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Picopolo 1.4.4

22.12.2006 | 08:30 Uhr |

Die Bildverwaltung Picopolo kommt auch mit großen Datenmengen zurecht. Es erstellt Fotoalben und interaktive Diashows und kann Bilder auf integriertem Kartenmaterial auch geografisch zuordnen.

Sicher nicht unbeabsichtigt weckt der Name „Picopolo“ Assoziationen an den Reisenden Marco Polo. Die Bildverwaltung legt den Schwerpunkt auf die geografische Zuordnung der Bilder. Eine recht grobe Basis-Weltkarte ist bereits in die Software integriert. Feiner aufgelöste Welt- und Deutschlandkarten, die es auf je rund 300 MB bringen, können von der Website nachgeladen werden. Die einfachste Variante, Bilder geografisch einzuordnen, ist die, Fotos mit der Maus an die richtige Stelle des eingeblendeten Kartenausschnitts zu ziehen. Fotos, denen bereits Koordinaten in den Exif-Daten zugewiesen waren, wurden sofort richtig platziert. Auch die manuelle Eingabe von Längen- und Breitengrad war möglich. Schwach: Vom Anwender zugewiesene Koordinaten schreibt Picopolo nicht in die Exif-Daten, sondern verwaltet diese nur programmintern. Die Funktion soll in einer späteren Version verfügbar sein. Von Hand oder mit Hilfe eines GPS-Gerätes kann man auch eine Route, etwa eine Rundreise, in die Karte eintragen, und die Fotos dann den einzelnen Wegpunkten zuordnen.

Picopolo bietet mehrere Ansätze, um auch große Bildbestände durchsuchen zu können. So lässt sich jedes Foto einem Zweig in einer komplexen Themenstruktur zuordnen sowie mit einer Beschreibung und mit Schlagworten versehen. Wahlweise über eine einfache Volltext- oder eine Detailsuche konnten wir anhand solcher Vorgaben ein einzelnes Bild in Sekundenschnelle aus einigen hundert eingelesenen Fotos heraus suchen. Etwas enttäuschend waren die Präsentationsmöglichkeiten. Zwar konnte Picopolo ausgewählte Bilder als Video ausgeben, eine interaktive Diashow ablaufen lassen, ein Fotobuch – sowohl zum Selbstausdrucken als auch in einer Bestell-Variante – erstellen und hätte auch ein Web-Album ausgeben sollen (wobei das Programm allerdings regelmäßig einfror), aber es gab nur wenig Möglichkeiten, das Ergebnis zu beeinflussen. Als fehlerbehaftet erwiesen sich auch die Optionen zur Bildbearbeitung. Die Elemente der einzelnen Dialogfelder waren in unserem Test so ineinander geschoben, dass wir sie nicht bedienen konnten.

Fazit: Picopolo ist eine Bildverwaltung, die auch umfangreiche Bildbestände in den Griff bekommt, und hat seine Stärken in der Zuordnung von Bildern und geografischen Koordinaten.

Alternative: Die Kombination von Google Earth mit dem Copics Photo Mapper ( www.copics.se ) stellt Fotos ähnlich dar.

BEWERTUNG

Bildverwaltung (40%): Note 2,0
Bedienung (35%): Note 2,0
Bildbearbeitung (15%): Note 4,0
Präsentation (5%): Note 3,0
Systemanforderungen (5%): Note 2,0

GESAMTNOTE: 2,4

Anbieter:

GDMcom

Weblink:

www.picopolo.de

Preis:

Freeware

Betriebssysteme:

Windows 2000, XP

Plattenplatz:

ca. 54 MB

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