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Paint Shop Pro Photo XI

21.09.2006 | 08:30 Uhr |

Auch wenn Paint Shop Pro in der neuen Version XI etliche Verbesserungen bringt, lohnt sich ein Update nach Meinung unseres Testers für Besitzer älterer Versionen nicht. Für Einsteiger dagegen ist das Programm empfehlenswert.

Paint Shop Pro Photo XI heißt die neueste Version des Pixelklassikers. Ins Auge fallen zunächst die Verbesserungen bei der eingebauten Bilddatenbank: Stichwörter und Beschreibungen nach IPTC-Standard lassen sich bequem auch für mehrere Dateien eintragen. Die Suchfunktion spürt die gewünschten Bilder blitzschnell auf, komplexe Abfragen speichert das Programm sogar. Videodateien laufen direkt in der Miniaturendarstellung ab, auf Wunsch mit Ton. Praktisch: Die Bildverwaltung löst Einzelbilder aus Videos heraus.

Das Tool zeigt jedoch auch Schwächen: So präsentiert der Verzeichnisbaum nur Ordner, die zuvor umständlich manuell ausgewählt wurden. Lästig auch: Die Diaschau zum Weitergeben verlangt den kostenlosen Snapfire-Player. Empfänger der Diaschau müssen sich dieses Programm erst herunterladen.

Bei der Bildbearbeitung legt Paint Shop zu: Die Automatiken für Kontrast oder Farbkorrekturen sind jetzt leichter zugänglich. Gut: Diese Ergebnisse lassen sich sofort manuell mit Histogramm und Gradationskurve verfeinern. Mit dem neuen Umfärber-Werkzeug wechseln Hemden oder Autos blitzschnell die Farbe. Allerdings sollte man den Zielbereich mit dem Lasso einschränken, sonst ändern sich andere Bildbereiche mit. Ein neues Make-Up-Werkzeug entdeckt automatisch Hautpartien und glättet sie. Den voreingestellten Wert muss man jedoch senken, sonst mutieren die Gesichter zu Wachsfiguren.


Neue interessante Effekte sind dazugekommen: Die „Zeitmaschine“ bietet sieben unterschiedliche Verfremdungen auf einer Zeitleiste von 1839 bis 1960 an. „Film und Filter“ ändert die Farbstimmung subtil. Vorgaben wie „Glamour“ oder „Lebhafte Hauttöne“ ändern die Atmosphäre, ohne das Bild allzu deutlich zu verfremden. Zu kurz greift dagegen der neue „Tiefenschärfe“-Filter: Er soll den Bildhintergrund aufweichen und die Schärfe allein auf dem Hauptmotiv belassen. Allerdings lässt sich das Hauptmotiv innerhalb des Dialogfelds nicht sauber auswählen.

Fazit: Paint Shop Pro wird noch praxisgerechter - das liegt an der verbesserten Bildverwaltung und neu angeordneten Automatiken.

Alternative: Photo Impact 11 ( www.ulead.de ) bietet mehr bei Bildverwaltung und Webdesign, schwächelt aber bei Montagen.

BEWERTUNG

Bildbearbeitung (40%): Note 1,5
Bedienung (30%): Note 2,0
Bildverwaltung (5%): Note 2,5
Online-Auftritt (10%): Note 3,5
Systemanforderungen (5%): Note 2,0

GESAMTNOTE: 2,0

Anbieter:

Corel

Weblink:

www.corel.de

Preis:

99,99 Euro, Update 69,99 Euro

Betriebssysteme:

Windows 2000, XP

Plattenplatz:

ca. 500 MB

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