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O&O Diskimage 1.0

04.01.2007 | 08:30 Uhr |

O&O Diskimage 1.0 sichert Daten – nur wenige Mausklicks sind dafür nötig. So einfach das Sichern ist, so umständlich ist das Programm in einigen anderen Funktionen. Wie es insgesamt abgeschnitten hat, erfahren Sie hier im Testbericht.

Seitdem Speicherplatz billig geworden ist, werden zum Schutz vor Datenverlust häufig Programme eingesetzt, die gleich komplette Partitionen sichern. Das macht auch O&O Diskimage. Die Bedienung mit der Maus ist sehr einfach: Auf wenige Klicks hin sichert das Tool Daten und stellt diese wieder her. Es macht Sicherungsdateien als Laufwerke im Windows-Explorer verfügbar oder schreibt sie auf CDs und DVDs. Man kann eine Sicherungsdatei von Diskimage verschlüsseln lassen, so dass sie nur mit Kennwort zu öffnen ist. Wenn der Benutzer auf „Sicherung“ klickt, erscheint eine Liste mit Laufwerken, aus der die zu sichernden mit der Maus markiert werden. Linux-Dateisysteme wie Ext2 oder ReiserFS erkennt das Programm nicht. Sie können mit der Standardmethode auch nicht gesichert werden. Dafür muss die forensische oder die direkte forensische Sicherung eingeschaltet werden. Aber wo?

Nur ein kleiner Teil der Programmeinstellungen ist über das Menü zu erreichen, die Optionen für das Sichern und Wiederherstellen jedoch ausschließlich per Mausklick in den entsprechenden Bereichen. Schöner wäre es, wenn das Programm manche der Optionen per Assistent abfragen würde, etwa die inkrementelle Sicherung. So aber muss sich der Benutzer immer erst durch die Einstellungen klicken. Ebenso umständlich wird es, wenn wie bei einem Backup einzelne Dateien und Verzeichnisse nicht gesichert werden sollen: Hier ist viel Geklicke im Optionen-Dialog notwendig, um Dateien und Ordner zur Ausschluss-Liste hinzuzufügen. Auch die Tastaturbedienung folgt eigenen Regeln: Mit der Strg-Taste und einer Ziffer werden die Werkzeuge gestartet. Von den belegten Funktionstasten entspricht nur die erste den gängigen Windows-Standards. Manches wie das Schreiben der gesicherten Daten auf CD oder DVD erschließt sich dem Benutzer nicht vollständig durch den Programm-Dialog. Leider schweigt auch die Hilfe zu der einen oder anderen Funktion.

Fazit: Die Grundfunktionen sind gut, aber insgesamt ist O&O Diskimage verbesserungswürdig. Die Bedienung ist wenig eingängig, die Hilfe lässt Bereiche wie das Schreiben auf CD weitgehend unberücksichtigt.

Alternative: True Image Home ( www.acronis.de ) kostet wie DiskImage ebenfalls 50 Euro, hat jedoch mehr Funktionen und ist einfacher zu bedienen. Den Test zu diesem Programm finden Sie hier .

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 3,0
Bedienung (35%): Note 3,5
Dokumentation (5%): Note 4,0
Installation/De-Installation (5%): Note 3,0
Systemanforderungen (5%): Note 2,0

GESAMTNOTE: 3,2

Anbieter:

O&O Software

Weblink:

www.oo-software.com

Preis:

50 Euro

Betriebssysteme:

Windows 2000, XP

Plattenplatz:

ca. 10 MB

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