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PNY Geforce GTX 670 im Test

01.08.2012 | 13:13 Uhr |

Enthusiasten aufgepasst: PNY hat auch für Euch eine Grafikkarte, und zwar die Geforce GTX 670! Der kleinere Nvidia-Kepler allein steht schon für gute Leistung. Ob sich das Modell trotz fehlender Modifizierung doch etwas für Enthusiasten ist, klärt unser Test.

Der französische Hersteller PNY betitelt sein Modell der Geforce GTX 670 mit dem Zusatz „Enthusiast Edition“. Aber weder polierte Heatpipes, große Aluminiumkühlkörper oder rauschende Lüfter zieren die Grafikkarte – es handelt sich eigentlich nur um das Nvidia-Referenz-Design mit neuem Aufkleber. Ob die Grafikkarte dennoch punkten kann, zeigt unser Test.

Multimedia-Leistung: Moderate Leistung

Mäßige OpenGL-Leistung im Benchmark.
Vergrößern Mäßige OpenGL-Leistung im Benchmark.

Die OpenGL-Leistung testen wir mit Cinebench 11.5 in einem synthetischen Benchmark. Hier schneidet die Karte im Test aber mit 53 Bilder pro Sekunde recht dürftig ab. Das Transcodieren von Full-HD-Kurzfilmen ins mobile Format des Apple iPad geht dafür aber recht flott über die Bühne. Letztendlich eignet sich die Grafikkarte dank der Nvidia Cuda-Technik auch optimal für parallel ausgeführte Berechnungen (GPGPU).

MULTIMEDIA-LEISTUNG

PNY Geforce GTX 670 (Note: 3,20)

PC-Prozessorlast bei der Filmwiedergabe: Blu-Ray 3D (1080)

4 Prozent

Zeit für das Umwandeln von 60 Sekunden eines Full-HD-Videos ins iPad-Dateiformat: H.264 (MKV)

43 Sekunden

Zeit für das Umwandeln von 60 Sekunden eines Full-HD-Videos ins iPad-Dateiformat: VC-1 (WMV)

21 Sekunden

OpenGL-Leistung (Cinebench 11.5)

53 Bilder/s

Spiele-Leistung: Solider Beschleuniger

Ergebnis der Oberklasse.
Vergrößern Ergebnis der Oberklasse.

Bei der Spiele-Leistung erhalten wir in unseren Tests durchweg gute Ergebnisse. Beispielsweise flutscht Battlefield 3 in Ultra und in Full-HD mit ruckelfreien 50 Bilder pro Sekunde über den Monitor. Etwas niedriger, aber alles andere als knapp fällt das Ergebnis bei  Anno 2070 mit 45 Bilder pro Sekunde aus. In 3D Mark 11 fällt das Ergebnis ähnlich gut aus. Hier ist also der erste Anhaltspunkt, warum sich Enthusiasten für das Modell interessieren könnten. Doch wir bezweifeln, dass noch genug Leistungsreserven vorhanden sind, um zum Beispiel im stereoskopischen 3D auf drei Monitoren im Landscape-Modus zu zocken.

SPIELE-LEISTUNG

PNY Geforce GTX 670 (Note: 1,51)

Battlefield 3: Ultra-Voreinstellungen, 4xAA, 8xAF (1.920 x 1.080)

50 Bilder/s

Anno 2070: sehr hohe Voreinstellungen, 4xAA, 8xAF (1.920 x 1.080)

45 Bilder/s

Dirt 3: sehr hohe Voreinstellungen, 4xAA, 8xAF (1.920 x 1.080)

104 Bilder/s

DirectX 11 (3D Mark 11): Extreme-Voreinstellung (1.920 x 1.080)

2892 Punkte

Ausstattung: Gleicht dem puristischen Referenz-Design

Technische Daten im Überblick.
Vergrößern Technische Daten im Überblick.

Eingangs schreiben wir, dass es sich um das Referenz-Design handelt, das Nvidia selbst an die Hersteller verkauft. Und im Prinzip ist es auch so, denn PNY hat auch nichts an den Taktraten verändert oder am Design. Lediglich der Schriftzug weist auf das Modell eines Boardpartners hin. Nichtsdestotrotz sind die Spezifikationen Teil der aktuellen Oberklasse: GPU-Taktrate von 915 MHz  (dank Nvidias GPU Boost 980 MHz), ein Speicherdurchsatz von über 6 GBit/s und ein 2 GB großer DDR5-Speicher. Die Architektur des GK104-Grafikchips ist im Test der Nvidia Geforce GTX 680 näher erläutert.

Displayport, HDMI und zwei Mal DVI (von links nach rechts).
Vergrößern Displayport, HDMI und zwei Mal DVI (von links nach rechts).

Bei der Bildübertragung dürfen Sie einen Displayport, einmal HDMI und zwei Mal DVI benutzen. Damit lassen sich insgesamt vier Monitore an nur einer Grafikkarte parallel betreiben. Nvidia nennt seine Technik zur unabhängigen Signal-Übertragung 3D Vision Surround und ähnelt damit AMDs Eyefinity , das aber bis zu sechs Monitore an einer Karte unterstützt.

