware Gimp ( www.gimp.org ) bietet einen ähnlichen Funktionsumfang und ist stabiler. Die Arbeitsoberfläche ist gewöhnungsbedürftig.

BEWERTUNG

Bildbearbeitung (40 %): Note 3,0
Bedienung (30%): Note 2,5
Bildverwaltung (15 %): Note 3,5
Online-Auftritt (10 %): Note 2,5
Systemanforderungen (5 %): Note 2,0

GESAMTNOTE: 2,8

Anbieter:

Pavel Kanzelsberger

Weblink:

www.kanzelsberger.com

Preis:

ca. 30 Euro

Betriebssysteme:

Windows 95/98/ME, NT 4, 2000, XP

Plattenplatz:

ca. 30 MB

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