Pioneer DCS-525

Mittwoch den 01.12.2004 um 15:23 Uhr

von Stefan Willeke

Pioneer DCS-525

PLUS: Wenig Platzbedarf dank kleiner Boxen
MINUS: Klangqualität durchschnittlich

Die Lautsprecher der recht elegant gestylten Pioneer-Anlage sind sehr kompakt. Der Subwoofer ist mit gerade einmal elf Zentimeter Breite ein richtiggehender Flachmann. Dadurch lässt er sich prima verstecken. Die Lautsprecher für die beiden Surround-Kanäle hat Pioneer in einer einzigen Box untergebracht. Das ist besonders geschickt gelöst, da die Kanäle ihre Signale per Funk erhalten. Nur den Stecker in die Wandsteckdose - schon kann die Box loslegen. Es ist keinerlei weiterer Verkabelungsaufwand nötig. Praktisch: Man kann die Box von Surround- auf Stereo-Betrieb umstellen und sie in einen anderen Raum mitnehmen. Dann ist zwar kein perfekter Heimkinogenuss im Wohnzimmer mehr möglich, dafür aber drahtloser Musikspaß beispielsweise in der Küche.

AUSSTATTUNG : Mit Prologic II, Dolby Digital und DTS beherrscht die Pioneer-Anlage alle wichtigen Tonformate. Mit MP3-Tondateien und JPEG-Bildern kommt sie ebenfalls problemlos zurecht. Nicht ganz so flexibel gibt sie sich beim Kontakt nach außen: Sie verfügt nur über die nötigsten Anschlüsse für weitere Geräte. Ein Audiogerät lässt sich auf analogem Wege anschließen, ein weiteres per Digitaleingang. Der Fernseher bekommt das Bild per Scart-Kabel geliefert, welches auch Y/C-Signale weiterleitet. Diese Signale weisen prinzipiell bessere Qualität auf als einfaches Video.

BEDIENUNG : Pioneer hätte die Grundeinstellung des Receiver-Teils etwas übersichtlicher gestalten können. Sie muss teilweise im Standby, teilweise bei eingeschaltetem System vorgenommen werden. Zudem hat der Hersteller an der Stelle kein Bildschirmmenü spendiert, der Anwender muss sich mühsam per Display orientieren. Für den DVD-Teil jedoch hat Pioneer ein Bildschirmmenü integriert. Die Fernbedienung ist prinzipiell übersichtlich. Sie versteckt allerdings unter ihrem Schieber eine Menge winziger Tasten, von denen einige durchaus im Alltagsbetrieb benötigt werden.

BILD- UND TONQUALITÄT : Beim Bild gab es - wie bei allen anderen Testkandidaten - nichts zu kritisieren. Scharf, ruhig und ohne Störun- gen wurde dieses auf der Mattscheibe dargestellt. Musik- und Heimkinotöne gab das System leicht verfärbt und etwas höhenarm wieder. Letzteres ließ sich minimieren, als der Höhenregler auf +2 gestellt wurde. Die Basswiedergabe war erstaunlich präzise und knackig, aber nicht sonderlich tief. Bei höheren Lautstärken wurde der Bass erkennbar unsauber. In Sachen Raumklang überzeugte die Anlage ebenfalls, obwohl die Testkonkurrenz durch die getrennten Surround-Kanäle hier noch mehr zu bieten hatte. Die Surround- Kombibox konnte im Stereo-Betrieb nicht überzeugen. Sie fiel durch Verfärbungen und wenige Höhen auf. Unterstrichen wurde das Hör-Ergebnis durch die äußerst zerklüftete Frequenzgangmessung.

FAZIT : Mit der DCS-525 bietet Pioneer eine durchschnittlich klingende Anlage, die bequem aufzubauen, aber nicht ganz einfach zu konfigurieren ist. Sie spielt alle gängigen Wiedergabeformate ab.

Mittwoch den 01.12.2004 um 15:23 Uhr

von Stefan Willeke

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