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Mafia 2 im Test

26.08.2010 | 14:45 Uhr |

Das heiß ersehnte PC-Actionspiel Mafia 2 stellt sich im Test zwar nicht als der erwartete GTA-Killer heraus, ist aber trotzdem ein prächtiges Story-Monster.

Warum müssen die Hauptdarsteller in Gangster-Computerspielen eigentlich immer unfreiwillig in dieses Milieu hineinrutschen? Warum braucht zum Beispiel Niko Bellic aus GTA 4 einen dusseligen Cousin, dem er nur mit illegalen Mitteln aus der Patsche helfen kann? Wahrscheinlich, damit wir uns besser in unser Alter Ego hineinversetzen können. Damit wir sagen können: "Hey, ich bin zwar ein braver Bürger, aber unter diesen Umständen würde ich vielleicht auch Autos klauen und Leute hauen."

Vito Scaletta, der Held aus dem Actionspiel Mafia 2 von 2K Games, ist da anders. Der wird Mafioso, weil ihm anständige Arbeit schlicht zu blöd ist. Er will Geld, er will Macht, er will Frauen, und das möglichst schnell. Wenn wir mal ehrlich sind, ist das doch eine weitaus glaubhaftere Motivation als das Gangster-wider-Willen-Szenario. Und so erzählt Mafia 2 eine echt wirkende Gangstergeschichte aus den 40er- und 50er-Jahren, in der sich unser Held trotz seiner Gesinnung irgendwann doch fragen muss, ob er nicht lieber was Anständiges gelernt hätte.

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