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Medion Akoya P6625 im Test

17.09.2010 | 09:30 Uhr |

Blu-ray-Laufwerk, Core-i5-CPU, zwei Grafikeinheiten: Das Medion Akoya P6625 ist ein leistungsstarker Allrounder mit 15,6-Zoll-Bildschirm. Aber nicht ganz perfekt, wie der PC-WELT-Test zeigt.

Im Prozessor Core i5-430M sitzt die sparsame, aber leistungsschwache Grafikein

heit Intel HD Graphics. Trotzdem kann man mit dem Medion Akoya P6625 gut spielen, denn wenn 3D-Power gefragt ist, kommt die ATI-Grafikkarte Mobility Radeon HD5165 zum Einsatz. Dem Namen nach gehört sie zur aktuellen 5000er-Serie, die DirectX-11-Effekte unterstützt. Doch dahinter versteckt sich eine Mobility Radeon HD4650 aus der Vorgängergeneration. Zwischen der Intel- und der ATI-Grafik kann man per Treiber umschalten: Das Display wird kurz dunkel und nach rund sieben Sekunden kann man weiterarbeiten. Daten gehen beim Umschalten nicht verloren: Mit Word und Excel kann man nach dem Grafikwechsel einfach weiterarbeiten. Und wenn Anwendungen laufen, die auf die Grafikkarte angewiesen sind, wie etwa der Windows Media Player beim Abspielen eines Videos, lässt sich nicht umschalten.

Geschwindigkeit
Das Medion Akoya P6625 überzeugte mit hohem Arbeitstempo, egal, ob das Notebook Büro-, Multimedia- oder Internet-Programme ausführte. Bei diesen Standard-Programmen war es übrigens mit der integrierten Intel-Grafik und der 3D-Karte von ATI gleich schnell. Fast noch besser gefiel die Spiele-Leistung der Grafikkarte ATI HD Mobility Radeon 5165: Die meisten DX10-Spiele liefen in der maximalen Auflösung ruckelfrei, bei DX9-Spielen blieben sogar Reserven um die Bildqualität zum Beispiel durch Kantenglättung zu verbessern.

Ausstattung
Das Laufwerk spielt Blu-ray-Filme ab und brennt alle DVD-Formate. Beim Einlesen zerkratzter DVDs war es allerdings nicht besonders schnell. Als Abspielprogramm für Blu-ray- und DVD-Filme installiert Medion die Software Cyberlink Power DVD 9, das auch die Blu-ray-Tonformate Dolby TrueHD und DTS-HD Master Audio unterstützt. Medion legt zwar Wiederherstellungs-DVDs für Windows 32 und 64 Bit bei. Installiert ist aber nur das 32-Bit-Windows: Deshalb kann das Betriebssystem nur rund 3,2 GB vom eingebauten Arbeitsspeicher für Programme verwenden. Auch die Ausstattung mit Anschlüssen und beim Netzwerk lässt kaum Wünsche offen - nur Bluetooth fehlt.

Bildschirm
Das 15,6 Zoll große Display ist entspiegelt: Trotzdem wirkten Farben satt, denn der Bildschirm strahlt hell und ist gleichmäßig ausgeleuchtet. Bei einem Multimedia-Notebook wie dem Medion Akoya P6625 hätten wir uns allerdings einen höheren Kontrast gewünscht. Die schnelle Reaktionszeit des Bildschirms wiederum ist ideal für Spiele und Filme.

Akku
Im Akkubetrieb aktiviert das Medion Akoya P6625 standardmäßig die sparsame Grafikeinheit des Core-Prozessors. So kam das Medion-Notebook auf eine Laufzeit von knapp über vier Stunden - ordentlich für ein Notebook mit dieser Größe und Ausstattung.

Ergonomie
Die hohe Leistung des Akoya P6625 bekommt Medion nicht ganz in den Griff: Das Notebook wurde im Belastungstest auf der Unterseite recht heiß. Die Handablage erwärmte sich aber kaum. Störend laut war dagegen der Lüfter, wenn das Akoya P6625 viel zu tun hatte.

Fazit
Medion schnürt mit dem Akoya P6625 ein leistungsstarkes und gut ausgestattetes Allround-Paket, das fast alle Multimedia- und Spiele-Ansprüche erfüllt. Das Preis-Leistungs-Verhältnis des Notebooks überzeugte auf ganzer Linie. Nur kleine Schwächen wie der laute Lüfter trüben das positive Ergebnis.

Alle Testergebnisse zum Medion Akoya P6625 (MD97443) finden Sie in PC WELT Heft 10/2010.

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