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Philips S231C4AFD im Test

14.04.2014 | 16:16 Uhr |

Der Bildschirm von Philips verfügt parallel über ein vollwertiges Android, der Vierkerner Nvidia-Tegra-3 sorgt für die Rechenpower. Doch dass der „smarte Monitor“ noch seine Schwächen hat, offenbart sich im Test.

Philips betitelt den S231C4 als „intelligentes Universalgerät“ , auf der Verpackung steht „Smart All-in-One“ – die Rede ist von einem Monitor mit Android, die aktuell immer mehr Hersteller ins Portfolio nehmen. Der Test zeigt, wie gut sich der Android-Bildschirm im Alltag schlägt.

Ausstattung: Monitor mit Android

Etwas verdutzt sind wir nach dem ersten Einschalten, denn der Monitor sucht vergeblich nach einer Signalquelle, wie zum Beispiel einem angeschlossenen PC. Von Android ist hier erst einmal keine Spur, wir gelangen erst über die Sensor-Bedienelemente an der Unterseite in das Google-OS. Danach bootet der S231C4 aber künftig gleich in das Betriebssystem. Vorinstalliert ist übrigens die Version 4.2.2 (Jelly Bean).

Bei den Bedienelementen setzt Philips auf eine Sensortechnik.
Vergrößern Bei den Bedienelementen setzt Philips auf eine Sensortechnik.

Doch schon nach dem ersten Wischen über das Touch-Display fallen uns die vergleichsweise langsamen Reaktionszeiten auf sowie die recht trägen Animationen. Das liegt daran, dass ein nicht mehr ganz zeitgemäßer Rechenchip seinen Dienst im smarten Monitor verrichtet: Der Nvidia Tegra 3 (oder auch T33) arbeitet mit vier 1,6 GHZ starken Kernen, während ihm ein 2 GB großer Arbeitsspeicher zur Seite steht. Das Innenleben kommt übrigens aus dem taiwanischen Hause Gigabyte. Um etwas komfortabler auf dem Bildschirm zu tippen, lässt sich das Gerät um bis zu 60 Grad mit Hilfe des flexiblen Standfußes verstellen. Alternativ können Sie den Bildschirm dank der Kompatibilität zu Vesa-Halterungen an die Wand schrauben.

Anschlüsse und Speicher

Zur restlichen Ausstattung zählen ein herkömmlicher LAN-Anschluss und WLAN bis hoch zum N-Standard, Bluetooth, Audiobuchsen, zweimal USB 2.0 sowie die Videoschnittstellen VGA und HDMI. Schließlich lässt sich der Android-All-in-One auch als klassischer Monitor nutzen. An der Oberseite befindet sich eine HD-Webcam für Videochats, zum Beispiel.

Von links nach rechts: 2x USB 2.9, Audio, Ethernet, USB Typ-B, SD-Speicherkarten-Slot, Strom, HDMI und VGA.
Vergrößern Von links nach rechts: 2x USB 2.9, Audio, Ethernet, USB Typ-B, SD-Speicherkarten-Slot, Strom, HDMI und VGA.

Der interne Speicher beträgt 8 GB, ab Werk stehen aber nur noch rund 6 GB zur Verfügung – das halten wir für etwas knapp bemessen. Der Speicherplatz lässt sich glücklicherweise mit Hilfe von SD-Karten erweitern. Alternativ funktionieren auch externe Festplatten oder USB-Sticks an den beiden USB-Schnittstellen. Ton gibt der S231C4 über zwei Front-Lautsprecher aus.

Ausstattung

Philips S231C4AFD

Prozessor

Nvidia Tegra 3 (1,6 GHz, Quad-Core)

Maße (L x B x H)

56,3 x 39,3 x 7,7 Zentimeter

Betriebssystem

Android 4.2.2

eingebauter Speicherplatz (Art)

8 GB (Flash)

Wireless-LAN / Bluetooth / UMTS / GPS

802.11n / ja / nicht vorhanden / nicht vorhanden

USB

2x USB 2.0, 1x USB 2.0 (Typ B)

HDMI

1

VGA

1

Kartenleser (Formate)

ja (SD)

Einschub für SIM-Karte

nein

Webcam

ja (1 Megapixel)

