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Panasonic NV-GS75 EG

20.06.2005 | 12:59 Uhr |

Günstiger 3-Chip-Camcorder mit gutem Bild, gelungener Bedienung und sehr langer Akkulaufzeit.

Neue Aufnahmemedien warten in Lauerstellung, doch richtig spannende Entwicklungen gibt es im Augenblick bei den Camcordern mit DV-Band: Denn der erstarkenden Konkurrenz hat das System sehr preiswerte Aufnahmemedien mit hoher Speicherkapazität und daher sehr hoher Bildqualität voraus. Den Qualitätsvorteil möchte Panasonic weiter ausbauen und noch mehr Bildqualität zum kleinen Preis liefern. Dafür stattet Panasonic den NV-GS75 EG für rund 590 Euro mit professioneller Signaltechnik in Form von drei Aufnahmechips (Charge Coupled Device, CCD) aus. Das Motto: Drei CCDs sehen mehr als einer. Ein Prisma hinter dem Objektiv unterteilt einfallendes Licht in die drei Primärfarben Rot, Grün und Blau. Jeder Chip ist für einen Farbauszug des Motivs zuständig, was eine hohe Farbtreue bei der Aufzeichnung garantiert.

Ausstattung

Die drei CCDs nutzt der NV-GS75 EG nicht allein zur Steigerung der Videoqualität, zusammengefasst ergeben die Bildpunkte knapp 2 Megapixel Fotoauflösung. Gespeichert wird auf SD-Card. Die Anschlüsse für Bildund Tonübertragung sind an der Kamera verteilt. Ein Novum stellt die Video-Übertragung via USB 2.0 in voller Qualität dar. Allerdings funktioniert das nur mit der beiliegenden Software, die Rückübertragung zum Camcorder ist weder via USB noch per Firewire möglich. Ein separates Ladegerät legt Panasonic bei, der mitgelieferte Akku hält rekordverdächtige 140 Minuten durch. Danach bleibt allerdings nicht einmal genug Energie zum Auswerfen der Kassette.

PRAKTISCHE BEILAGE: Panasonic stattet den NV-GS75 EG mit zwei Fernbedienungen aus
Vergrößern PRAKTISCHE BEILAGE: Panasonic stattet den NV-GS75 EG mit zwei Fernbedienungen aus
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Bedienung

Gefilmt wird mittels Display oder Sucher. Letzterer lässt sich allerdings nur aus dem Gehäuse herausziehen, nicht schwenken. Die Bedienung erfolgt über den neuen Joystick- Menüschalter mit virtueller Hilfestellung im Display. Drücken schaltet zwischen den Funktionen um, seitliche Bewegungen steuern die Funktionen. Manuelle Eingriffmöglichkeiten sind ausreichend vorhanden, die Blende lässt sich mit echten Werten steuern. Erfreulich finden wir die in Deutsch gehaltene Menüsprache des NV-GS75 EG.

Bild- und Tonqualität

Wie vermutet, ist die Farbwiedergabe kräftig und präzise, auch bei düsteren Situationen. Mehr Details nehmen aber auch die drei Chips nicht auf. Aufnahmen bei wenig Licht wirken dunkel, die Schärfe stimmt dann nicht immer. Der Bildstabilisator schwächelt im hohen Telebereich. Das Zoommikrofon passt sich an die Brennweitenveränderung an, zeigt jedoch Defizite im Bassbereich.

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