27.07.2006, 13:00

Thomas Rau

Packard-Bell Easynote V5

Ein günstiges Multimedia-Notebook verspricht Packard Bell mit dem Easynote V5: Günstig stimmt – aber auch der Hersteller spart an manchem Detail.
Geschwindigkeit: Das Easynote V5 besitzt zwar einen Core Duo T2400 (1,83 GHz) – in unseren Tests war das Notebook aber etwas langsamer als ein Mobilrechner mit einem Core Duo T2300 (1,66 GHz). Der Grund: Packard Bell baut nur 512 MB Arbeitsspeicher (und auch nur DDR2-533 statt der maximal möglichen Variante DDR2-667) ein, sowie eine langsame Festplatte, die mit nur 4200 Umdrehungen arbeitet. Das RAM lässt sich aber über einen freien Steckplatz bequem aufrüsten. Aktuelle Spiele bewältigt das Easynote V5 ohnehin nicht – dafür ist der im Chipsatz integrierte Grafikchip zu schwach.
Ausstattung: Mit 60-GB-Festplatte und DVD-Brenner (allerdings ohne RAM-Unterstützung) erfüllt das Easynote V5 gerade noch die Ansprüche an ein Notebook dieser Preisklasse. Bei den Schnittstellen fällt der DVI-I-Ausgang auf, zum Anschluss analoger und digitaler Monitore. Je zwei der vier USB-Ports liegen eng zusammen und lassen sich eventuell nicht gleichzeitig nutzen. Für Peripherkarten gibt es nur einen Expresscard-Steckplatz – Standard-PC-Cards lassen sich im Easynote V5 nicht mehr verwenden.
Mobilität: Die Akkulaufzeit des Easynote V5 ist mit 2:42 Stunden mittelmäßig – sie lässt sich verlängern, wenn man den ECO-Modus einschaltet: Dann arbeitet der Prozessor mit maximal 1 GHz, was für Mails, Internet und sogar DVDs schauen ausreicht. Das Gewicht geht mit 2,8 Kilogramm in Ordnung.
Handhabung: Auf dem Easynote V5 lässt sich angenehm schreiben. Der Druckpunkt der Tasten ist deutlich, die Tastatur liegt stabil auf und bleibt auch beim schnellen Tippen leise.
Ergonomie: Für ein Multimedia-Notebook ist das Display des Easynote V5 zu dunkel. Auch beim Darstellen von Farben kann es nicht überzeugen. Dafür bleibt der Lüfter jederzeit leise, erst unter längerer Volllast dreht er hoch, stört aber nicht.
Fazit: Der Preis des Easynote V5 geht noch in Ordnung. Dafür bekommen Sie ein Standard-Notebook, das solide Messergebnisse liefert, aber eher als Arbeitsmaschine denn als Multimedia-Rechner überzeugt.
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