Audioausgang

1

Mikrofon

ja

Lieferumfang

Netzteil, Treiber-CD, gedrucke Anleitung

Touchscreen für nur zwei Finger

Der All-in-One bringt etwa 5 Kilogramm auf die Waage, die Bildschirmdiagonale misst 23 Zoll. Da die Auflösung 1920 x 1080 Pixel (Full-HD) beträgt, fällt die Punktedichte mit rund 96 ppi ziemlich gering und damit auch recht grobkörnig aus. Einzelne Pixel lassen sich also deutlich erkennen. Immerhin verfügt das IPS-Panel über einen starken Blickwinkel. Dafür ist das Display nur gering entspiegelt, Lichtquellen reflektiert der Bildschirm also recht stark.

Natürlich beherrscht der S231C4 auch Touch-Eingaben, erkennt aber nur bis zu zwei Finger gleichzeitig – ab drei Fingern geht leider gar nichts mehr. Schade ist allerdings, dass Philips keine drahtlose Tastatur und Maus mitliefert. Wir finden nämlich, dass eine anständige Peripherie zur Standard-Ausstattung eines Geräts gehört, das als All-in-One in den Verkauf geht.

Bildschirm

Philips S231C4AFD

Diagonale / Auflösung / Punktdichte

23 Zoll (58,4 Zentimeter) / 1920 x 1080 Bildpunkte / 96 ppi

Entspiegelung / Touchscreen (parallele Eingaben)

gering / ja (bis zu zwei Finger)

Leistung und Stromverbrauch: geht gemächlich ans Werk

Leistungsrekorde dürfen Sie vom Philips S231C4 freilich nicht erwarten, dafür hat der Rechenchip schon zu viele Jahre auf dem Buckel. Die Geschwindigkeit im Browser-Benchmark Sunspider geht noch in Ordnung, das Niveau entspricht in etwa das eines Samsung Galaxy Note 10.1 .  Im grafisch anspruchsvollen 3DMark erreicht das Gerät im Szenario „Icestorm Unlimited“ 3918 Punkte.
Damit ist es zwar etwas besser als ein Samsung Galaxy Express , das vor über einem Jahr auf den Markt kam, im Vergleich zu den aktuellen Smartphone-Flaggschiffen hinkt es aber extrem hinterher. Zusammengefasst: Für einfache Aufgaben wie dem Surfen im Internet oder für Office-Arbeiten reicht es, doch mehr ist leider nicht drin.

Der Bildschirm lässt sich um bis zu 60 Grad neigen – so lässt sich komfortabler auf dem Touchscreen tippen.
Vergrößern Der Bildschirm lässt sich um bis zu 60 Grad neigen – so lässt sich komfortabler auf dem Touchscreen tippen.

Philips setzt auf ein lüfterloses Design, was geräuschempfindlichen Ohren zugutekommt. Der Stromverbrauch hält sich derweil in Grenzen und überschreitet nicht einmal die 40-Watt-Marke – das liegt zwar über den Durchschnitt für einen Monitor, doch für ein vollwertiges Android-System geht das in Ordnung.

Test-Fazit zum Philips S231C4

Smart ist der Monitor von Philips allemal: Dank des vorinstallierten Android-Betriebssystems haben Sie Zugriff auf tausende Apps und können beispielsweise auch Inhalte über WLAN streamen. Hinzu kommt noch, dass der S231C4 sehr leise arbeitet und vergleichsweise zurückhaltend beim Stromverbrauch ist. Schnittstellen sind ebenfalls ausreichend vorhanden.
Doch für einen waschechten All-in-One-PC fehlt es leider an verschiedenen Dingen: Zuerst einmal erfolgt die Lieferung ohne Tastatur und Maus, wirklich produktiv arbeiten lässt sich auf dem Touchscreen nämlich nicht. Außerdem reagiert der Bildschirm manchmal träge auf Eingaben, insgesamt ist die Leistung nur mäßig. Lediglich Alltagsaufgaben lassen sich problemlos meistern, mit komplexen Anwendungen ist der Philips-Smart-Monitor überfordert. Den Preis von 429 Euro halten wir aufgrund der genannten Negativpunkte für zu hoch angesetzt.

Allgemeine Daten

Philips S231C4AFD

Internetadresse von Philips

www.philips.de

Preis 

429 Euro

Technische Hotline

0800/1802089

Garantie

24 Monate

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