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Samsung S8300 Ultra Touch

15.04.2009 | 19:14 Uhr |

Mit einer 8-Megapixelkamera ersetzt das Samsung S8300 manche Mini-Digicam. Der hochsensible Touchscreen vereinfacht zudem das Einstellen der Kamera. Für was das Handy einen Oscar verdient hätte, verrät der Test.

Design und Verarbeitung

Gäbe es einen Schönheitswettbewerb unter Mobiltelefonen, das Samsung S8300 aus der Ultra Touch-Serie hätte gute Chancen, den ersten Platz zu erringen: Die Gestaltung des Sliders aus Metall ist rundum gelungen. Das Handy ist exzellent verarbeitet.

Zudem verfügt das Handy über eine Besonderheit, die vor allem Vieltipper von Kurznachrichten erfreuen wird: Trotz Touchscreen hat Samsung auch eine Zifferntastatur eingebaut. Damit kann der Nutzer SMS und neue Adressen ins Adressbuch unkompliziert über eine mechanische Tastatur eingeben. Auch wenn jede Taste mit drei Buchstaben belegt ist, geht das Tippen dennoch schneller als das Schreiben auf einem Touchscreen. Eine virtuelle Tastatur gibt es auf dem S8300 nicht.

Insgesamt ist der Bedienkomfort auf dem S8300 sehr hoch - das gilt auch für die ausgezeichnete Menüführung. Die Menüpunkte sind logisch aufgebaut, der Zurück-Button sitzt immer an derselben Stelle. Zwar bietet das Handy keine Schnellzugriffe im klassischen Sinne, d.h. über das Fünf-Wege-Steuerkreuz, dafür stehen Widgets zur Verfügung, die den direkten Zugriff auf kleine Programme wie Musik-Player, Radio, Wetter etc. erlauben.

Der 2,8 Zoll große Touchscreen reagiert im Großen und Ganzen gut. Nur beim Scrollen durch lange Webseiten ziert er sich oft, statt gleichmäßig voranzugleiten. Das fordert die Geduld des Nutzers heraus. Im Vergleich zum Samsung Omnia beispielsweise hat die Touchscreen-Technik von Samsung dennoch enorme Fortschritte erzielt.

Ein Oscar für die Multimedia-Ausstattung
Das S8300 aus der Ultra-Touch-Reihe liefert Fotos mit 8 Megapixeln. Videos werden hochauflösend mit 720 x 480 Pixel aufgezeichnet. Damit spielt das Handy neben dem Samsung M8800 Pixon, dem C905 von Sony Ericsson oder dem LG Renoir in der Oberliga der Fotohandys mit.

Die Kameralinse ist geschützt durch die Bauform des S8300. Ist das Schiebehandy geschlossen, ist das Objektiv verborgen. Schiebt der Hobbyfotograf das Handy auf, kommt die Linse zum Vorschein und der Nutzer kann losfotgrafieren.

Geadelt wird die Kamera durch Funktionen wie Lächelmodus oder Blinzelerkennung. Die erste Funktion verweigert das Auslösen, wenn eine Person auf dem Bild die Mundwinkel nach unten verzieht; die zweite Funktion fordert auf, das Foto noch einmal zu machen, wenn die Augen des Portraitierten im Moment der Aufnahme geschlossen waren. Beide Modi arbeiten zumindest bei einem oder zwei Gesichtern zuverlässig. Weiter hat der Nutzer eine große Auswahl an Motivprogrammen, die mit voreingestellten Parametern aufwarten. Im Portraitmodus beispielsweise ist die Gesichtserkennung schon aktiviert. Zudem sorgt die Kamera dafür, dass sich der Autofokus auf die Köpfe im Bild richtet. Weiter gibt es auch einen Panorama- und einen Makromodus.

Mindestens so viele Pluspunkte wie die Kamera verdient auch der Camcorder im Handy. Die Auflösung von 720 x 480 Pixeln beim Videodreh kommt der Qualität sehr zugute. Bildschlieren gehören hier der Vergangenheit an. Sämtliche Multimediadaten kann der Anwender auf einer SD-Speicherkarte ablegen. Unverständlich ist, warum diese unter dem Akku versteckt ist.

Wie die weiteren Multimediafunktionen des S8300 Ultra Touch im Test abschneiden, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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