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Samsung EX1 im Test

10.08.2010 | 15:23 Uhr |

Die Besonderheit an der Samsung EX1 ist ihr lichtstarkes Objektiv, das im Weitwinkelbereich eine Blende von 1:1,8 zulässt. Darüber hinaus ist die Digitalkamera mit einem hoch auflösenden und kontrastreichen Bildschirm ausgestattet. Lesen Sie den PC-WELT-Test.

Die Samsung EX1 eignet sich vor allem für Situationen, in denen Sie den Blitz zuschalten oder die Lichtempfindlichkeit erhöhen würden. Denn beides führt im schlimmsten Fall zu überstrahlten respektive verrauschten Bildern. Das lichtstarke Objektiv der Samsung EX1 macht die "Aufheller" dagegen oft überflüssig und kommt so, zusammen mit dem großen Bildsensor der Samsung EX1, der Bildqualität zugute.

Bildqualität: Die Auflösung der Samsung EX1 verlief bei mittlerer und langer Brennweite sehr gleichmäßig. Lediglich im Weitwinkelbereich deckten die Tests eine etwas zu starke Scharfzeichnung in der Bildmitte auf, die sich zum Bildrand hin jedoch wieder auf ein normales Maß einpendelte. Insgesamt ergab das einen hohen mittleren Wirkungsgrad von 74 Prozent, der umgerechnet einer Auflösung von 5,3 Megapixeln entspricht.

Das Rauschverhalten der Samsung EX1 war durchgehend gut, selbst bei ISO 3200 blieben die Bildfehler akzeptabel. Hier machen sich die Vorteile des großen Sensors bemerkbar. Auch die Eingangsdynamik gab keinen Anlass zur Klage. Der Messwert ergab, dass die Digitalkamera auch kontrastreiche Motive wiedergibt, ohne dass Details in den Lichtern und Schatten verloren gehen.

Ein Kritikpunkt war die nur ausreichende Ausgangsdynamik, sprich, der Übergang von hellen zu dunklen Bildbereichen. Vor allem die Darstellung von tiefem Schwarz bereitet der Samsung EX1 bereits bei ISO 100 Probleme.

Handhabung: Über ein zweites Wählrad - das erste ist für den Aufnahmemodus zuständig - aktivieren Sie die Serienbildfunktion der Samsung EX1 sowie den Selbstauslöser und den Bracketing-Modus. Das ist praktisch und verhindert unnötiges Menügestöber zwischen den Aufnahmen. Auch die Arbeitsgeschwindigkeit der Digitalkamera überzeugte. Allerdings ist sie mit 327 Gramm inklusive Akku und Speicherkarte nicht gerade ein Leichtgewicht.

Ausstattung: Um möglichst viel Einfluss auf die Belichtung zu haben, bietet die Samsung EX1 Blenden- und Zeitautomatik. Darüber hinaus besitzt die Digitalkamera einen komplett manuellen Modus. Der schwenkbare Bildschirm ermöglicht Aufnahmen aus schwierigeren Positionen und misst 7,62 Zentimeter in der Diagonale.

Die Samsung EX1 besitzt einen HDMI-Anschluss, über den Sie Ihre Bilder auf einem hoch auflösenden Fernseher anzeigen können. Im Videomodus arbeitet die Kamera dagegen nur mit 640 x 480 Bildpunkten - ein Manko, das Samsung beim Nachfolgermodell vermeiden sollte.

Fazit: Die Samsung EX1 hebt sich mit ihrem Objektiv von der Konkurrenz ab. Die Bildqualitätstests absolvierte sie größtenteils gut. Lediglich bei der Ausgangsdynamik war das Ergebnis zu niedrig. Und abgesehen von der VGA-Videoauflösung, die einige Punkte kostete, konnten auch die Ausstattung sowie die Bedienung der Kamera überzeugen.

Alternativen: Die Canon Ixus 300 HS kommt ebenfalls mit einem sehr lichtstarken Objektiv, das bei kurzer Brennweite eine Anfangsblende von 1:2,0 zulässt. Sie kostet etwa 140 Euro weniger als die Samsung EX1. Dafür schnitt sie bei der Bildqualität schlechter ab, was Bildrauschen und Wirkungsgrad angeht. Ihr Bildschirm arbeitet zudem mit geringerer Auflösung, die Serienbildfunktion mit niedrigerer Frequenz.

Varianten: Samsung EX1 schwarz

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