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Parrot Zik im Test

14.10.2013 | 10:00 Uhr |

Mit dem Zik folgt Parrot dem aktuellen Trend und bringt einen hochklassigen Over-Ear-Kopfhörer inklusive Bluetooth und Touch-Bedienfeld auf den Markt. Doch das Luxusgerät hat seinen Preis!

Für einen Over-Ear-Kopfhörer ist der Parrot Zik recht schlank – ein Beweis dafür, dass auch schalldämpfende Schalen, die das komplette Ohr umschließen, nicht klobig wirken müssen.

Für unser Testmuster haben wir die Farbvariante Grau/Kupfer gewählt. Sowohl der gepolsterte Kopfbügel als auch die weichen Ohrpolster sind mit grauem Leder überzogen. Die Front der Ohrschalen besteht aus mattem gummiertem Kunststoff der gleichen Farbe. Farbliche Highlights bilden Verbindungsstücke zwischen Bügel und Schalen sowie kleine Details aus bronzefarbenem Metall auf den Kunststoffflächen.

Durch zwei Gelenke am Bügel lassen sich die Ohrschalen nach innen klappen. So können Sie den Kopfhörer leichter verstauen. Die zwei integrierten Mikrofone, die Klinkenbuchse, der Micro-USB-Anschluss sowie der Einschaltknopf befinden sich an der Unterseite der Ohrschalen.

Gerade in der Farbkombination Grau und Kupfer, die an die Stilrichtung Steampunk erinnert, ist der Parrot Zik etwas gewöhnungsbedürftig. Auch in der Redaktion gingen die Meinungen dazu stark auseinander. Etwas allgemeinverträglicher dürfte da die Farbvariante Schwarz und Silber sein. Die Verarbeitung des Kopfhörers ist aber durchaus hochwertig und stabil. Das mitgelieferte Stoffbandkabel misst 1,30 Meter und ist vielleicht ein wenig zu lang geraten. Außerdem ist der Kopfhörer mit seinem integrierten Akku etwas schwer und bringt insgesamt 330 Gramm auf die Waage.

Der Kopfhörer ist auch in Schwarz-Silberfarben erhältlich.
Vergrößern Der Kopfhörer ist auch in Schwarz-Silberfarben erhältlich.
© Parrot

Look 15 %

Note: 1,80

Optischer Eindruck

akzeptabel

2,30

Gewicht

330 Gramm

2,70

Größe

150 x 198 x 80 Millimeter (Breite x Höhe x Tiefe)

1,70

Verarbeitung

sehr gut

1,30

Kabellänge

1,3 m

1,00

Klangqualität: Solides Musikerlebnis

Das Klangerlebnis des Parrot Zik kann sich durchaus sehen lassen. Die Höhen gibt er klar und unverzerrt, die Tiefen voll und warm wieder. Leichte Abzüge gibt es im Bassbereich. Bei einem Kopfhörer in dieser Preisklasse hätten wir etwas mehr erwartet. Allerdings bekommt der Kopfhörer Pluspunkte für die aktive Geräuschunterdrückung: Vier kleine Mikrofone analysieren die Umgebungsgeräusche und passen die Lautstärke perfekt daran an.

Im Test begeistert der Zik vollkommen durch den ungestörten Hörgenuss. Um alle Funktionen des Over-Ears ausschöpfen zu können, müssen Sie sich auf Ihrem Abspielgerät die zugehörige kostenlose App Parrot Audio Suite installieren. Über die App lässt sich nicht nur die Geräuschunterdrückung aktivieren oder je nach Belieben am integrierten Equalizer herumdrehen. Auch den Lautsprecherwinkel und die Klangumgebung können Sie individualisieren. Zur Auswahl stehen die Optionen Concert Hall, Jazz Club, Living Room oder Silent Room. So können Sie ein Lied in verschiedenen Klangsituationen erleben und genießen.

