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Onspeed 3.7.34

04.11.2004 | 13:54 Uhr |

Mit dem Dienst Onspeed sollen Modem-/ISDN-Anwender fast in Breitbandgeschwindigkeit surfen können.

Onspeed verspricht, den Internet-Zugang deutlich zu beschleunigen. Modem- und ISDN-Nutzer sollen so fast mit Breitbandgeschwindigkeit surfen können. Eine Software auf dem lokalen PC kann solch ein Wunderwerk aber nicht allein verrichten. Onspeed ist daher eine Kombination aus einem Tool, das der Anwender auf seinem PC installiert und einer Dienstleistung, dem Onspeed-Server-Netzwerk.

Die Technik
Das Tool sorgt dafür, dass Datenanforderungen des Nutzers nicht direkt an den Zielserver gesendet werden, sondern an einen Onspeed-Server. Dieser lädt dann die gewünschten Daten vom Zielserver herunter, zum Beispiel von www.pcwelt.de. Nun folgt der wichtigste Schritt: Der Onspeed-Server komprimiert die empfangenen Daten, bei denen es sich in der Regel um Texte und Bilder handelt, und leitet sie an das Onspeed-Tool auf dem PC des Anwenders weiter. Dieses entpackt die Daten und schickt sie an den Browser.
Diese Vorgänge laufen im Hintergrund ab, ohne dass sich der Nutzer darum kümmern muss. Er bemerkt Onspeed nur dadurch, dass sich Web-Seiten spürbar schneller aufbauen - und dadurch, dass Bilder auf den Web-Seiten in geringerer Qualität erscheinen. Denn das ist der Preis für den Geschwindigkeitsvorteil: Viele Elemente, darunter JPG-/GIF-Bilder und Flash-Animationen, lassen sich nicht verlustfrei komprimieren. Die Qualität leidet also. Wie stark, das lässt sich in der Konfiguration des Tools in sechs Schritten einstellen: Von schlechter Qualität bei hoher Surf-Beschleunigung bis Original-Qualität mit geringem Geschwindigkeitsvorteil.
Wer einen anderen Browser als den Internet Explorer oder Netscape einsetzt, muss ihn manuell so konfigurieren, dass er Onspeed als Proxy-Server nutzt. Die Anleitung im Web erklärt, wie das geht.

Viermal schneller
Bei der Standardeinstellung, einem Mittelwert, lief das Surfen im Web im Test spürbar schneller als ohne Onspeed. Die Messung bestätigte das Gefühl: Onspeed komprimierte die übertragenen Daten im Durchschnitt auf rund ein Viertel. Rein rechnerisch surften wir also viermal schneller. Den Download von bereits komprimierten Dateiformaten wie ZIP und RAR beschleunigte das Tool nicht. Audio- und Videodateien aus dem Internet sind in der Regel ebenfalls bereits stark komprimiert - sei es im MP3-, WMA- oder MPG-Format. Auch hier kann man daher keinen Geschwindigkeitsvorteil erwarten.

Mail-Beschleunigung
Etwas besser sah es bei der eingebauten "E-Mail Beschleunigung" aus, die beim Abfragen und Senden von Mails über ein Mailprogramm zum Einsatz kommt. Hier erreichte der Dienst durch Kompression des Daten-Overheads, der bei der Übertragung von Anhängen entsteht, einen Geschwindigkeitsvorteil von mindestens 33 Prozent.

Testurteil
Onspeed beschleunigte das Surfen im Web spürbar. Beim Download von bereits komprimierten Dateien brachte der Dienst jedoch keinen Geschwindigkeitsvorteil.

Weitere Infos
Onspeed bietet eine 14-Tage-Geld-zurück-Garantie, falls ein Anwender mit dem Dienst nicht zufrieden ist. Wenn Sie Onspeed lieber völlig unverbindlich testen möchten, finden Sie auf der Heft-CD von PC-WELT 1/2005 (Erscheinungsdatum 3.12.2004) eine 30-Tage-Version zum Ausprobieren.

Alternative
Einen ähnlichen Dienst gibt es unter Safersurf.com für 5,90 Euro im Monat ("SaferSurf Speedpaket").

Gesamtergebnis

Systemanforderungen 5% 1,2
Installation/De-Installation 5% 1,1
Dokumentation 5% 2,0
Bedienung 35% 1,5
Leistung 50% 1,3

Gesamtnote:

1,4

Anbieter:

Onspeed

Weblink:

www.onspeed.com/de

Preis:

39,99 Euro pro Jahr

Betriebssysteme:

Windows 98/ME, NT 4, 2000, XP

Prozessor:

Pentium 200

RAM:

64 MB

Plattenplatz:

1,4 MB

Sonstiges:

keine Angabe

Sprache:

deutsch

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