28.05.2010, 09:00

Thomas Rau

Notebook mit 18,4-Zoll-Display

Medion Akoya P8614 im Test

Wenn Sie den PC durch ein Notebook ersetzen wollen, sollte es einen möglichst großen Bildschirm haben. Das Medion Akoya P8614 kann mit einem riesigen 18,4-Zoll-Display aufwarten.
Satte 46,8 Zentimeter Bilddiagonale bietet das Akoya P8614, das Medion derzeit in seinem Online-Shop für 799 Euro anbietet. Der Preis macht neugierig, denn Notebooks mit einem so großen Bildschirm sind meist teurer: Sie bringen oftmals einen Bildschirm mit Full-HD-Auflösung mit und haben ein Blu-Ray-Laufwerk an Bord, damit man den großen Bildschirm als Heimkino-Ersatz nutzen kann.

Hier hat Medion gespart: Das Akoya P8614 zeigt eine maximale Auflösung von 1680 x 945 Bildpunkten, kann als maximal Filme in 720p nativ darstellen. Als Laufwerk kommt ein DVD-Brenner zum Einsatz, ein Blu-Ray-Medium können Sie also auf dem Akoya P8614 nicht wiedergeben.
Rechenleistung
Beim Tempo müssen Sie allerdings keine Kompromiss eingehen: Im Medion Akoya P8614 arbeitet ein Intel Core i5-430M mit 2,26 GHz. Das ist zwar bei weitem nicht das schnellste Modell aus der aktuellen Produktpalette von Intel. Mit ihm bietet das Akoya P8614 aber konkurrenzfähige Rechenleistung für alle aktuellen Anwendungen. Der Zwei-Kern-Prozessor unterstützt die Technik Turbo Boost: Ein Kern kann seine Taktrate daher auf bis zu 2,53 GHz steigern, wenn der anderen nur wenig zu tun hat.
Im Test überzeugte auch das Tempo bei speicherintensiven Anwendungen wie Bild- und Videobearbeitung, obwohl Medion nur die 32-Bit-Version von Windows 7 Home Premium installiert. Daher können Anwendungen nur 3 GB von den eingebauten 4 GB Arbeitsspeicher nutzen. Den Umstieg auf 64 Bit macht Medion aber leicht: Eine Wiederherstellungs-DVD mit dem 64-Bit-Windows liegt bei, ebenso wie eine passende Treiber-DVD.
3D-Leistung
Ein bisschen Etikettenschwindel betreibt Medion bei der Grafikkarte des Akoya P8614: Der Name der Mobilty Radeon HD5165 lässt eigentlich vermuten, dass es sich um ein Modell aus der aktuellen 5000er-Serie von ATI handelt: diese Grafikchips unterstützen DirectX 11 (DX11). In Wahrheit versteckt sich hinter dieser Bezeichnung eine Mobility Radeon HD4650, die maximal DX 10.1 unterstützt.

Gelegenheits-Spieler werden sich daran nicht stören, denn sehr viele Spiele für DX11 gibt es noch nicht. Bei DX9-Spielen lieferte das Medion Akoya P8614 eine gute Leistung ab: Vielen laufen auch in der maximalen Auflösung noch ruckelfrei. Bei Spielen mit DX10-Effekten muss man aber die Bildqualität oder die Auflösung reduzieren, damit sie ohne Ruckeln ablaufen.
Ausstattung
Die Festplatte im Medion Akoya P8614 ist 500 GB groß. Das ist in Ordnung. Die erste Partition mit dem Betriebssystem und den Programmen ist 385 GB groß. Eine zweite mit 40 GB dient als Sicherung für Treiber und Anwendungen. Außerdem knappst Medion noch 40 GB für eine Wiederherstellungs-Partition ab: Im Schadensfall lässt sich das Betriebssystem über die Taste F11 beim Start neu aufspielen.
USB 3.0 besitzt das Medion Akoya P8614 nicht, dafür aber sonst alle aktuellen Anschlüsse - unter anderem HDMI und e-SATA. In diese Buchse kann man auch ein USB-Gerät stecken. Außerdem stehen drei weitere USB-Ports zur Verfügung.
Das Medion Akoya P8614 bietet drei Audioanschlüsse: Man kann daran ein 5.1-Lautsprecher-Set anschließen. Über einen Anschluss lassen sich Audiodaten auch digital ausgeben.
Fürs Netzwerk bietet das Akoya P8614 alle wichtigen Verbindungsmöglichkeiten: Neben Gigabit-LAN fürs Kabel sind dies WLAN nach dem Standard 802.11n sowie Bluetooth 2.1+EDR.
Bildschirm
Das große 18,4-Zoll-Display im Medion Akoya P8614 ist entspiegelt. Das ist einerseits vorteilhaft, weil Reflexionen des Umgebungslichts kaum stören. Man auf dem Display des Akoya P8614 also auch unter freiem Himmel oder neben einem Fenster noch etwas erkennen. Andererseits wirken Displays mit Glanz-Oberfläche meist heller, was auch zu einer subjektiv besseren Farbdarstellung beiträgt.
Auch im Test-Labor bestätigte sich dieser Eindruck: Bei einem Multimedia-Notebook hätten wir uns den Bildschirm heller und kontrastreicher gewünscht. Allerdings ist er reaktionsschnell und daher auch für die Filmwiedergabe gut geeignet.
Tastatur
Medion baut einen dreispaltigen Ziffernblock in die Tastatur. Sie vermittelt ein sehr komfortables Schreibgefühl, denn sie ist auch beim schnellen Tippen leise und stabil. Die Tasten besitzen einen eindeutigen Druckpunkt. Der Touchpad unterstützt Zwei-Finger-Gesten: So kann man zum Beispiel ein Foto vergrößern, indem man zwei Finger spreizt.
Ergonomie
Die Lüftersteuerung könnte Medion noch verbessern: Trotz des großen Gehäuses springt der Lüfter schon bei geringer Systemlast an. Unter voller Last bläst er dann mit 2,0 Sone - das ist deutlich hörbar. Wenn das Notebook viel zu tun hat, erwärmt es sich auch merklich auf der Unterseite.
Akkulaufzeit
Ein Notebook wie das Medion Akoya P8614 sollte man auf dem Schreibtisch stehen lassen. Denn es wiegt 3,78 Kilogramm: Dieses Gewicht möchte man nicht länger mit sich herumtragen. Medion packt aber einen großen 9-Zellen-Akku ins Akoya P8614: Damit hält das Notebook immerhin knapp über drei Stunden durch. So kann man es wenigstens gelegentlich auch abseits der Steckdose nutzen.
Fazit
Das Medion Akoya P8614 überzeugte im Test als solides Allround-Notebook mit großem Bildschirm. Sein Preis-Leistungs-Verhältnis ist sehr gut, denn es bietet eine ordentliche Rechenleistung, die für aktuelle Anwendungen und viele Spiele ausreicht sowie eine gute Ausstattung.
Allerdings dürfen Sie zu diesem Preis kein Multimedia-Notebook mit Full-HD-Auflösung und Blu-Ray-Laufwerk erwarten. Auch wer bei aktuellen Spielen hohe Bildraten wünscht, muss mehr investieren. Mobil ist man mit dem knapp vier Kilogramm schweren Notebook auch nicht wirklich. Doch als vernünftiger PC-Ersatz für den Schreibtisch schneidet das Medion Akoya P8614 gut ab.
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