Klangqualität 45 %

Note: 1,52

Höhen

sehr gut

1,30

Tiefen

überzeugend

2,00

Bass

akzeptabel

2,30

Kabelgeräusche

nein

1,00

Aktive Geräuschunterdrückung

ja

1,00

Lieferumfang: Alles Nötige an Bord

Der Lieferumfang lässt wenige Wünsche offen. Neben einem schwarzen Transportbeutel, bedruckt mit dem Logo des Herstellers, finden sich eine Gebrauchsanweisung, ein Ladekabel sowie ein Line-In-Kabel und ein Akku mit einer Leistung von 800 mAh. Laut

Parrot soll der Zik damit auf eine aktive Laufzeit von bis zu sechs Stunden kommen.

Transportbeutel für den Parrot Zik
Vergrößern Transportbeutel für den Parrot Zik
© Sandra Ohse

Lieferumfang 10 %

Note: 2.00

Transportbeutel

ja

1,00

integrierte Headset

ja

1,00

Kabelwickler

ja

1,00

Kabelklipp

nein

6,00

Gebrauchsanweisung deutsch

ja

1,00

Handhabung: Praktisch, solange der Akku geladen ist

In punkto Passgenauigkeit ist der Parrot Zik äußerst flexibel. Je nach Kopfgröße lässt sich der Over-Ear anpassen. Dank der guten Polsterung des Bügels und der Ohrpolster wird ein hoher Tragekomfort gewährleistet. Einzig das Gewicht stört etwas.

Da es sich beim Zik um einen Bluetooth-Over-Ear handelt, müssen Sie vor der ersten Nutzung den Kopfhörer mit Ihrem Smartphone oder Tablet koppeln. Wahlweise über die Bluetooth-Suchfunktion oder über NFC können Sie die beiden Geräte einfach miteinander verbinden.

Wie einige neue Kopfhörer trumpft auch der Parrot Zik mit einem Touch-Bedienfeld an der Außenseite der rechten Ohrschale auf. Über vertikale Wischbewegungen lässt sich die Lautstärke steuern, über horizontales Wischen können Sie zwischen den Liedern Ihrer Playlist hin und her wechseln. Ein kurzes Antippen stoppt die Wiedergabe. Der integrierte Bewegungssensor erkennt, wenn Sie den Kopfhörer ablegen, und stoppt die Musik automatisch. Auch Anrufe können Sie über die Touch-Bedienfläche verwalten.

Fünf In-Ear-Kopfhörer im Test

Um in den Genuss dieser einfachen Steuerungsmethode zu kommen, muss der Kopfhörer natürlich eingeschaltet sein. Ist der Akku leer, lässt er sich einfach über das mitgelieferte Micro-USB-Kabel aufladen. So lange können Sie zwar den Kopfhörer per Line-In-Kabel mit Ihrem Smartphone verbinden, die Zusatzfunktionen wie die Geräuschunterdrückung können Sie dann aber nicht nutzen.

Handhabung 25 %

Note: 1,20

Fernbedienung

ja (auf den Ohrmuscheln)

1,00

Tragekomfort

sehr gut

1,30

Passgenauigkeit

überzeugend

1,70

Flachbandkabel oder Stoffkabel

ja (Stoffbandkabel)

1,00

Kabelverwicklung

nein

1,00

Over-Ear-Kopfhörer in Grau und Kupfer
Vergrößern Over-Ear-Kopfhörer in Grau und Kupfer
© Sandra Ohse

Fazit: Guter Bluetooth-Kopfhörer mit außerordentlich praktischer Bedienung

Insgesamt überzeugt der Parrot Zik vor allem mit einer wirklich benutzerfreundlichen und intuitiven Bedienung sowie einem ausgewogenen Klangbild. Dies lässt auch die kleine Schwäche im Bassbereich verzeihen. Auch in punkto Geräuschunterdrückung hält der Kopfhörer, was er verspricht. Bei einem stolzen Preis von knapp 350 Euro dürfte der Parrot Zik aber eher etwas für Audioenthusiasten sein.

Testkategorien

Look 15 %

1,80

Klangqualität 45 %

1,52

Lieferumfang 10 %

2,00

Handhabung 25 %

1,20

Service 5 %

1,00

Aufwertung/ Abwertung

-0,2: Touch-Bedienfeld auf der Ohrschale

Gesamtnote 100 %

1,30

Preis (UVP)

349 Euro

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