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Parallels Workstation 2.1

24.05.2006 | 09:07 Uhr |

Parallels Workstation ist ein leicht zu bedienendes Programm für das gefahrlose Testen von Software in einem virtuellen PC.

Mit Parallels Workstation lassen sich unter Windows, Linux und MacOS X (Intel-Version) mehrere virtuelle PCs einrichten. Als Gastsysteme kommen in Frage: alle Windows-Versionen seit 3.1, OS/2 Warp, die Linux-Distributionen Debian, Fedora Core, Mandriva, Red Hat und Suse, FreeBSD, Sun Solaris, MS-DOS 6.22. 20 MByte auf der Festplatte benötigt die Grundinstallation. Jedes Gastsystem braucht zusätzlich den gleichen Platz, den das System auch normalerweise belegen würde.

Für das Gastsystem emuliert Parallels Workstation einen Pentium-II- oder AMD-Duron-Rechner mit folgenden Komponenten: i815-Chipsatz, RAM bis 1,5 GB, VGA und SVGA mit VESA 3.0, 1,44-Zoll-Diskettenlaufwerk, bis zu vier IDE-Geräte und eine RTL8029-kompatible Netzwerkkarte. Weiterhin emuliert die Software bis zu vier serielle, drei parallele und zwei USB-1.1-Anschlüsse, eine AC97-kompatible Soundkarte, eine 104-Tasten-Tastatur und eine PS/2-Maus mit Scrollrad. Ein real existierendes WLAN-Modul kann ebenfalls in dem virtuellen PC benutzt werden. Zur Installation eines Gastsystems greift Parallels Workstation auf physikalisch vorhandene Geräte wie DVD- und Diskettenlaufwerk oder ein beliebiges vorhandenes Image zu. Die Windows-XP-Installation auf dem virtuellen PC startet wie gewohnt, der Installer von Suse Linux begrüßt den Anwender dagegen im Text- statt im Grafikmodus. Aus den Gastsystemen kommt man später problemlos ins Internet, Netzwerkverbindungen zum Wirtssystem sind ebenfalls möglich.

Ist Windows, Solaris oder OS/2 der Gast, kann man spezielle Treiber installieren und einige Komponenten der virtuellen Maschine aufwerten. So ist es möglich, die Zwischenablage gemeinsam mit dem Wirtsystem zu nutzen und die Bildschirmauflösung auf über 800x600 zu erhöhen.
Hin und wieder hängt sich Parallels Workstation auf und muss dann über den Task-Manager gekillt werden. Bei einem Suse-Linux-Gastsystem war einmal selbst das nicht möglich und eine Neuinstallation des Gastsystems fällig. Unser USB-Scanner wurde im virtuellen Suse Linux nicht erkannt, im virtuellen Windows XP und unter einer echten Suse-Installation hingegen schon.

Fazit: Parallels Workstation ist ein leicht zu bedienendes Programm für das gefahrlose Testen von Software in einem virtuellen PC. An der Stabilität muss der Hersteller noch arbeiten.

Alternative: VMware Workstation ist ein ähnliches Produkt, das es für Windows und Linux gibt. Es kostet allerdings rund 190 Dollar.

BEWERTUNG

Leistung (50%) Note: 2,0
Bedienung (35%) Note: 1,5
Dokumentation (5%) Note: 2,5
Installation/De-Installation (5%) Note: 2,0
Systemanforderungen (5%) Note: 3,0

GESAMTNOTE: 1,9

Anbieter:

Parallels

Weblink:

www.parallels.com

Preis:

48 Euro

Betriebssysteme:

2000, XP, Linux, MacOS X (Intel-Version)

Plattenplatz:

ca. 20 MB

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