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Philips Hue und Friends of Hue im Test

24.04.2014 | 10:30 Uhr |

Philips Hue sind Glühlampen, deren Farbe und Leuchtintensität Sie ganz nach Gusto per Smartphone-App anpassen können. Wir haben die Leuchtmittel sowie zwei Erweiterungsprodukte der Reihe "Friends of Hue" ausprobiert.

Kaum etwas beeinflusst die Stimmung eines Menschen so sehr wie Licht. Wer ein romatisches Abendessen plant, holt unweigerlich Kerzen aus der Schublade. Das harte, bläuliche Licht einer Neonröhre hinterlässt dagegen ein Gefühl von Kälte. Einer der Hersteller, die schon seit Jahren mit Licht experimentieren, ist Philips. Sei es die Ambilight-Beleuchtung bei Fernsehern oder das Farbenspiel der Living-Color-Lampen: Philips gilt zu Recht als Spezialist auf dem Gebiet der Beleuchtung.

Mit seinen steuerbaren Leuchten der Hue-Reihe ist Philips seit etwa zwei Jahren auf dem Markt. Die Einbindung von Ambilight ist bereits realisiert. Nun gibt es zur Erweiterung des Systems die "Friends of Hue", weitere Leuchtmittel, die sich problemlos in das Hue-Netzwerk integrieren lassen. Wir haben Hue im Zusammenspiel mit zwei seiner Freunde ausprobiert.

Mit den Zusatzprodukten "Friends of Hue" können Sie dem Hue-Verbund noch weitere Leuchten und LED-Strips hinzufügen.
Vergrößern Mit den Zusatzprodukten "Friends of Hue" können Sie dem Hue-Verbund noch weitere Leuchten und LED-Strips hinzufügen.
© Philips

Philips Hue: Die Installation

Das Herzstück von Hue bildet die so genannte Bridge. Dabei handelt es sich um ein rundes Kästchen von knapp zehn Zentimetern Durchmesser, das als Schaltzentrale die einzelnen Lampen und Leuchten miteinander verbindet. Dafür besitzt die Bridge einen Stromanschluss und eine LAN-Buchse, mit der Sie sie in Ihr Heimnetzwerk einbinden. Sind alle Kabel verbunden, drücken Sie auf dem großen Knopf in der Mitte der Bridge, und sie ist startklar.

Die Bridge verbindet sich automatisch mit allen aktiven Hue-Lampen und Leuchten. Diese müssen dazu nur eingeschraubt beziehungsweise angesteckt und eingeschaltet sein. Dann benötigen Sie nur noch die kostenlose Hue-App aus dem Play Store zum Steuern der Beleuchtung.

Die Hue-App: Lichtsteuerung mit vielen Möglichkeiten

In der Hue-App haben Sie grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Sie können Ihre Lampen zuhause vor Ort steuern, oder Sie melden sich bei der MyHue-Cloud an und haben dann auch von unterwegs Zugriff auf Ihre Lampen - etwa, wenn Sie als Schutz vor Einbrechern das Licht einschalten wollen. Alternativ können Sie die Hue-Lampen aber auch per Timer-Funktion programmieren.

Die wichtigsten Menüpunkt der Hue-App sind "Szenen" und "Beleuchtung". Unter "Szenen" finden Sie voreingestellte Lichtsituationen wie "Sunset" (rötlich) oder "Deep Sea" (bläulich). Alle Szenen können Sie nach belieben bearbeiten und abspeichern, aber auch neue Szenen definieren. Zwei Sonderoptionen bilden die Einstellungen, die sich speziell zum Lesen und zum Regenerieren eignen sollen.

Über die Hue-App können Sie den einzelnen Lampen Lichtszenen zuweisen, den Farbton aber auch manuell bestimmen.
Vergrößern Über die Hue-App können Sie den einzelnen Lampen Lichtszenen zuweisen, den Farbton aber auch manuell bestimmen.

Der Menüpunkt "Beleuchtung" dient zum Justieren der einzelnen Lampen und Leuchten. Bis zu fünf Lampen lassen sich ansprechen, die Sie per Drag und Drop auf die gewünschte Farbe ziehen. Die Leuchtintensität passen Sie mittels Schieberegler an. Ziehen Sie den regler ganz nach links, schalten Sie die Lampe aus.

Friends of Hue: LED-Strips und Bloom

Die Friends of Hue bestehen derzeit aus drei Produkten: der Leuchte Bloom aus der Living-Colors-Reihe, die sich dank angeschnittenem Fuß schräg platzieren lässt, der kugeligen Leuchte Iris, ebenfalls aus der Living-Colors-Reihe, sowie den LightStrips, einem flexiblen LED-Band von zwei Metern Länge, das sich unter Theken oder Regale kleben lässt.

Wir hatten neben den drei Hue-Lampen die Bloom-Leuchte und die LightStrips im Test. Die Integration in den Hue-Verband erfolgt problemlos, die Bridge erkennt die Geräte sofort und macht die Steuerung über die App möglich. Das Licht, das die einzelnen Lampen und Leuchten ausstrahlen, ist sehr angenehm und reicht durchaus als einzige Beleuchtung. Von "Funzeln" keine Spur.

Die Leuchte Bloom aus der Living-Colors-Reihe kann ebenfalls mit der Hue-Bridge kommunizieren.
Vergrößern Die Leuchte Bloom aus der Living-Colors-Reihe kann ebenfalls mit der Hue-Bridge kommunizieren.
© Philips

Interessant sind auch Funktionen wie der Sonnenaufgang, bei dem die Lampe bis zu 30 Minuten lang die Lichtintensität stetig erhöht und - falls gewünscht - auch wieder senkt, sowie die Weckfunktion und der integrierte Timer, der besonder gut als Einbruchschutz dienen kann.

Fazit: Schöner, aber sehr teurer Spaß

Die steuerbaren Lampen und Leuchten aus der Hue-Familie machen viel Spaß und lassen sich einfach handhaben. Je nach Stimmung können Sie damit das Licht bei Ihnen zuhause steuern. Außerdem lassen sich die Geräte als Einbruchschutz programmieren, wenn Sie im Urlaub sind.

Aber: Die Hue-Produkte sind sehr teuer. Eine einzelne Birne kostet Sie bereits 79 Euro , und da ist noch keine Bridge dabei, die Sie zum Aufbau eines Hue-Systems unbedingt brauchen. Dementsprechend zahlen Sie für ein Starter-Kit stolze 232 Euro (drei Hue-Lampen und Bridge) beziehungsweise 180 Euro für die Bloom mit Bridge. Das Starter-Pack der LightStrips kostet 199 Euro.

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