Quake 4 steht stellvertretend für moderne Open-GL-Spiele. Der Ego-Shooter ist allerdings nicht ganz so grafiklastig wie F.E.A.R. - wir erwarteten daher deutlichere Unterschiede zwischen den einzelnen Prozessoren. Für den Test aktualisierten wir den Titel auf Version 1.0.5.0 Build 2147. In dieser Version unterstützt Quake 4 als eines der ersten Spiele Symmetrische Multiprozessorsysteme (SMP) - Zweikern-Prozessoren sollten sich daher deutlich besser in Szene setzen können als Einkern-CPUs.
Den Test führen wir mit den „Quality“-Einstellungen durch. Zudem aktivieren wir bei allen Dual-Core-CPUs über den Befehl "r_useSMP 1" die Unterstützung für Mehrkern-Prozessoren. Den Benchmark starten wir über die Konsole mit dem Befehl "timedemo demo001 usecache". Dabei verwenden wir die selbst erstellte Demo unserer Schwesterpublikation Gamestar.
Wie schon bei F.E.A.R. konnten wir auch bei Quake 4 keine signifikanten Unterschiede zwischen den Testprobanten feststellen (siehe Grafik). In der 1024er-Auflösung ermittelten wir gerade einmal eine Differenz von 7 Bildern/s: Der Pentium D 920 erreichte fast 146 Bildern/s, während der Athlon 64 FX-60 auf knapp 151 Bildern/s kam.
Überraschenderweise war Intels Pentium Extreme Edition 955 noch einen Tick schneller (153 Bildern/s). Mögliche Erklärung: Die Intel-CPU beherrscht als einzige im Testfeld die Hyperthreading-Technik und kann dadurch als virtuelle Vier-Kern-CPU agieren und die beiden Kerne besser auslasten.
Auch bei höheren Auflösungen ergab sich ein ähnliches Bild: kaum Unterschiede zwischen den einzelnen Prozessoren, und Intels Extreme Edition eine Nasenspitze in Front. Bei der 1280er-Auflösung pendelten die Messwerte zwischen 103 und 106 Bilder/s. Und bei 1600 x 1200 Bildpunkten ermittelten wir ebenfalls maximal zwei Frames Unterschied (79 - 81 Bilder/s).
Ebenfalls überraschend: Die einzige Einkern-CPU im Testfeld, der Athlon 64 FX-57, war auf Augenhöhe mit den Doppelkernern.
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