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HDR-Fotografie mit Photomatix Pro 3.0

26.11.2008 | 17:40 Uhr |

High-Dynamic-Range-Fotos, kurz HDR, sind nach wie vor voll im Trend. Photomatix Pro 3.0 soll solche Bilder unkompliziert erzeugen. Wir sagen Ihnen, ob das stimmt.

Mit Photomatix Pro 3.0 stellt HDRsoft die neue Version seiner High-Dynamic-Range-Software (HDR) vor. Die für Mac und PC erhältliche Anwendung produziert aus Belichtungsreihen Fotos, die vor allem durch beeindruckende Licht- und Schattendetailzeichnung glänzen. Im Vergleich zur Vorgänger-Version wurde vor allem die Benutzerführung optimiert. Die wichtigsten Funktionen sind in einer Shortcut-Leiste zugänglich, was trotz der Vielzahl an Optionen für eine intuitive Bedienung sorgt.

Zur Erstellung eines HDR-Bildes sind mindestens drei unterschiedlich belichtete Aufnahmen erforderlich. Diese sollten im Idealfall mittels eines Stativs aufgenommen werden. War das nicht der Fall, korrigiert Photomatix Pro 3.0 automatisch Verschiebungen und Verdrehungen. Herzstück der HDR-Bildbearbeitung sind die beiden Funktionen Tone Mapping und Fusion. Beim Tone Mapping wird zunächst aus zwei LDR-Aufnahmen (Low Dynamic Range) mit unterschiedlicher Belichtung eine HDR-Aufnahme erzeugt. Danach wird die Detailzeichnung in Lichtern und Schatten so angepasst, dass sie auf normalen Monitoren und Druckern sichtbar wird. Fusion nimmt dagegen die hellen Bildbereiche aus unterbelichteten Fotos und ergänzt die Schattenzeichnung aus überbelichteten Aufnahmen, um am Ende zu einem HDR-Bild zu kommen.

Die Mittelwertberechnung von Photomatix Pro 3.0 kann per „Image Stacking“ beliebig viele Aufnahmen miteinander verrechnen. Umso mehr Aufnahmen dabei eingesetzt werden, desto geringer ist das Bildrauschen des erzeugten HDR-Bildes. Zudem sorgt verbessertes Exposure Blending, auch unter der Bezeichnung Dynamic Range Increase (DRI) bekannt, für optimierte Detailzeichnung ohne störende Halo-Effekte. Die vielfältigen Möglichkeiten der Software sind leicht zugänglich und ermöglichen auch unerfahrenen Anwendern schnelle Erfolgserlebnisse. Dabei sind dezente Anpassungen ebenso wie tiefgreifende Änderungen möglich.

Photomatix Pro 3.0 arbeitet auf Mittelklasse-PC-Systemen angenehm flott. Zudem sorgt die integrierte Stapel-Verarbeitung bei mehreren parallelen Projekten für deutliche Zeitersparnis. RAW-Daten aus Digitalkameras lassen sich direkt und ohne einen Umweg über externe Konverter bearbeiten. Das mitgelieferte Handbuch führt Anwender verständlich und in kurzen Schritten durch die wichtigsten Funktionen. Für interessierte Fotografen bietet HDRsoft eine voll funktionsfähige Testversion zum Download an, die allerdings ein Wasserzeichen in die erzeugten Fotos einfügt. Ein Update von älteren Versionen auf die aktuelle Variante ist ebenfalls möglich.

Fazit:

Photomatix Pro 3.0 glänzt durch einfache Bedienung und dennoch umfangreiche Funktionen. Allerdings ist das Programm praktisch ausschließlich zur Erstellung von HDR-Aufnahmen geeignet. Weitere Bildbearbeitungsfunktionen sind nicht an Bord.

Alternativen:

http://www.easyhdr.com ist günstiger und bietet ähnliche Funktionen nebst begrenzter Bildbearbeitungsmöglichkeiten.

Bewertung:

Leistung (50%): Note 1,5
Bedienung (35%): Note 1,5
Dokumentation (5%): Note 1,5
Installation/De-Installation (5%): Note 1,5
Systemanforderungen (5%): Note 1,5

Gesamtnote: Note 1,5

Anbieter:

Franzis

Weblink:

http://www.photomatix.de

Preis:

ab 81,95 Euro

Betriebssysteme:

Windows XP, Vista, MacOS X

Plattenplatz:

ca. 10 MByte

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