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Luxus-Maus Razer Mamba im Test

29.05.2009 | 12:07 Uhr |

An Gamer richtet sich die Maus Razer Mamba des Herstellers Razer. Ein dicker Geldbeutel wird vorausgesetzt, denn die Razer Mamba kostet immerhin um die 115 Euro. Wir haben die Luxus-Maus getestet.

Die Razer Mamba landet beim Käufer nicht in einer schnöden Verpackung, sondern in einem Pokal-artigen Karton, bei dem oben auf der Spitze die Maus in einem durchsichtigen Kunststoff-Gehäuse bestaunt werden kann. Im Sockel sind dagegen Ladestation und sonstiges Zubehör versteckt. Die edle Verpackung signalisiert: Man hat nicht irgendeine Maus gekauft, sondern die Razer Mamba. Der günstigste Anbieter verlangt laut PC-WELT Preisvergleich immerhin derzeit um die 115 Euro für den Luxus-Nager . Offiziell kostet die Maus laut UVP des Herstellers 129,99 Euro. Viele Mäuse also für eine Maus.

Die Frage, ob nun für Gamer eine kabellose oder kabelgebundene Maus besser ist, will die Razer Mamba gar nicht erst beantworten. Man erhält bei der Razer Mamba einfach beide Möglichkeiten. Wer also auf kabelgebundene Mäuse steht, der schließt einfach an der Maus das mitgelieferte Kabel an und verbindet die Maus anschließend mit dem USB-Port des Rechners. Alternativ kann die Maus aber kabellos genutzt werden und zum Aufladen der Akkus an der mitgelieferten Ladestation geparkt werden, die auch als Funkempfänger dient. Vorteil dieser Hybrid-Lösung: Ist man unterwegs und den Akkus geht der Saft aus, dann wechselt man einfach auf die kabelgebundene Variante. Dabei wird auch der Akku der Maus aufgeladen.

Die Maus protzt auch bei der Abtastrate: Bei satten 5600 dpi liegt die Abtastrate des Lasersensors. Die Latenz wird mit 1 ms (Ultrapolling) angegeben, egal ob man die Maus mit oder Kabel nutzt. Die Maus sendet also alle 1ms die Signale an den PC. In der Praxis erweist sich die Maus als äußerst präzise. Selbst schnelle Bewegungen setzt die Maus sofort. Bei unserem Test funktionierte die Maus auf nahezu allen Arten von Unterlagen.

Per Schalter kann die Abtastrate in fünf Stufen zwischen 800 und 5600 dpi während des Spielens variiert werden. Dabei wird aber nicht die Präzision des Sensors verändert, der grundsätzlich immer mit 5600 dpi abtastet. Der Schalter beeinflusst lediglich, wie die Signale auf den PC transferiert werden.

Das Gewicht der Razer Mambo mit Akku beträgt 129 Gramm. Wird der Akku entfernt, so beträgt das Gewicht der Maus nur noch 108 Gramm. Durch das ergonomische Design liegt der Maus sehr angenehm in der Hand. In Verbindung mit dem leichten Gewicht macht sich das insbesondere bei langen Spiele-Sessions positiv bemerkbar.

Apropos lange Spiele-Sitzungen: Eine Akku-Ladung reicht für 14 Stunden ununterbrochenes Spielen. Das vollständige Aufladen der Maus dauert um die 4 Stunden. Per Schalter kann die Maus ausgeschaltet und so der Akku geschont werden. Zumindest theoretisch ist die Razer Mamba sowohl für Rechts- als auch für Linkshänder geeignet. Nachteil: Linkshänder kommen nicht so bequem an die 4 Daumentasten (2 neben der linken Maustaste und zwei an der linken Gehäuseseite).

Dank der gummierten Oberfläche liegt die Razer Mamba stets gut in der Hand. Die Tasten und das 3-Wege-Mausrad reagieren beim Betätigen mit einem Feedback. Insgesamt ist die Verarbeitung der Maus auf hohem Niveau, was aber bei dem hohen Preis zu erwarten ist.

Alle sieben Tasten der Maus lassen sich mit der mitgelieferten Software bequem frei belegen. Die vom Anwender gewünschten Einstellungen werden im internen Speicher der Maus abgelegt. Wer die Maus an einen fremden Rechner anschließt, kann damit sofort mit seinen Lieblingseinstellungen loslegen und muss nicht Treiber installieren.

An der Razer Mamba gibt es nicht viel zu mäkeln: Für ab 115 Euro erhält man eine robuste Maus, die mit einer hohen Präzision und Geschwindigkeit aufwarten kann. Positiv für Hardcore-Gamer ist die Möglichkeit, die Maus sowohl kabellos als auch kabelgebunden zu nutzen. Die Maus liegt enorm angenehm in der Hand - auch nach längerer Nutzung. So viel High-Tech und Komfort rücken den Preis in ein anderes Licht. Letztendlich kauf man ja auch nicht regelmäßig eine neue Maus, sondern versucht eine möglichst lange Bindung mit dem Nager einzugehen.

Linkshänder werden mit der Maus nicht so glücklich. Aber auch Rechtshänder dürften bei dem vergleichsweise doch recht hohen Preis kräftig schlucken. Selbst Razer hat mit Diamondback 3G oder Lachesis hervorragende Gamer-Mäuse im Angebot, die weniger als die Hälfte kosten, als die Razer Mamba . Ganz zu schweigen von den Gamer-Mäusen von Microsoft und Logitech: Die bei Gamern beliebte Logitech G9 kostet um nur um die 50 Euro und Microsoft Sidewinder X8 ist ab 60 Euro erhältlich.

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