Der Lieferumfang wird bei Enthusiasten wohl keine Freudentänze auslösen, denn zwei Stromkabel und ein DVI-auf-VGA-Adapter ist unterer Standard, aber damit ist PNY unter den Grafikkarten-Herstellern nicht allein. Auf zusätzliche Software oder gar Spiele verzichtet der Hersteller ebenfalls.

AUSSTATTUNG

PNY Geforce GTX 670 (Note: 4,14)

Video-Anschlüsse

Displayport

1

HDMI

1

DVI

2

beigelegte Adapter

1x DVI-auf-VGA, 2x Strom

beigelegte Programme

nicht vorhanden

beigelegte Spiele

nicht vorhanden

Anzahl der gleichzeitig anschließbaren Bildschirme

4

TECHNISCHE DATEN

PNY Geforce GTX 670

Grafikprozessor (Takt)

Nvidia Geforce GTX 600

GPU-Takt

915 MHz

Anschluss

PCI Express x16 3.0

Anzahl der Shader

1344

Shader-Takt

915 MHz

DirectX-Version

11.1

Speicher-Größe

2048 MB

Speicher-Typ

GDDR5-RAM

Speicher-Takt

1502 MHz

Speicher-Busbreite

256 Bit

Grafikkarten-Bios

80.04.19.00.04

Grafikkarten-Treiber

Forceware 301.34 (8.17.13.134)

Kartenlänge

24,2 Zentimeter

Kartenbreite

2 Steckplätze

Stromanschluss

2x 6polig

Der Aspekt Umwelt und Gesundheit: Effizent aber laut

Zwei 6polige Stromanschlüsse sind nötig.
Vergrößern Zwei 6polige Stromanschlüsse sind nötig.

Da es sich bei der Geforce GTX 670 praktisch um das Referenz-Design handelt, erhalten wir im Test der Ergonomie auch vergleichbare Ergebnisse. Mit einem maximalen Stromverbrauch von 235 Watt (gesamte Testplattform) zählt die Grafikkarte zu den effizientesten ihrer Klasse - der Grund hierfür liegt unter anderem auch bei der 28-Nanometer-Fertigung der Kepler-GPU. Bei der Lautstärke-Messung sind wir nicht überrascht, dass die Lautheit mit maximal 3,3 Sone unter Last und 1,0 Sone im Leerlauf der Referenz gleicht. Die Karte pendelt also für uns zwischen leicht hörbar und zu lautem Rauschen. Auch die Hitzeentwicklung birgt keine versteckten Geheimnisse und ist noch knapp im akzeptablem Bereich.

UMWELT UND GESUNDHEIT

PNY Geforce GTX 670 (Note: 3,28)

Stromverbrauch des Test-PCs: Leerlauf

85 Watt

Stromverbrauch des Test-PCs: Last

235 Watt

Betriebsgeräusch: Leerlauf

1,0 Sone

Betriebsgeräusch: Last

3,3 Sone

Temperatur: Leerlauf

36° Celsius

Temperatur: Last

71° Celsius

Fazit zur PNY Geforce GTX 670: Solide Leistung ohne große Überraschungen

Grafikkarte der Oberklasse mit Schwächen.
Vergrößern Grafikkarte der Oberklasse mit Schwächen.

Die PNY Geforce GTX 670 spielt in der oberen Liga mit, wenn es um Grafik-Leistung geht. Top-Spiele mit hohen Anforderungen stellen die Grafikkarte vor keine großen Anstrengungen, sofern Sie bei einem Monitor bleiben. Die Multimedia-Leistung ist auch nicht von schlechten Eltern und sorgt vor allem bei der Transcodierung für gute und vor allem flotte Ergebnisse. Dabei stimmt auch der Stromverbrauch.

Doch leider übernimmt die Grafikkarte auch die schlechten Eigenschaften des Nvidia-Referenz-Designs. Unter Last ist sie zu laut und rauscht deutlich hörbar, die Hitzeentwicklung ist knapp akzeptabel. Außerdem fällt der Lieferumfang eher mäßig aus. Enthusiasten wird PNY wohl nicht locken können.

TESTERGEBNISSE (NOTEN)

PNY Geforce GTX 670

Testnote

befriedigend (2,86)

Preisurteil

preiswert

Multimedia-Leistung (30%)

3,20

Spiele-Leistung (30%)

1,51

Ausstattung (20%)

4,14

Umwelt und Gesundheit (15%)

3,28

Service (5%)

2,58

Service

PNY Geforce GTX 670 (Note: 2,58)

Garantiedauer

36 Monate

Service-Hotline / deutsch / Wochenenddienst / Erreichbarkeit / durchgehend / per E-Mail erreichbar

02405/4084840 / ja / nein / 8 Stunden / ja / ja

Internetseite / deutsch / Handbuch verfügbar / Treiber verfügbar / Hilfsprogramme verfügbar

www.pny.de / nein / ja / ja / ja

ALLGEMEINE DATEN

PNY Geforce GTX 670

Testkategorie

Grafikkarten

Grafikkarten-Hersteller

PNY

Internetadresse von PNY

www.pny.de

Preis (unverbindliche Preisempfehlung)

380 Euro

PNYs technische Hotline

02405/4084840

Garantie des Herstellers

36 Monate

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