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Laplink Gold 2008

11.08.2008 | 08:30 Uhr |

Laplink Gold 2008 erlaubt den Fernzugriff auf PCs nun auch unter Vista. Insgesamt hat die Software, früher Standard beim PC-Fernzugriff, gegenüber Konkurrenzprodukten jedoch nachgelassen.

Laplink war einst der Standard für den PC-Fernzugriff. Die aktuelle Version 2008 ist nun auch für Vista geeignet. Zunächst aber nervt die Installation mit PC-Neustart und Zwangs-Registrierung. Anschließend muss man noch die Seriennummer eingeben. Interessant: Versucht man die Registrierung auszutricksen, indem man etwa lauter Leerzeichen eingibt, verweigert Laplink anschließend eine korrekte Seriennummer und verweist auf die Website. Immerhin ist die Software auch als Demo für 30 Tage lauffähig. Will man mit PCs außerhalb des Heimbereichs kommunizieren, muss man sich für Laplink Internet erneut registrieren.

Beim ersten Programmstart fragt die Windows-Firewall brav, ob sie Laplink künftig blocken soll oder nicht. So können Einsteiger die erste Hürde umschiffen. Läuft Laplink auf mindestens zwei PCs im LAN – auf bis zu fünf darf die Software installiert werden -, ist man versucht, sofort eine Verbindung über „Netzwerk“ herzustellen. Das gelingt aber nicht, denn es fehlen sämtliche Berechtigungen für den jeweils anderen Rechner. Das dünne Handbuch klärt zwar darüber auf, wie die Sicherheitseinstellungen im Optionsmenü zu setzen sind, aber ein Assistent wäre hier – gerade für unerfahrene Nutzer – angebracht.

Handhabung: Ansonsten deckt die Software alle sinnvollen Arten der Kontaktaufnahme ab, darunter Modem- und Kabelverbindungen. Direkt-Verbindungen über serielle oder parallele Ports funktionierten im Test, sind aber vom Tempo her nicht für große Datenmengen geeignet. Für die Verbindung via USB ist ein USB-Link-Kabel erforderlich. Beim Software-Hersteller schlägt so ein Kabel nach USB 2.0 mit knapp 45 Euro (inklusive Versand) zu Buche – mit dem Hinweis auf schnelle Datenübertragung durch beste Kabel und Chipsets. Im Test brachte ein Billig-Kabel vom Technik-Discounter ebenfalls gute bis sehr gute Geschwindigkeiten.

Für viele könnte die Funktion „Laplink Internet“ interessant sein, die ein Jahr lang kostenlos zur Verfügung steht. Sie erleichtert den Fernzugriff, da sich der Nutzer nicht mit dynamischen IP-Adressen, Port-Weiterleitung und Ähnlichem auseinandersetzen muss. Im Test scheiterte der Versuch, von einem XP-Rechner auf einen Vista-PC zuzugreifen, zunächst daran, dass angeblich zu wenig Arbeitsspeicher verfügbar war. Erst als Laplink als einzige Anwendung lief und zudem alle überflüssigen Hintergrund-Prozesse eliminiert waren, gelang die Verbindung – dabei waren 2 GB RAM installiert. Der Fensteraufbau war aber selbst in der Stufe „Höchstleistung“ quälend langsam, an vernünftiges Arbeiten war nicht zu denken. In der anderen Richtung gab es zwar weniger Probleme, aber auch hier war viel Geduld gefragt. Bei der niedrigsten Darstellungsqualität waren die Icons des entfernten Rechners kaum zu erkennen, trotzdem baute sich der Bildschirm nur sehr zögerlich auf.

Praktisch ist die Druckumleitung, mit deren Hilfe sich Dokumente auf einem Drucker des entfernten PC ausgeben lassen. Ebenfalls zu gebrauchen ist der Xchange-Dienst, der Ordner von verbundenen Rechnern synchronisiert.

Die Bedienerführung ist oft verwirrend, die Hilfe-Texte sind verbesserungswürdig.

Fazit: Die Software enttäuscht etwas. Konkurrenzprodukte sind meist preiswerter oder kostenfrei, intuitiv bedienbar und bieten flottes Arbeiten. Laplink Gold 2008 punktet nur bei direkter Kabelverbindung.

Alternative: Teamviewer ( www.teamviewer.com ) ist für private Nutzung kostenlos, lässt sich einfach bedienen und bietet schnelle Verbindungen.

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 3,5
Bedienung (35%): Note 3,5
Dokumentation (5%): Note 2,5
Installation/De-Installation (5%): Note 4,0
Systemanforderungen (5%): Note 1,5

GESAMTNOTE: 3,4

Anbieter:

Avanquest

Weblink:

www.laplink.de

Preis:

100 Euro

Betriebssysteme:

Windows XP, Vista

Plattenplatz:

ca. 30 MB

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